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am markt

Neustart an zentralen Meeraner Kunstorten: Antje-Gesine Kerl setzt bei der Wiedereröffnung des Stadtmuseums im Alten Rathaus frische Akzente in eine überarbeitete Dauerausstellung. In der Galerie „Art In“ übernimmt Lars Nagler die Leitung.
Mit freundlich genehmigter Verwendung eines Berichts von JOCHEN WALTHER in der Freien Presse vom 23.Februar 2026, Seite 11: Neue Köpfe für Meeranes Kulturleben
„Antje-Gesine Kerl, über sechs Jahre prägte sie Ausstellungen und schuf Netzwerke für den Kunstverein in der Galerie. Die diplomierte Restauratorin für Bücher und Kunstgut aus Papier wollte sich eigentlich in den Ruhestand verabschieden. Doch als sie von der vakanten Stelle im Museum erfuhr, entschied sie sich nach Rücksprache mit ihrem Mann für diese Herausforderung. Sie folgt auf Alexander Fischer, der im November gekündigt hatte.
Für Kerl, die seit 25 Jahren auch als Journalistin tätig ist, beginnt die Arbeit mit einem klaren Auftrag: eine neue Daueraustellung zu entwickeln. Sie soll Meeranes Besonderheiten stärker herausarbeiten – die Stadt als einstige Hochburg der Textilindustrie und des Karosseriebaus ebenso wie ihre lebendige Musik- und Karnevalstradition. Gleichzeitig setzt die Museumschefin auf frische Impulse. Künftig sind im Zwei-Monats-Rhythmus Sonderausstellungen geplant.
Den Auftakt bildet die Sonderausstellung „Frühlingserwachen in Meerane“. Unterstützung erhält Antje-Gesine von einem engagierten Team. Bei der weiteren Aufarbeitung der Stadtgeschichte helfen tatkräftig die Stadtführerin Kerstin Zienert mit ihrem Mann Rolf und der Museologe Lucas Kunert.

Das Thema der Sonderausstellung zur Wiedereröffnung des Museums: „Frühlingserwachen in Meerane“ steht symbolisch für das Ende des Winterschlafs unserer Stadtgeschichte. Das spürbar zu machen durch Rückbesinnung auf erreichte Höhen und bewältigte Tiefen macht nachdenklich und setzt die Kräfte frei, die zum Bindegewebe der Gemeinschaft werden. Gerade die überschaubare Größe unserer schönen Stadt Meerane bietet dafür viel Potential. Es ist die Kultur in ihrer vielfältigsten Form, auch im Umgang miteinander. -o-
Rückblick in die wechselvolle Geschichte unseres Museums
Ausdruck von der ersten Ausgabe im Internet 2004

