Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.135 - 04. Dezember 2019

Gott hat die Erde bewohnbar gemacht indem er das Handwerk schuf

Meeraner Handwerksmeister ausgezeichnet


Diamantener Meisterbrief

GEORG ULBRICHT
60 Jahre Tapezierermeister


Foto aus dem Jahr 1999:
Georg mit Frau Karin (gest. im Dez. 2018)
und rechts Matthias Ulbricht mit Frau Steffi

100 JAHRE
1919 MÖBEL ULBRICHT 2019
IN 3. GENERATION


Goldener Meisterbrief

REINHARD MIßLER
50 Jahre Rahmenglasermeister



Foto: Reinhard Mißler mit Frau Gabi


105 JAHRE
1914 GLASEREIBETRIEB 2019
IN 3. GENERATION


Der Sonderpreis der Jury "Sächsischer Integrationspreis " ging 2019 an die ehrenamtliche Initiative »Integrationspate Meerane« - Udo Friedrich

Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping, SPD, MdLüberreicht Udo Friedrich die Urkunde
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping, SPD, MdL überreicht Udo Friedrich die Urkunde

Der »Integrationspate« aus Meerane engagiert sich seit vielen Jahren für Flüchtlinge in seinem Landkreis. Udo Friedrich begleitet geflüchtete Personen zu Terminen, setzt sich für ihre Rechte ein und unterstützt sie bei alltäglichen Aufgaben. Zusammenhänge, Land und Leute in Deutschland besser zu verstehen und Regeln zu begreifen sind Ziele seiner Arbeit. Viele seiner Schützlinge sind inzwischen Studenten, lernen einen Beruf oder stehen ihren Mann in der alltäglichen Arbeit in einem Betrieb. Auch der 4jährige Kampf um eine schwierige Familienzusammenführung wurde inzwischen gewonnen und brachte Friedrich fast an die Grenzen seiner körperlichen und emotionalen Leistungsfähigkeit. Inzwischen ist der Meeraner fester Teil der zusammengeführten syrischen Familie und ist gerade für die 3 kleinen Kinder (6,7 und 10 Jahre alt) so etwas wie ein deutscher Papa. Der leibliche Vater ist in den Kriegswirren Syriens als verschollen erklärt worden. Udo Friedrich wird für sein beispielhaftes Engagement, welches er neben seinem Beruf im Volkswagen-Werk Zwickau ausübt, mit dem Sonderpreis der Jury geehrt. Dieser Preis ist mit 1000,- Euro Preisgeld dotiert.


Große Freude: Rudi vom Möschlerweg in Meerane ist Weltmeister 2019

Sein richtiger Name ist Rudi von Lindelbrunn, ein vier Jahre alter Riesenschnauzer mit edlem Stammbaum. Von Andreas Gerth als Fährtenhund im Hundesportverein Reinholdshain trainiert belegte Rudi bei der Weltmeisterschaft der Riesenschnauzer 2018 in Italien schon den zweiten Platz. In diesem Jahr fand die Weltmeisterschaft Ende Oktober in Ungarn statt. Diesmal ließen Rudi und Andreas Gerth 25 Konkurrenten aus 12 Ländern hinter sich und errangen den Weltmeistertitel im Fährtensuchen. Dazu kam der Weltmeistertitel in der Mannschaftswertung. Der Lohn für das tägliche Training sind der Siegerpokal, ein großer Sack Hundefutter und die Ehre.

Siegerehrung der Mannschaften
Andreas Gerth mit Rudi In der Mitte

Aufklärungskampagne zu den Automobilen der Zukunft

Nicht jeder steht unter Strom

Unter diesem Titel erschien vor einer Woche ein Artikel von Sara Thiel in der Freien Presse in dem Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E. h. Dr. Cornel Stan seine Aufklärungskampagne zu den richtigen Automobilen der Zukunft erläutert, mit der er oft und weit unterwegs ist.

