Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.140 - 13. Juni 2020

Sächsische Regierung mit Ministerpräsident Michael Kretschmer
berät über Haushalt und Coronahilfen

Klausurtagung am 8./9. Juni im Hotel Schwanefeld in Meerane

Die Ergebnisse dieser Beratungen fließen in die weiteren Beratungen zum Haushaltsplan des Freistaates Sachsen 2021/2022 ein. Nach den Berichten in der örtlichen Presse gaben der Meeraner Bürgermeister Prof. Lothar Ungerer und der Zwickauer Landrat Dr. Christoph Scheurer bei ihren kurzen Begrüßungsworten gute Wünsche, auch eigene, mit auf den Weg.

Meerane wäre mit seiner Lage an der A4 und seinem Hotel Schwanefeld unmittelbar an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Thüringen auch für etwaige Gespräche über Verbindendes zwischen beiden Ländern mit ihren gemeinsamen historischen Wurzeln, geeignet. –o–                                Foto:Medienservice Sachsen


Bleibendes gemeinsam gestalten und bewahren zu dürfen,
ist ein Geschenk

auch unter den Einschränkungen der Corona Pandemie.

Der Friedhof der Stadt Meerane befindet sich seit seiner Gründung im Jahr 1868 in Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Meerane St. Martin Meerane. Sie betreibt den 10 ha großen Friedhof als eine wirtschaftlich selbständige Einheit. Der Friedhof muss sich finanziell selbst tragen. D. h. die Kosten für die Anlegung und Unterhaltung des Friedhofs gehen grundsätzlich zu Lasten des Friedhofshaushaltes. Die Einnahmen sind aus dem Gebührenaufkommen nach dem Kostendeckungsprinzip zu decken.
Über allem steht ein hoher Anspruch auf die Schönheit der Anlage mit ihren Gräbern. Unsere Begräbniskultur mit ihren christlichen Wurzeln bewahrt das Leben über den Tod hinaus. Die Verabschiedung von den Verstorbenen, Trauer und Erinnerung brauchen einen guten Ort.
2008 machte das Meeraner Blatt Nr. 38 auf die Geschichte der Neuen Friedhofshalle aufmerksam.
Das brachte Pfarrer Dr. Martin Teubner 2011 auf die Idee, einen Förderkreis für den Friedhof zu gründen, denn eine Komplettsanierung der Halle von 1914 stand bevor. Zur Bewältigung der Kosten von letztlich fast einer Million Euro wurden Fördermittel aus Sonderprogrammen der Denkmalpflege benötigt. Die Anträge dazu unterstützten unsere örtlichen Mitglieder in Bundestag und Landtag, begleitet vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen. Fördervoraussetzung war der Nachweis von ausreichenden Eigenmitteln. Für die Neue Friedhofskapelle brachte der Friedhof allein stolze 188.400 € auf. Unendlich dankbar ist er für die weiteren 165.000 € aus Spenden der Bürger über die Spendenaufrufe des Förderkreises. In Summe wurden hier Eigenmittel in Höhe von 353.400 € verbaut. Die Kirchgemeinde Meerane und auch die Landeskirche waren finanziell nicht in der Pflicht. Sie unterstützen das Verfahren von der Verwaltungsseite.

Heute blickt der Verein auf fast zehn Jahre zurück. Man muss sich das mal vorstellen. Über 1.800 Spenden gingen von Meeraner Bürgerinnen, Bürgern und Firmen sowie von Altmeeranern im Westen bis Australien, vor allem für die Erhaltung der Friedhofshallen ein. Das wurde vom Freistaat Sachsen mit der Nominierung des Förderkreises für den Sächsischen Bürgerpreis 2017 und mit der Bürgermedaille der Stadt Meerane 2018 gewürdigt. Im Jahr 2019 konnte die Sanierung des Neuen Friedhofshalle erfolgreich abgeschlossen werde. Sie strahlt wieder wie neu. Der Friedhof hat sich insgesamt verändert, nicht zuletzt, weil die Bürger ihn heute anders wahrnehmen. Sie haben sich durch ihre Spenden mit ihrem Friedhof namentlich identifiziert. Man fühlt sich zudem bei der Pflege der alten meisterlichen Handwerkskunst miteinander verbunden. Friedhof/Kirchgemeinde –Bürgerschaft - Architekturbüro bilden ein stabiles Dreieck, auf dem das Netzwerk des Förderkreises aufbaut.
Demnächst wird mit der Fortführung der Sanierung der Alten Kapelle von 1873 ein neues Kapitel aufgeschlagen, das viele Bürger schon mit Interesse erwarten. Dr. Peter Ohl