Das Alte Rathaus in Meerane darf sich nun sogar mit Segen des Stadtrates nach Beschluss Nummer 3/04/0755 offiziell so nennen. Und dank Abriss der Gebäude der Firma Zesch, bei dem auch eine Lücke in der Poststraße entstand, ergibt sich ein bis dato unbekannter Blick auf den Turm des Rathauses, das dem Heimatmuseum als Domizil dient.
Am 15. Februar 1992 wurde es übrigens ganz feierlich wiedereröffnet und es hieß, „das Kleinod ist klein, aber fein“. Wovon sich viele Besucher überzeugten, denn Nachholbedarf gab es genug. 14 Jahre, seit 1978, lebten die Meeraner quasi museumsabstinent. Allerdings nicht zum ersten Mal, denn die Historie der heimatkundlichen Sammlungen kündet von vielen Hochs und Tiefs.
Ab 4. November 1888 zweimal monatlich und an einigen Feiertagen geöffnet, konnten Interessierte die Schätze des Gewerbemuseums damals im Dietrich-Stift am Altmarkt in Augenschein nehmen (zusätzlich mitunter nachmittags nur Damen). Initiator des Ganzen war der Meeraner Gewerbeverein. Später übernahm die Stadt Meerane die Exponate, die nach Jahren der Schließung 1947 erneut gezeigt wurden – bis 1954. Dann schafften engagierte Freunde des Museums die Sachen ins Rathaus, denn im Dietrich-Stift war es nass und der Putzt bröckelte.
Wieder vergingen einige Jahre bis zur Eröffnung einer Dauerausstellung 1957. Wer sich an die Museumsbesuche in diesen Zeiten erinnert, denkt an Oberstudienrat Willibald Krause, den Museumspfleger von 1945 bis 1961 und auch danach noch aktiv.
1978 gingen die Lichter wieder einmal aus, und die Zukunft der Sammlungen stand zeitweise in Frage.
Dass es doch anders kam, ist nicht zuletzt dem Meeraner Steffen Winkler vom Glauchauer Museum zu danken, wie bei der Wiedereröffnungsfeier anno 1992 informiert wurde. Allerdings konnte die ständige Ausstellung zur Stadtgeschichte nach umfangreichen Baumaßnahmen erst nach der Wende in nunmehr sehenswerten Räumen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Gefreut hat sich darüber Hildegard Besser, jahrelang im Museumsbeirat und hilfreich, weil ihr „das Heimatmuseum jederzeit eine Herzensangelegenheit gewesen ist“, wie die betagte Zeitzeugin in ihrer Ansprache am 15. Februar 1992 betonte. Frau Besser regte übrigens die individuell geschmückten Christbäume im Rahmen der Weihnachtsausstellungen an, Tradition wieder seit 1992.
Neben der Schau zur Stadtgeschichte gab es zahlreiche Sonderausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen, so dass im Lauf der Jahre für jeden Geschmack etwas dabei war. Ab und zu wurde das Alte Rathaus dichtgemacht, um weiter zu sanieren und zu bauen. Der Innenhof sieht nun gut aus, die Schuhmacherwerkstatt sei genannt, die einstige Arrestzelle…Bei Stadtfesten, man denke an die 825-Jahr-Feier, spielte das Museum eine wichtige Rolle. Nicht vergessen seien die Bildbände mit den zahlreichen Fotos aus dem Fundus. Selbst Meeraner Schotten wurden gewebt.
In letzter Zeit gab es Veränderungen im Alten Rathaus. Trauungen finden dort nach wie vor statt, das Standesamt selbst jedoch zog ins Neue Rathaus um. Im historischen Bau am Markt befindet sich jetzt der Fachbereich Marketing und Veranstaltungsservice / Wirtschaftsförderung mit fünf Mitarbeitern, davon zwei zuständig für Museum und Kostümfundus.
So weit, so gut. Allerdings bleibt nach wie vor die Frage, wieso eigentlich Marina Palm-Sachet, ihres Zeichens Museologin mit Hochschulabschluss, seit 1986 mit den Geschicken und dem Neuaufbau des Heimatmuseums betraut und mit Eröffnung 1992 Leiterin desselben, ihren Schreibtisch räumen musste, zumal die Kündigung vor dem Arbeitsgericht nicht standhielt. Dass dem Museum ohne Fachkraft nun beispielsweise keine Fördermittel vom Kulturkonvent Zwickauer Raum zur Verfügung stehen, wie die Freie Presse berichtete, ist ein Wermutstropfen. Außerdem fehlen die üblicherweise durch Museologen in Jahren aufgebauten Verbindungen und nicht notierte Fakten und Histörchen rücken in die Ferne. Und da auch der zweite langjährige Mitarbeiter Ulli Weidauer den Hut nehmen musste, lässt sich dabei wohl nicht von guten Zeiten in der langen Geschichte des Meeraner Heimatmuseums sprechen. jw. (Juliane Weiss)

Das Kunsthaus am Markt
Di. bis Do und So: 13 bis 18 Uhr
Unterstützt vom Kulturraum „Vogtland-Zwickau“ und der Stadtverwaltung Meerane – Danke
Sonntag, 22.Februar 2026, ABER WITZIG Klavierkabarett mit Manuel Ludwig. Man muss es erlebt haben. Die Gäste waren begeistert. Fotos: Rainer Hempel



Rechts: Manuel Ludwig am Schluss mit Lars Nagler, der neue Leiter der Galerie ab März 2026
Mittwoch, 18. März, 18.30 Uhr
Einladung zur Vernissage

„Kunst der
Emotionen“
Dirk Nauer
Malerei & Bildhauerei
Laudatio:
Musik
Sonntag, 22. März, 16 Uhr
„Spreading Joy“ zelebriert den
NERVENKITZEL der STILISTISCHEN VIELFALT
Das Trio mit der Liebe zu verschiedenen musikalischen Stilistiken, besteht aus drei Musiklehrern mit Rainer Kleeberg. Sie geben auch ihren Schülern eine Bühne. e Bühne.

