Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.136 - 27. Januar 2020

 

Foto: Sächsische Staatskanzlei

 

Unter diesem Motto hatte der Ministerpräsident Michael Kretschmer am 10. Januar 2020 zur Neujahrsbegegnung in das Deutsche Hygiene Museum Dresden eingeladen.

Hier trafen sich zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft  zum Jahresauftakt.

In seiner Rede über das Erreichte und die künftigen Ziele in und für unser Sachsen stellte Michael Kretschmer die Kraft der Gemeinsamkeit in den Mittelpunkt. Diese Gemeinsamkeit bezog er nicht nur auf unsere sächsischen Traditionen, sondern auch auf die jüngere Zeit nach 1990, in der Fachleute in Verwaltung und Wirtschaft aus den alten Bundesländern uns in die neuen Bedingungen des wiedervereinigte Deutschlands begleiteten. Dafür bedankte er sich ausdrücklich. Viele von ihnen seien in den 30 Jahren bei uns verwurzelt. Am Ende seiner Rede holte Michael Kretschmar seine Minister auf die Bühne, bevor sich die Kabinettsmitglieder auf sechs Podien zu Gesprächen mit den Gästen verteilten.

Dann übergab ich dem Ministerpräsident persönlich eine Dokumentation zum Abschluss der Sanierung unserer Neuen Friedhofshalle, die der Freistaat Sachsen mit über 400.000 € aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz förderte. Informationen zu der in diesem Jahr bevorstehenden Sanierung der Alten Kapelle, zu der die Förderanträge in Dresden liegen, hatte ich der Dokumentationsmappe beigefügt.    Dr.Peter Ohl


Der Förderkreis Friedhof Meerane e. V. informiert
Ein Rundschreiben zum Jahreswechsel nicht nur an unsere Mitglieder

Liebe Mitglieder, Förderer und interessierte Bürger, sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem Januar 2020 beginnen wir unser 10. Vereinsjahr. Die Gründung am 25. Mai 2011 erfolgte auf Initiative von unserem damaligen Pfarrer Dr. Martin Teubner, um den Friedhof insgesamt, besonders aber den Erhalt der Neue Friedhofshalle bei der anstehenden Sanierung im Vorfeld ihres 100-jährigen Jubiläums 2014 zu unterstützen. 2019 konnte die Sanierung nach fünfjähriger Bauzeit abgeschlossen werden.
Für Planung und Baubetreuung fand die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Martin Meerane im Architekturbüro Scholz einen idealen Partner, begleitet von unserem Förderkreis.
Das von ihm geknüpfte Netzwerk, in dem die Bürgerschaft die Hauptrolle spielt, kann bis heute als Katalysator der Sanierung betrachtet werden. Unser Friedhof hat mit dem öffentlichen Bemühen um die Architektur unserer Vorfahren unbewusst einen Prozess der Rückbesinnung auf unsere kulturelle Entwicklung in Gang gesetzt. Man sieht das vollendete Werk und spürt dabei eine besondere Art des Zusammengehörigkeitsgefühls der Friedhofsbesucher untereinander und mit ihren Verstorbenen.
Die Bürger haben zusammen mit den Fördermittelgebern vom Freistaat Sachsen, der Deutschen Bundesregierung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz dazu beigetragen, dass alte Architektur und Handwerkskunst mit unserer Neuen Friedhofshalle erhalten und weitergetragen werden konnte. Ihre Spenden, ob klein oder groß, können die Bürger in dem wieder strahlenden  Bau vor ihrem geistigen Auge sehen. Ganz erstaunlich ist es, dass das Interesse der Bürger, wie aus den Spendeneingängen ersichtlich, bis heute anhält.
Die Sanierung der Neuen Friedhofshalle haben wir weitgehend gemeinsam geschafft.
Darauf können wir stolz sein.
Nach dem gleichen Rezept soll nun die Alte Kapelle in einen guten Zustand versetzt werden, um sie, sinnvoll eingerichtet, ganzjährig variabel nutzbar zu machen.
Die Förderanträge bei Land, Bund und Deutscher Stiftung Denkmalschutz sind gestellt.
Der Förderkreis setzt die Spendenaktion mit den Bürgern und Firmen fort, um die für den Erhalt der Fördermittel notwendigen Eigenmittel des Friedhofs aufzustocken.

Gehen wir gemeinsam begleitet von guten Wünschen mit Zuversicht in das neue Jahr.

