Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.143 - 03. Oktober 2020

30 Jahre Deutsche Wiedervereinigung

 
 
 
 

Druckschrift des Deutschen Städtetags, Köln 1990, 147 Seiten, DIN A4, ISBN 3-88082-125-9

Aus dem Vorwort

Das Selbstverwaltungsrecht der Städte und Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland und ihre Eigenständigkeit im Staatsaufbau haben sich bewährt…

In einer Zeit, in der es darum geht, auch für die Städte der DDR eine echte kommunale Selbstverwaltung aufzubauen, ist es wichtiger denn je, die Grundelemente der städtischen Selbstverwaltung . . . vor allem auch die Aufgaben der Städte in einem Überblick komprimiert darzustellen…

Der Deutsche Städtetag gibt diese Informationsschrift vor allem für alle in der Politik Verantwortlichen und interessierten Bürgerinnen und Bürger in der DDR heraus und verbindet damit die Hoffnung, daß es bald auch in der DDR eine starke kommunale Selbstverwaltung geben wird.

Prof. Dr. E. Pappermann, Präsidialmitglied


Der erste freigewählte Gemeinderat der Stadt Meerane, Mai 1990Foto: Foto Augsten

Der Förderkreis Friedhof Meerane informiert
von Peter Ohl

Die Tage des offenen Denkmals am 12. und 13. September 2020 mit Hygienekonzept

Die beliebte Führung über den Friedhof mit Mirko Och nutzten wieder zahlreiche Interessierte mit gebührendem Abstand. Danach überraschte das Team Matthias Ulbricht im Café zur „Alten Kapelle“ die Besucher damit, dass Kuchen und Getränke diesmal frei waren. Zur Unterstützung der Sanierungsarbeiten stand ein Spendenglas bereit. Unsere Backfrauen hatten für ihre gespendeten Kuchen wieder beste Rezepte herausgesucht.

Foto: Uwe Horn

Der Sonnabend klang mit einer Abendandacht in der Alten Kapelle aus, die Predikant Andreas Mühler und Kantor Ranft-Knopfe gestalteten. Dafür entfiel der traditionelle Waldgottesdienst am Sonntagvormittag.

Am Sonntagnachmittag führte Elke Hilgenfeldt durch die Neue Halle. Als Mitarbeiterin im Architekturbüro Elisabeth Scholz hatte sie die Sanierungsarbeiten von Anfang an begleitet. Die Besucher hörten und sahen viel Interessantes zu den einzelnen Bauabschnitten.

17.00 Uhr Tangokonzert in der Neuen Friedhofshalle mit Bettina Born, Akkordeon, und Wolfram Born, Piano, aus Jena. Es war ihr erstes Konzert nach sieben Monaten Corona-Zwangspause! Ihre Freude darüber äußerte sich im grandiosen Spiel und das sprang sofort auf das Publikum über, das reichlich Beifall spendete Der Vorstand des Förderkreises hat diesmal auf die Erhebung von Eintrittsgeld verzichtet, dafür aber zum Schluss um Spenden zur Unterstützung der Sanierung der Alten Kapelle und als Anerkennung für die besondere Leistung der Künstler gebeten. Das war ein Versuch. Eine Wiederholung wird es so nicht geben können! Was bleibt, ist die Freude am gemeinsam Erlebten.
Foto: Norbert Ranft- Knopfe

Der Tag des offenen Denkmals 2020 wurde trotz Corona wieder ein besonderes Erlebnis.
Einen großen Dank allen Mitwirkenden für die Vorbereitung und Durchführung und an die disziplinierten Besucher (Abstand, Mund/Nasenschutz, Händedesinfektion).  Peter Ohl

 