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* Qucosa ist ein Angebot der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden.

Der Förderkreis Friedhof Meerane e. V. informiert
Zwei große Tafeln als Beitrag des Fördervereins
zur Wiedereröffnung des Meeraner Museums

Fortsetzung der Spenderliste ab Jahresanfang 2026
(Siehe auch Schaukasten an der FH-Verwaltung.)
Horst und Isolde Ranft, Luise Schettle (Chemnitz), Petra Ingeborg Drescher, Erika Liebezeit, Brigitte Wrobel, Henning und Christa Seidel, Christine Frey, Wolfgang und Charlotte Markert, Walter und Andrea Kapferer, Ralph Schmid (Ludwigsburg), Anita Petzold
„DAS EINSCHREIBEN DES NAMENS DIENT DER DAUERHAFTEN ANWESENHEIIT DES SPENDERS AM ORT SEINER SPENDE.“ Inschrift auf den Steinsäulen des indischen Herrschers Ashoka, gestorben 232 v. Chr. (Dazu ein Buch im Kröner Verlag)
ALLEN SPENDERN HERZLICHEN DANK
Förderkreis Friedhof Meerane e. V., Moeschlerweg 1a, 08393 Meerane, Mail: fkfm@enviatel.net
Förderkreis Friedhof Meerane e. V., Moeschlerweg 1a, 08393 Meerane, Mail: fkfm@enviatel.net
Vorstand: Dr. med. Peter Ohl, Bürgermeister a. D., Dipl.-Ing. Elisabeth Scholz, Kirchenvorstand; Holger Köhler, Sparkasse; Uwe Horn, Friedhofsverwalter; Fachärztin Kathleen Dittrich-Ueberfeld, Erforschung und Bewahrung von Familiengräbern der Meeraner Geschichte
Koto: Förderkreis Friedhof Meerane e. V., Sparkasse Chemnitz, IBAN: DE02 8705 0000 0710 0110 91
Der Verein ist anerkannt gemeinnützig. Freistellungsbescheid vom 28.08.2024
Förderkreis Friedhof Meerane e. V., Moeschlerweg 1a, 08393 Meerane, Mail: fkfm@enviatel.net
Vorstand: Dr. med. Peter Ohl, Bürgermeister a. D., Dipl.-Ing. Elisabeth Scholz, Kirchenvorstand; Holger Köhler, Sparkasse; Uwe Horn, Friedhofsverwalter; Fachärztin Kathleen Dittrich-Ueberfeld, Erforschung und Bewahrung von Familiengräbern der Meeraner Geschichte
Koto: Förderkreis Friedhof Meerane e. V., Sparkasse Chemnitz, IBAN: DE02 8705 0000 0710 0110 91
Der Verein ist anerkannt gemeinnützig. Freistellungsbescheid vom 28.08.2024
In stillem Gedenken

Die Firma Elektro Discount Meerane nimmt Abschied
von ihrem Mitbegründer und Gesellschafter
Uwe Weyh
Er starb am 15.1.2026 Februar im Alter von 65 Jahren.
Als Mann der ersten Stunde hat Herr Weyh die Entwicklung
unseres Hauses mit großer Fachkompetenz und
Verantwortungsbewusstsein maßgeblich mitbestimmt.
Sein Wirken war geprägt von Loyalität gegenüber dem Unternehmen und einer tiefen Verbundenheit zu seinen Kollegen, für deren Belange er stets ein offenes Ohr hatte. Wir verneigen uns vor seiner Lebensleistung und sind dankbar für die gemeinsame Zeit. Sein Geist wird in unserem Unternehmen weiterleben.
Danke an alle, die ihr Beileid bekundeten und alle, die uns schriftlich kondoliert haben.
Die Gesellschafter Bernd Kaufmann und Jens Albustin
Firma Elektro Discount GbR
Kontakt und Impressum
MEERANER BLATT
Herausgeber: Dr. med. Peter Ohl, Bürgermeister a. D. Moeschlerweg 1 a, 08393 Meerane
T.: 03764/3959, Mail: post@meeranerblatt.de,
Redaktion: Peter Ohl (-o-), Layout: Max Werler.
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