Mit herzlichen Grüßen auch im Namen unseres Vorstandes


Fortsetzung der Spenderliste von Spende 1757 – 1783 (bis Jahresende 2019)

Ursula Schiefer, Astrit Sommer, Wolfgang und Birgit Werner, Werner und Marga Krüger, Joachim und Gisa Krämer, Jürgen und Cornelia Drechsel (Glauchau), Reinhard und Gabriele Mißler, Christa Schendel, Juliane Weiss, Gisela Drewelow, Andreas und Barbara Schmidt, Dieter und Ursula Hauschild, Dr. Dietmar Kurth, Dipl. Med. Robert Walter, Dipl. Med. Annelie Walter, Stefan und Margrit Profe, Dietrich Lehmann, Hans-Joachim und Maria Werner, Johanna Linke, Monika Stephan, DM Annelie Walter, Dr. Bodo und Inge Ueberfeld, Frank Sommerschuh, Christian und Maria (postum) Weinberg, Dr. Klaus und Bärbel Schiller (Glauchau), Petra Drescher. ENDE des Jahres 2019

Die Summe aus 1783 Spenden von 2011 bis 2019 beträgt 184.174 €

Ab Anfang 2020 steht nun die Sanierung Alte Kapelle im Mittelpunkt

Fortsetzung der Spenderliste von Spende 1784 – 1789 (ab Jahresanfang 2020)

Horst und Isolde Ranft, ein nicht genannter Spender, Brigitte Wrobel, Mirko Och, Horst Willig

Spendensumme: 184.417 €Allen Spendern sei herzlich gedankt!

Konto für Ihre Spende: Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Sparkasse Chemnitz, IBAN: DE02 87050000 0710 0110 91 BIC: CHEKDE81XXX Zweck: Friedhofshalle.
Vorbereitete Formulare liegen in der Friedhofsverwaltung, im Pfarramt und in der Sparkasse. Der Verein ist anerkannt gemeinnützig. St. Nr. 227/141/07376, FA Zwickau, Bescheid vom 06.12.2018.

Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Vorsitzender: Dr. med. Peter Ohl, Bürgermeister a. D., Moeschlerweg 1a, 08393 Meerane, 
Tel. 03764 / 3959, Fax  03764 / 796764,  e-mail:  foerderkreis-friedhof-meerane@enviatel.net
Stellv. Vorsitzende: Dipl.-Ing. Elisabeth Scholz, Kirchenvorstand; Schatzmeister: Holger Köhler,
Sparkasse; Juristischer Berater: Dirk Noack, Rechtsanwalt;  Schriftführer: Uwe Horn, Friedhofsverwalter


Kommentar zur Randnotiz von Peter Ohl

Vor gut 90 Jahren fing es in Deutschland ähnlich an. Dass solche Auftritte bald die Demokratie gefährden würden, glaubten wenige. Aber die Lauten wurden lauter und die Leisen leiser.
Der Nationalsozialismus erfasste alle Bereiche des Lebens. Was mit Pöbeln begann, fand Mitläufer in allen Schichten. Gegner und Juden kamen ins KZ, wo viele tausende von ihnen umgebracht wurden. Auschwitz, das vor 75 Jahren befreit wurde, muss in der Erinnerung verankert bleiben. Es darf sich nie, auch nicht in Ansätzen wiederholen können.

Heute steht dafür das Grundgesetz. Es schütz die Freiheit und Menschenwürde.

Dazu gehört auch die Würde der Polizisten! Ein Missbrauch der Freiheiten durch üble Pöbeleien und Gewalt von rechts und links ist nicht hinnehmbar.

So lange in den Medien der Täterschutz über den Opferschutz geht, bleibt die Anonymität in der Gruppe das höchste Gut für die Täter, weil sie ihre Feigheit verbirgt.


Bürgerverein „Meerane 90“ – nur eine Vision (Quelle: Meeraner Blätter Nr. 8 ff.)