Akustik-Test am 10. September in der Neuen Friedhofshalle

Seit Jahren wird nach einer Verbesserung der Akustik in der Neuen Friedhofshalle gesucht. Die Halle „hallt“ zu sehr. Gerade bei den Trauerreden kommt es aber auf die Verständlichkeit an. Geht es doch um Abschied, Trost und um den Lebensweg der Verstorbenen. Moderne (teure) Lautsprechersysteme könnten da Erstaunliches leisten. Das wollten wir vor Ort ausprobieren. Ich lud über unseren Förderkreis zwanzig Personen verschiedenen Alters, z. T. mit Hörgeräten, zum Test einer hocheffektiven Akustikanlage ein. In der Halle verteilt sitzend, hielten sie die Verständlichkeit  von Sprache und Musik  auf einer kleinen Tabelle fest. Testredner war Pfarrer Sören Lange. Von der erheblichen Verbesserung auf allen Plätzen waren alle überrascht. Dieses Ergebnis hilft nun der Kirchgemeinde St. Martin als Träger des Friedhofs bei der Begründung des Förderantrags an das Landratsamt zum Förderprogramm „Bester Platz“.  –o–
Fotos: Peter Ohl

 

Für die Außenarbeiten an der Alten Kapelle ist alles gut vorbereitet

Vorgedacht werden muss aber auch jetzt schon die Rekonstruktion im Inneren. Dazu fand am 23. September 2020 eine Beratung statt. Auf dem Foto von links: Dr. Torsten Remus, Landesdenkmalamt; Uwe Horn, Friedhofsverwalter; Elisabeth Scholz, Architektin; Theresa Juhl, Landratsamt und Dr. Peter Ohl. Sie berieten zur Gestaltung der Wände und Kuppel unter Berücksichtigung der künftigen Nutzung der Kapelle als Ort der Begegnung.


Seit Januar 2020 werden die Spenden für die Alte Kapelle angespart

Fortsetzung der neuen Spenderliste von Nr. 100 bis 112

Barbara Pohle, Regina Sommerschuh, Rita Herrmann (Überkingen), Dr. Roland und Regina Matthes, Magdalene Friese, Horst und Isolde Ranft, Peter und Karin Neumann, Manfred Siegel, Christian und Gertraude Nötzold, Dagmar Müller, Herbert und Ursula Augsten, Gisela Nagorny, Eldor und Pia Gengerke

Spendensumme 8.818 € (Stand: 18. Sept. 2020)
Allen Spendern sei herzlich gedankt!

Konto für Ihre Spende: Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Sparkasse Chemnitz, IBAN: DE02 87050000 0710 0110 91 BIC: CHEKDE81XXX Zweck: Friedhofshalle.
Vorbereitete Formulare liegen in der Friedhofsverwaltung, im Pfarramt und in der Sparkasse. Der Verein ist anerkannt gemeinnützig. St. Nr. 227/141/07376, FA Zwickau, Bescheid vom 06.12.2018.

Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Vorsitzender: Dr. med. Peter Ohl, Bürgermeister a. D., Moeschlerweg 1a, 08393 Meerane, 
Tel. 03764 / 3959, Fax  03764 / 796764,  e-mail:  foerderkreis-friedhof-meerane@enviatel.net
Stellv. Vorsitzende: Dipl.-Ing. Elisabeth Scholz, Kirchenvorstand; Schatzmeister: Holger Köhler,
Sparkasse; Juristischer Berater: Dirk Noack, Rechtsanwalt;  Schriftführer: Uwe Horn, Friedhofsverwalter


Frühschoppen an der Weihertalmühle bei Quirla am 11. Oktober, 11 Uhr
Reservierungen telefonisch über 036428 61089, Anfahrt über A4 Abfahrt 55, Stadtroda


Ausstellung im Alten Rathaus
Meeraner Bibliothek vor 160 Jahren gegründet Foto: Weiss

Bis zum 01. November 2020 läuft im Alten Rathaus Meerane eine Ausstellung anlässlich der Bibliotheksgründung vor 160 Jahren. Am 02. April 1860 schlossen sich Meeraner Bürger zum Volksbibliotheksverein zusammen. Im Jahr zuvor hatte man anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Schiller Geld gesammelt (106 Taler, 9 Groschen, 3 Pfennige) und am 10. November 1860 erhielt der Verein 300 Bände – das Datum gilt als Geburtstag der Bibliothek.1864 wurde diese dem Gewerbeverein überlassen und daher nur durch dessen Mitglieder nutzbar. Jahre später wiederum (1886) bekam die Stadtverwaltung Meerane die mittlerweile 850 Bände, die somit wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung standen. Am 01. September 1886 eröffnet die Städtische Volksbibliothek ihr Domizil im Dieterichstift am Altmarkt 15. Im Jahre 1919 siedelte die Bibliothek in das Stadthaus IV in der Marienstraße über, später 1950 in das Stadthaus I und II. Im Alten Rathaus informieren Bilder an den Wänden im Treppenhaus über die Historie.
Der Ausstellungsraum im ersten Stock kommt quasi fromm daher – u. a. mit Luther-Bibel aus dem Jahre 1558, großen und kleinen Gebetsbüchern. Eine Tafel zeigt, was die Historische Bibliothek besitzt. Diese ist in einem Raum im Alten Rathaus untergebracht. Die über 2000 Bücher und Handschriften können vor Ort eingesehen, aber nicht ausgeliehen werden. Der Erstbestand des Gewerbevereins zählt dazu, Literatur zu Bilz und die Bibliothek des Naturheilvereins.