Darauf schrieb ich (Peter Ohl):

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Stan,

…Sachsen als eine der Wiegen des deutschen Automobilbaues, verstärkt durch die geballte Erfahrungs- und Wissensladung der Westsächsischen Hochschule zum Automobil, ist prädestiniert und geradezu verpflichtet, die bereits aus dem Ruder laufende Antriebsdiskussion zum Auto auf Sachlichkeit herunterzuzoomen.  Dazu gehört inzwischen viel Mut, wie Sie ihn in Ihrem Beitrag zeigen.

Die Automobilbauer scheinen nach der Abgasaffäre in den Modus des vorauseilenden Gehorsams umgeschwenkt zu sein und lassen sich feiern. Die Forderung einer Nachhaltigkeit unseres Tuns von Carlo von Carlowitz (ein Sachse) wird der Ruf nach Batterien (eigentlich Akkus) nicht erfüllen. Eher einer, der sein Auto möglichst lange fährt.
Vielleicht mündet die Apokalypse der Autos letztlich in Raumschiffen, in denen Wenige die Erde, in der Hoffnung auf einen Ladeplatz irgendwo draußen, verlassen…

Und Prof. Stan antwortete:

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich übersende Ihnen gerne meine Präsentation zu der gestrigen Veranstaltung, die keine weiteren Worte braucht.

» Hier Klicken um die Präsentation auzurufen (Je nach Bowser als Download bereitgestellt)

Der Förderkreis Friedhof Meerane e. V. informiert
Die Vorbereitung der geplanten Maßnahmen für das Jahr 2020 läuft an.

Der Architekt Paul Bender setzte bei der Neuen Friedhofshalle voll auf Tageslicht durch das Auferstehungsbild im Chor, vom ovalen Fenster in der Kuppel und die zehn runden Fenster ringsum. Nur die Kandelaber auf der Orgelempore und zwei Leuchter vorn waren ursprünglich zusätzlich vorhanden. Die Bäume um die Halle warfen noch keine Schatten. Erst später kamen die Lampen an den Wänden dazu. Künftig wird moderne Beleuchtungstechnik das ovale Glasfenster in der Kuppel von oben durchstrahlen. –o–

Fortsetzung der Spenderliste von Spende 1746 – 1756

Dr. Lutz Bressau, Jürgen und Martina Wied, Veit Schindler (Tettau), Dr. Peter Ohl, Ralph Schmid (Ludwigsburg), hot and blue jazzband Meerane Benefizkonzert, Udo Pfeiffer (München), Dr. Ricarda Witzel (Mühlheim/Main), Jürgen und Annelie Hofmann, Ralf Grosser, Norbert Drechsel (Odelzhausen)

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung der Sanierung der Friedhofshalle!
Spendensumme am 02.12.2019: 182.403 €

Konto für Ihre Spende: Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Sparkasse Chemnitz, IBAN: DE02 87050000 0710 0110 91 BIC: CHEKDE81XXX Zweck: Friedhofshalle.
Vorbereitete Formulare liegen in der Friedhofsverwaltung, im Pfarramt und in der Sparkasse. Der Verein ist anerkannt gemeinnützig. St. Nr. 227/141/07376, FA Zwickau, Bescheid vom 06.12.2018.

Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Vorsitzender: Dr. med. Peter Ohl, Bürgermeister a. D., Moeschlerweg 1a, 08393 Meerane, 
Tel. 03764 / 3959, Fax  03764 / 796764,  e-mail:  foerderkreis-friedhof-meerane@enviatel.net
Stellv. Vorsitzende: Dipl.-Ing. Elisabeth Scholz, Kirchenvorstand; Schatzmeister: Holger Köhler,
Sparkasse; Juristischer Berater: Dirk Noack, Rechtsanwalt;  Schriftführer: Uwe Horn, Friedhofsverwalter


Buchempfehlung

Peter Jürgen Ohl, Meerane im Umbruch
Briefe und Text, Teil I 1966 - 1990
Eigenverlag, 72 Seiten, ISBN 978-3-9821381-0-7
Preis 12€ inkl. Handelsspanne
Zweite Auflage eingetroffen

Buchhandlung Goercke, Markt Meerane, Tel.: 03764 / 4673
und bei „Bärenstark“, Am Rotenberg 23


Veranstaltungen


Jahreskonzert in der Stadthalle Meerane am 14.12.2019 17:00 Uhr

 


Zuschriften

Lieber Herr Ohl und gesamtes Redaktionsteam,

ich habe mich sehr gefreut über die nette Überraschung, welche ich diese Woche in meinem Briefkasten fand.