Am Silvesterabend 1989 wurde in der Wohnung von dipl. med. Annelie Walter die Idee für die Gründung eines Meeraner Bürgervereins geboren. Den Anstoß dazu gaben Freunde aus Westberlin, darunter die aus Meerane stammende Andrea Schneider.
Für das Meeraner Blatt Nr. 8 wurde ein Aufruf formuliert, der am 5. Januar 1990 erschien:

„Unter weitgehender Nutzung bestehender Gesetz und in Erwartung besserer gründen wir einen Verein zur allgemeinen, insbesondere wirtschaftlichen Gesundung unserer Stadt. Mitglieder werden Meeraner, jetzige und ehemalige…“

Was tat sich danach?
Am 18. Januar 1990 trafen sich im Wartezimmer der Arztpraxis II auf Einladung von Dr. Peter Ohl Meeraner Geschäftsleute, die Herren Gottfried Kahnt, Paul Richtsteiger und Wolfgang Sommer, weiterhin als Baufachleute Frau Elisabeth Scholz, Diplomarchitekt und Herr Klaus-Dietmar Hessel. Als juristischer Berater wurde Notar Dieter Heinze hinzugezogen.
Es wurde abgesprochen, eine Koordinierungsgruppe zu bilden. Für die Vereinsgründung vermittelte Andrea Schneider eine Anwältin in Westberlin, die bei der Formulierung der Satzung half.
Um der Stadt wieder auf die Beine zu helfen, ging es zunächst um eine Bestandsaufnahme bei den Handwerkern und Kleinbetrieben. Ein Fragebogen wurde entwickelt und nach Hinweisen von Glasermeister Reinhard Mißler optimiert.
Parallel entstanden über den gewachsenen Leserkreis vom MB zunehmend Kontakte zu ehemaligen Meeranern im Westen und damit ein reger Briefverkehr mit Hilfsangeboten, der von Heidi Ohl bearbeitet wurde.
Am 21. April 1990 fand die Gründungsversammlung des Meeraner Bürgervereins im Meeraner Schützenhaus statt. Bis dahin zählte der Verein bereits 101 Mitglieder. Der Gründungsvorstand wurde bestätigt und elf Arbeitsgruppen gebildet.
Vorsitzender: Gottfried Kahnt, Stellvertreter: Wolfgang Sommer, Geschäftsführer: Paul Richtsteiger, Schatzmeister: Bernd Lehmann, Schriftführer: Heidi Ohl, Beisitzer für juristische Fragen: Dieter Heinze, Beisitzer für Organisation: Dr. Peter Ohl.
Die bereits bewährte Kommunikation zwischen dem Meeraner Blatt und dem Meeraner Bürgerverein mündete bald in der Übernahme der Herausgeberschaft für das Blatt durch den Bürgerverein, ab Juni 1990 in Verbindung mit dem Amtsblatt der Stadt bis 2002.
Heute sind im Meeraner Bürgerverein noch aktiv: die Chronisten, der Bürgervereinschor Meracante, die Radwandergruppe und die Wandergruppe.

1991
Der Meeraner Bürgerverein lud über das MEERANER BLATT Nr. 58 zu einem gemeinsamen Start in das neue Jahr 1991 ein. Der Treff zur Neujahrswanderung war 14.00 Uhr am Gasthof Schwanefeld. 70 junge und alte Meeraner wanderten in kleinen Grüppchen über Ponitz nach Gosel wo sie mit Glühwein empfangen wurden. Über Waldsachsen ging es wieder zurück nach Meerane. Diese Tradition lebt bis heute mit der nun 30. Neujahrswanderung am 1.1.2020! –o–


Erinnerungen an eine Ausstellung von Johannes Rothe im Jahr 2013

Die Personalausstellung im Meeraner Heimatmuseum hat vielen Freude bereitet.
Neben ausdrucksvollen Portraits, heimischen Dorflandschaften und grafischen Werken waren es die Entwürfe  von Johannes Rothe zu Farbgebung und Fassadengestaltungen der Straßenfronten im Zentrum der Stadt und an der Steilen Wand. Sie konnten nicht umgesetzt werden. Doch ihr musealer Wert bleibt  für spätere Generationen bewahrt. Mit diesen Ansichten, kombiniert mit alten Stadtplänen und Fotografien kann man ermessen, was das Heimatgefühl der Meeraner über die Jahrhunderte ausmachte.

Heimat ist auch Wiedererkennen. Defizite lassen die Bindungen lockern. Auch das kann die Entwicklung der Einwohnerzahlen beeinflussen.
Rothes Gestaltungsvorschlag aus dem Jahr 1994 für den Teichplatz mit der Treppe, gerahmt vom Gambrinus und der aufgewerteten Unteren Mühlgasse Nr. 11a, bedeutet auch eine Veränderung. Hier wurde der öffentliche Raum aufgewertet und gekrönt mit dem nun freien Blick zur Kirche, zu der die Treppe hinauf führt, ohne sich optisch vorzudrängen.