Die Spenden ab Januar 2020 fließen in die Sanierung der Alten Kapelle Fortsetzung der neuen Spenderliste von Nr. 44 bis 63

Klaus und Adelheid Päßler, Robby und Anke Litzba, Astrid Sommer, Dr. Nikolaus von Wolffersdorff (Glauchau), Eva Jacob-von Wolffersdorff, Jürgen und Angelika Selbmann, Elfriede Lorenz, Christine Frei, Anita Petzold, Jochen und Christine Ryssel, Kurt Würzberger, Hermann und Freya Sieber, Christa Schendel, Michael und Anneliese Köppl, Maria und Hubert Kriebel, Wolfram und Andrea Illgen, Helga Arnold, anonyme Spende, Christa Döring

Spendensumme 4.660 € (Stand: 11. Juni 2020)
Allen Spendern sei herzlich gedankt!

Konto für Ihre Spende: Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Sparkasse Chemnitz, IBAN: DE02 87050000 0710 0110 91 BIC: CHEKDE81XXX Zweck: Friedhofshalle.
Vorbereitete Formulare liegen in der Friedhofsverwaltung, im Pfarramt und in der Sparkasse. Der Verein ist anerkannt gemeinnützig. St. Nr. 227/141/07376, FA Zwickau, Bescheid vom 06.12.2018.

Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Vorsitzender: Dr. med. Peter Ohl, Bürgermeister a. D., Moeschlerweg 1a, 08393 Meerane, 
Tel. 03764 / 3959, Fax  03764 / 796764,  e-mail:  foerderkreis-friedhof-meerane@enviatel.net
Stellv. Vorsitzende: Dipl.-Ing. Elisabeth Scholz, Kirchenvorstand; Schatzmeister: Holger Köhler,
Sparkasse; Juristischer Berater: Dirk Noack, Rechtsanwalt;  Schriftführer: Uwe Horn, Friedhofsverwalter


Ein Beitrag von unserem Leser Ralph Schmid,
Kreisverwaltungsdirektor i. R. Ludwigsburg

Seit seinem Einsatz als Berater der Stadt 2001 ist er eng mit Meerane verbunden.


Kompetenz seit 30 Jahren

Elektro-Discount GbR Meerane feiert rundes Jubiläum

Ihr 30jähriges Geschäftsjubiläum feiern Uwe Weyh, Jens Albustin und Bernd Kaufmann am 11. Juni 2020 – und bedanken sich bei ihrer Kundschaft für die Treue. Das Foto oben links entstand zur Neueröffnung im März 2000.
Welch ein Unterschied zwischen den Gebäuden, in denen sich die Firma Elektro-Discount im Lauf der Jahre befand. Anfang der 90er Jahre handelte es um ein inzwischen abgerissenes Gebäude, das ehemalige Dietrichstift am Altmarkt, unansehnlich grauschwarz, heute um ein farbenfrohes Haus in der Marienstraße 25 in Meerane.
Jens Albustin erinnert sich im Gespräch mit dem Meeraner Blatt an die Anfänge. Er war damals 20, die beiden anderen wenige Jahre älter. Und sie wollten sich unbedingt selbständig machen. Auf ihre Nachfragen bei der Stadt gab es lange Zeit nur die lapidare Antwort – kein Bedarf. Endlich, Licht am Ende des Tunnels – der VEB Gebäudewirtschaft Meerane vermietete im Mai 1990 am Altmarkt 15, Parterre rechts (Eingang, 3 Verkaufsräume, 1 Büroraum, 1 Abstellraum, 1 WC) als Industrieladen für 139,10 M monatlich. Die Gewerbeanmeldung datiert auf den 11. Juni 1990 – den Start der Firma Elektro-Discount GbR Meerane. Die moderne Fernseh-/UKW-Antenne wirkte sicher an dem Gemäuer wie aus der Zeit gefallen. Insgesamt 6 Bestimmungen führte VEB Gebäudewirtschaft im Zusammenhang mit der Genehmigung auf.
Wie sich zur Eröffnung herausstellte, gab es für das Geschäft im Juni 1990 offenbar ausreichend Bedarf, wartete doch schon eine Schlange von Interessenten vor dem Haus. Ein Foto davon existiert zwar nicht, aber die kleine Chronik zeigt das erste Domizil am Altmarkt und das Angebot. Übrigens wurden ab August 1991 an Miete 694,80 DM monatlich fällig. Uwe Weyh, Bernd Kaufmann und Jens Albustin erhielten Starthilfe durch die Firma Elektro-Jansky GmbH aus Rehau, standen aber nach rund einem Jahr auf eigenen Beinen und erwarben sich in Meerane durch ein reichhaltiges Angebot und verlässlichen Service einen guten Namen.