Ein schöner "Zusammenschnitt" und ein schicker "Schreiberling". DANKE! Ich fühle mich sehr geehrt, dass Sie mich mit bedacht haben.

Ja, es war echt eine aufregende Zeit, an die ich gern denke. Wie groß waren die Veränderungen damals und was haben wir alles gemeinsam gemeistert!
Die Zeit ist immer noch aufregend und ständig im Wandel, aber trotzdem kann man voller Stolz auf das Erreichte einen Blick zurück werfen.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie und allen Gestaltern des Meeraner Blattes weiterhin viel Gesundheit und viel Enthusiasmus. Ich werde sicher immer mal vorbeischauen ins digitale "MEERANER BLATT", obwohl ich eher die "Haptikerin" bin. Aber man muss seine Gewohnheiten auch immer mal ein bisschen anpassen :).

Alles Gute und eine besinnliche Adventszeit

Herzliche Grüße
Sabine Ecke – langjährig bei Schwarz-Druck

P.S. Auch ich habe alle Meeraner Blätter bei mir :).


Mail von einer alten Studienkollegin

Lieber Peter,

Dank für die schnelle Antwort und die PDF "Meerane im Umbruch".  Es hat mich unendlich aufgewühlt und berührt, habe ich mich doch bereits 1973 diesem Regime und seinen diktatorischen Machenschaften durch Flucht entzogen. Hohe Anerkennung euch in der geliebten Heimat Verbliebenen, die mit Aufrichtigkeit, Kampfgeist und Mut die wirklichen Helden gewesen seid.
Und wie setzt ihr euch heute noch ein für ein schönes Sachsenland, Danke !!!

Liebe Grüße aus Mühlheim/Main
Ricarda


Nachdenklicher Beitrag zum Erinnern an die WENDE 1989

Erinnerung im Originalton! Von Joachim Krause, Schönberg

(Ausschnitt aus meinem Jahresbrief an Verwandte und Freunde über das Jahr 1989,
geschrieben am 10.12.1989)