Als gestaltender Künstler mit tiefer Verwurzelung in der Region schuf Johannes Rothe über Jahrzehnte vieles, was Bestand hat. Geschöpft hat er aus seinem bis zuletzt großen Interesse am öffentlichen Geschehen in der Stadt- und Kirchgemeinde. Eine Gesamtschau seines Schaffens wird einer späteren Ausstellung vorbehalten sein.


Am 3. Januar 2020 ist Johannes Rothe kurz vor seinem 93. Geburtstag gestorben.

Seiner Familie gilt unsere herzliche Anteilnahme.

Förderkreis Friedhof Meerane     Redaktion Meeraner Blatt
Dr. med. Peter Ohl


Erinnerung an den Maler Alexander Koch

Vor 10 Jahren, am 17. Januar 2010 starb Alexander Koch 85. Lebensjahr. Die Verbindung zu seiner Heimatstadt Meerane blieb eng auch nach seiner Flucht in den Westen in die Gegend von Hannover. Als Maler war er sehr produktiv. Vielfach fand er seine Motive in der Natur und seiner Lebensumwelt. Viele seiner Bilder sind in Privatbesitz, andere im Museum in Bad Münder, wie das von der Frauenkirche. Das Bild vom verhüllten Meeraner Rathaus malte er 1995. Zu dieser Zeit war unser Rathaus wegen Bauarbeiten ebenso verhüllt wie der Berliner Reichstag vom Ehepaar Christo.
Mit seiner Witwe, Frau Izabela Koch, steht das Meeraner Blatt, nicht zuletzt durch viele Bilder, weiter in Verbindung. Gemeinsam wollen wir an Alexander Koch erinnern. H. u. P. Ohl


Konzert mit der hot and blue jazzband in der Galerie „ART IN“
am 7. Februar, 19.00 Uhr

Früher befand sich die Galerie ART IN noch auf der rechten Seite der Meeraner Marienstraße, heute ist sie im Kunsthaus am Markt untergebracht. Damals zum Konzert am 22. März 1996 saß Hans-Peter Uhlig am Klavier, am Schlagzeug Rainer Kleeberg und das Basssaxophon bließ Klaus Emil Scheffel.
Rechts die heutige Besetzung, von links: Volkmar Hesse (cl), Klaus Kirst (ld. tb, voc), Herny Richter (dr), Götz Methfessel (ss,cl), Peter Ohl (bj), Wolfgang Schmidt (tuba)

Die Band 1996Foto: H.-J. Illing
Die Band heuteFoto: Sylke Kirst

Vorankündigung: Zum Muttertag, am 10. Mai 2020 wird der Bürgervereinschor Meracante ein Frühlingskonzert in der Friedhofshalle geben


Der Hund ist unschuldig
Andreas Block von der  Stadttechnik musste die vollen Hundebeutel, die achtlos in das Gebüsch an der Schönberger Straße geworfen wurden, mühsam aufsammeln.



Foto: Andreas Kretschel


So begrüßten Meeraner das neue Jahrzehnt 2020Foto: Bernd Zenker

Und am 2. Januar stand auf der Lokalseite der Freien Presse ein großer Beitrag:

Die Leser der Freien Presse haben Udo Friedrich aus Meerane zum Westsachsen des Jahres 2019 gewählt:

Udo Friedrich ist ein Sachse durch und durch. Für ihn ist Sachsen bunt. Hier gibt es viele Menschen, die er mag. Er sieht sich als kleinen Teil der Gemeinschaft und engagiert sich seit Jahren für Toleranz, Nächstenliebe und Solidarität. Wenn sein Traktor frühmorgens am Wochenende durch die Stadt tuckert, ist er wieder unterwegs zu Hilfsaktionen für Familien, die in Deutschland Schutz suchen oder um Geld zu sammeln für soziale Projekte. Neben seiner Arbeit bei VW sitzt er zudem im Stadtrat für die Freien Wähler. Udo ist Spitze!
Unseren Glückwunsch zu dieser Auszeichnung, die sein Engagement öffentlich würdigt. mb


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TON & KORN

Ponitz hat wieder einen Lebensmittelladen mit regionalen Bioprodukten.
Näheres unter www.ton-und-korn.de

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