Das änderte sich auch nicht nach dem Umzug ins Zentrum der Stadt im März 2000 in die einst von der Sparkasse genutzten Räume direkt neben dem Alten Rathaus. Rund 120 Quadratmeter stehen zur Verfügung für Verkaufsraum, Werkstatt, Büro. „Wir haben viele Stammkunden, Leute kommen beispielsweise auch aus Crimmitschau und Waldenburg. Wir liefern den Fernsehapparat nicht nur, wir richten ihn ein, reparieren im Falle des Falles, nicht anders beispielweise den Geschirrpüler.“ Wer sich im Laden umsieht, findet rund ums Elektrische quasi alles - von der Gühbirne über Taschenlampe, Kaffeemaschine, Bügeleisen, Staubsauger und und und. Natürlich nach wie vor freundliche und kompetente Beratung. Auch besondere Einbauten stehen zu Buche. Wer sich beim Zahnarzt Dr. Bauer in der Chemnitzer Straße behandeln lässt, den lenken richtig große Fernseher an der Decke und der Wand ab.
Einen schönen Blick durch die Marienstraße in Richtung Martinskirche hat man aus dem Schaufenster, allerdings nicht mehr über die Figur der Marktfrau, die wegen Vandalismus ins Museum umzog. Den vor Jahren abgeschlagenen Kopf hatte übrigens der Sohn von Jens Albustin ganz in der Nähe in einem Gebüsch gefunden. Was weitere Geschäfte in der Marienstraße selbst betrifft, so gibt es leider aktuell wieder mehr leere Schaufenster. Die drei Geschäftsinhaber von Elektro-Discount GbR Meerane aber bleiben weiterhin optimistisch. 30 Jahre – sind das 30 Jahre nur Harmonie? Jens Albustin lacht, das klappt schon mit uns. jw.

Geschäft im Juni 1990 am Altmarkt, im Jahr 2000 Umzug in die ehemaligen Sparkasse am Markt

Herbert Augsten wurde 90
Ein Fotograf sieht mehr und hält Momente fest, die oft unwiederbringlich sind. Er ist ein Chronist. Und wenn einer seit 1947 in der Stadt lebt, und das vom Vater übernommene Geschäft längst an seine Söhne weitergegeben hat, wird das Archiv für die Stadt und ihre Bewohner zur Fundgrube. Herbert Augsten ist mit Meerane verwachsen. Zu seinen Fotos gehören Geschichten, die bis in die alte Heimat in Heindorf (jetzt CZ) zurückreichen. Eingebettet in seine große Familie möge er noch lange so rüstig bleiben. Das wünscht das MB!


Was wird aus dem Jazzkonzert mit hot and blue am 4. Juli in Ponitz?

Karikatur von Arthur Mende, Meerane 1987

Es ist Corona-Zeit

Konzertveranstaltungen innerhalb geschlossener Räume sind unter den bis zum Redaktionsschluss bekannten Vorgaben sehr kompliziert.
Wir werden in Absprache mit dem Förderkreis des Ponitzer Schosses
nach einem späteren Termin suchen.

 

 

 

 

 


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