Auf dem Weg zum nächsten Stockwerk kann sich der Besucher das Paket zum Lesestart ansehen, welches Jungen und Mädchen bei der Anmeldung erhalten. Oben liegen drei große Bücher aus mit Bilanzen der Stadtbibliothek zum Beispiel im Jahre des Buches 1972 – 4 300 Benutzer, 70 000 Entleihungen, 93 Veranstaltungen und Schriftsteller waren zu Gast, darunter Heinz Knobloch. 1976, so verkündet es ein zweiter Band, verteidigten die Mitarbeiter zum fünften Mal den Titel „Kollektiv der Sozialistischen Arbeit“. Gegenüber liegen Blätter, die darstellen, welche Aktivitäten die Stadtbibliothek im Jahr der X. Weltfestspiele, im Jahr des Roten Oktober oder im 25. Jahr der Republik entwickelte.
Im Ausstellungsraum daneben zeigt ein großer Schaukasten Bücher aus der Historischen Bibliothek mit Bezug zu Meerane als Stadt mit Textilindustrie. Insgesamt 30 A-4-Blätter lassen den Interessierten das genaue Baugeschehen der Jahre 2006 / 2007 für den Neubau in der August-Bebel-Straße 49 nachvollziehen. Fotos vom 05. November 2007 zeigten eine Menschenkette von 150 Meeranern, die die letzten 500 Bücher aus der Marienstraße in die neue Bibliothek befördern.
Im letzten Raum geht es um den Buchsommer und Veranstaltungen für Kinder, um den Verbund „Onleihe Sächsischer Raum“ und Arbeitsmittel damals und heute in der Bibliothek.
Übrigens weilte im Rahmen des Bibliothekgeburtstages bereits Andrea Sawatzki zu einer Lesung in der Stadt, und am 13. November 2020 gastieren Bernd-Lutz Lange und Reiner Vothel (Piano) in der Stadthalle. jw.


Am Rande Fotos: Juliane Weiss

Spannendes zur Stadtgeschichte aus den vergangenen rund 140 Jahren könnten uns diese drei Bäume erzählen: Rotbuche, Roteiche und Stieleiche befinden sich so lange mitten in Meerane. Während die nah am Fußweg stehende Rotbuche im Blickfeld der Passanten lag, fielen die beiden anderen Baumsenioren wegen des dichten Gestrüpps weniger auf. Nach Stadtratsbeschluss wurden die besonderen Naturdenkmäler unter Schutz gestellt, das Gesträuch entfernt Dieser Tage allerdings ging es der Stieleiche quasi an den Kragen bzw. die Krone. Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass sie aufgrund eines Pilzbefalls nicht mehr standsicher ist.

Am 24. September 2020 (Foto) hatte die Stieleiche zwar ihre Äste oberhalb des Viermeterumfangstammes eingebüßt, aber eine Zukunft als Habitat- bzw. Biotopbaum, worüber sich Vögel, kleine Tiere, Pflanzen etc. freuen, finden sie dort doch Möglichkeiten zum Nisten, Wachsen und Nahrung. Die hier abgebildete Frucht der Stieleiche am Axa-Parkplatz Meerane wurde am 30.03.2020 aufgesammelt und entwickelte sich zu einem kleinen Senker. Dieser wanderte von Meerane mittlerweile nach Oberfranken aus, steht jetzt am Rande eines Hirschgatters und bringt es dort eventuell auch auf 140 Jahre… jw.


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