… jetzt ist wieder Dezember. Aber eben Dezember im 89er Jahr, und da steht alles Kopf. Ich kneife mich manchmal und frage, ob das alles wirklich wahr ist, oder ob ich in einem Traum – ein sehr schöner meist, manchmal inzwischen aber auch ein Albtraum – eingefangen bin. Totale Reisefreiheit, völlig verwandelte Menschen, … Empörung über ein schnell verfallendes Machtsystem, daneben aber auch Rache-Geschrei, viele haben einfach vergessen, dass sie alle bis vor wenigen Wochen noch dieses blöde Spiel perfekt mitgespielt haben, dass in diesem DDR-Klima sehr viele bestechlich gewesen sind, jeder stolz war auf seine „Beziehungen“. … Keine Nachrichtensendung möchte man verpassen ... Überall möchte man sich nun einmischen, mitgestalten, endlich gibt es die Möglichkeit dazu. Aber dann auch schnell Resignation: Auf der Straße, das ist nicht mehr nur der Aufbruch des Volkes („Wir sind das Volk!“), das hat jetzt auch die Dimension einer DEMO-kratie, eines Erzwingens ständiger Veränderungen unter dem Druck der Parolen auf der Straße. Andere, mäßigende Meinungen werden in Sprechchören niedergeschrien, auch Leute vom „Neuen Forum“ müssen sich inzwischen als „Verräter“ titulieren lassen. Es gibt einen starken Trend ins Nationale und nach rechts. Die Bonzen, die den Sozialismus gepachtet hatten, haben auch alle guten linken Ideen für die Leute höchst verdächtig gemacht. Ich kenne SED-Genossen und Lehrer, die Morddrohungen erhalten Rücktritte sind bis in die unteren Ebenen an der Tagesordnung, unter dem Druck von Demos und Unterschriftensammlungen schließen Betriebe ... Viele haben zunehmend Angst. Es geht alles so schnell und trifft uns unvorbereitet. Demokratie will gelernt sein, dieses mühselige Geschäft haben wir noch vor uns. Im Hintergrund ja auch immer die Frage, ob es eine eigenständige DDR überhaupt noch lange geben wird. Ich befürchte, die schweigende Mehrheit hat schon entschieden, bewusst oder resigniert: Wir lassen uns einkaufen und vom reichen Westonkel sanieren. … Das scheint mir doch ein zu einfacher Weg zu sein. Wir sollten unsere Schwierigkeiten hier, an denen wir doch alle ein bisschen mit Schuld haben, erst einmal selbst in Ordnung bringen. Natürlich mit westlicher Hilfe und von mir aus in einer konföderativen Ordnung – aber so viel Stolz sollten wir doch haben, den Karren selbst aus dem Dreck zu ziehen und erst einmal in Ruhe zu erkunden, was wir unter neuen Bedingungen leisten können, was aus unseren letzten 40 Jahren wir retten und sichern wollen. Ich glaube, viele ahnen gar nicht, was es neben Apfelsinen und Bananen noch heißen würde, wenn uns der reiche Nachbar jetzt gleich schluckt: härtere Bandagen im Sozialen, weit höherer und ungewohnter Arbeitsstress, Sich-selbst-um-alles-kümmern-dürfen aber auch kümmern-müssen…


Aus dem Käfig in die Freiheit

Monotypie aus dem Jahr 1989 von Barbara Rütting-Schweitz,
Sie lebt seit 1988 in Kopenhagen, vorher in Thüringen und Ostberlin


Aus dem „Ticker“ am 1. November 2019

Nach über fünf Wochen intensiven Ringen in den Koalitionsverhandlungen haben CDU, Bündnis 90/Die Grünen und die SPD ein Ergebnis erzielt. Gemeinsam wollen sie eine Sachsen-Koalition bilden!


Darauf unsere Mail nach Dresden

Wir hoffen, ehrliches Bemühen wird nicht gleich wieder zerredet (Maaßen und manche Pressekommentare). Politik lebt, und das zunehmend, vom Kompromiss, da Mehrheiten immer schwieriger zu erringen sind. –o–


All unseren Leserinnen und Lesern
etwas Muße für die Vorfreude
auf das Weihnachtsfest

Ihr Team vom MB


Anzeige

 

Waldenburger Straße 19
08393 Schönberg / OT Tettau
Tel. / Fax: 03764 / 798449
Handy: 0162 3300 339
tillohl@aol.com
Unsere Erfahrungen und Ihre Wünsche
für Möbel mit Pfiff, Treppen, Türen, Innenausbau und mehr aus Holz, Glas und Metall
mehr unter: www.impulse-aus-holz.de

Kontakt und Impressum

MEERANER BLATT
Herausgeber: Dr. med. Peter Ohl, Bürgermeister a. D. Moeschlerweg 1 a, 08393 Meerane
T.: 03764/3959, Mail: post@meeranerblatt.de, Redaktion: Peter und Heidi Ohl, Layout: Max Werler, Bildkorrekturen: Christian Uhle.
Fotos, soweit nicht extra kenntlich gemacht, stammen aus Zuschriften oder dem eigenen Fundus der Redaktion. Weiterverbreitung durch E-Mail oder Ausdruck erwünscht. Ihre Leserbriefe senden Sie bitte an obige Adresse. Die Ausgaben erscheinen in loser Folge unter www.meeranerblatt.de. Sie sind kostenlos.