Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.131 - 20. August 2019

LANDTAGSWAHL IN SACHSEN AM 1. SEPTEMBER 2019

Die Demokratie ist eine ständige Aufgaben für alle


„Demokratien funktionieren dort am besten wo, die Verfassung durch demokratische Normen unterfüttert ist. Zwei grundlegende Normen, die wir für selbstverständlich halten, sind: gegenseitige Achtung oder, anders ausgedrückt, das Einvernehmen darüber, dass konkurrierende Parteien einander als legitime Rivalen betrachten, und Zurückhaltung üben.“  Zitat von E. B. Whithe


Meeraner Friedensnägel für Michael Kretschmer und Ines Springer

Am 5. August 2019 besuchten Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und die Landtagsabgeordnete Ines Springer (CDU) den Meeraner Friedhof, um das Ergebnis nach Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Neuen Friedhofshalle zu betrachten.

Übergabe der Friedensnägel an Michael Kretschmer (links) und Ines Springer (Mitte).
Rechtes Foto: Drei Landtagskandidaten im Gespräch: Kretschmer und Springer, beide CDU,
im Gespräch mit Matthias Ulbricht, Freie Wähler. Foto li. u. r.: Heidi Ohl, Mitte: Büro Springer

Zur Sanierung der Halle haben Landtagsbeschlüsse über 405.000 € Fördermittel aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege des Freistaates Sachsen beigetragen. In Würdigung dieser Hilfe konnten M. Kretschmer  und I. Springer je einen von Schmiedemeister Günter Oertel aus Blankenhain gefertigten und mit ihren Monogrammen versehenen Friedensnagel erwerben. Für Michael Kretschmer war es auch die Anerkennung seines Einsatzes für unser Land Sachsen.
In seiner Laudatio unterstrich der Ministerpräsident vor den anwesenden Gästen das gewaltige Engagement der Bürgerschaft für den Erhalt der Neuen Friedhofshalle und die Freude am gemeinsam Geschaffenen. Insbesondere betonte er die Bedeutung für das Handwerk, von den Vorfahren Übernommenes zu erhalten und an die nächsten Generationen weiterzugeben.  –o–

Foto: Sebastian Brückner

Der Zwickauer Bundestagsabgeordneter Carsten Körber (CDU) schmiedete seinen Nagel bereits am
2. Juli 2019 mit Meister Oertel zur Dankveranstaltung
für die Handwerker, die Förderer und die Bürgerschaft.

Körber: „Als Bundestagsabgeordneter freut es mich besonders, wenn man neben den ganzen Zahlen auf Papier auch das Ergebnis bewundern darf. Und wenn ich daran denke, dass hier im Februar 2019 noch ein Bagger in der Trauerhalle stand, bin ich schon sehr beeindruckt, wie es heute hier aussieht.“

Die Aktion „Schmieden für den Frieden“ wurde 2005 von Schmiedemeister Alfred Bullermann (rechts) und Schauspieler Heinz Hönig (Mitte) begründet. Sie fertigten Nägel aus dem Eisen alter Kanonenrohren als Symbol dafür, dass man den Frieden erhalten muss. Zu dieser weltweiten Kooperation der Schmiede gehört auch Meister Günter Oertel aus Blankenhain (2. v. l.). Am 2. Juli fertigte er an Amboß und Schmiedefeuer vor der Neuen Friedhofshalle die Meeraner Friedensnägel.


Küchentischgespräch mit Martin Dulig und Petra Köpping in Glauchau

Ministerin Petra Köpping
Landtagskandidat Felix Beyer
Moderatorin Rasha Nasr
Minister Martin Dulig
Fotos: Team Dulig

KÜCHENTISCHREGELN Wenn ich etwas sagen will, nehme ich am Küchentisch Platz – Ich rufe von außen nicht dazwischen – Es redet immer nur einer – Ich lasse andere ausreden – Ich fasse mich kurz – Ich bleibe sachlich und respektvoll – Ich beleidige nicht – Am Küchentisch trinke ich keinen Alkohol.
 
Am 15. August machte die KÜCHENTISCHTOUR von Martin Dulig (SPD) im Deutschen Haus am Glauchauer Markt Station. Über zwei Stunden liefen die Diskussionen am Tisch. Themen waren u. a. eine soziale, umweltgerechte Klimapolitik beim Kohleausstieg, ein längeres gemeinsames Lernen in den sächsischen Schulen und deren Digitalisierung, der Radwegausbau, die zu langen Bearbeitungszeiten der Verwaltungen, aber auch, dass die Koalition von SPD und CDU in Sachsen vieles auf den Weg gebracht hat.
Fazit Dulig: „Es war ein sehr konstruktives Gespräch.“ –o–


Tag des offenen Denkmals 2019 auf dem Meeraner Friedhof
Bundesweit koordiniert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

7. September, Samstag, Alte Kapelle
14:00 Uhr Friedhofsführung  mit Mirko Och, Treffpunkt an der Alten Kapelle
14:30 Uhr öffnet das “Café zur Alten Kapelle”

Ausstellungen vom 7. September (bis 9. November)
Umgang Neue Halle: “Was bleibt?”Eine Fotoausstellung  über Friedhöfe und Bestattungsrituale in aller Welt von Frank Kaessner, Berlin
Alte Kapelle: “Meerane im Umbruch”von Peter Ohl

8. September, Sonntag, Neue Friedhofshalle
10:00 Uhr  Gottesdienst in der der Neuen Friedhofshalle mit Pfarrerin Birgit Birkner

12:00 Uhr  kleine Mittagsversorgung am “Café zur Alten Kapelle”

14:00 Uhr Auftakt an der Neuen Friedhofshalle mit Friedhofsverwalter Uwe Horn  
-  musikalische Umrahmung: Posaunenchor und Bläserquartett der Musikschule        
- Führungen mit Architektin Elisabeth Scholz
-  Angebot von Festschriften, signierten Meeraner Friedensnägeln und Schmuck aus Schiefer      - Informationsstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

17:00 Uhr in der Sankt Martinskirche, Festkonzert mit Karl Schäfer, Trompete und Matthias Eisenberg, Orgel

Ausgestaltung: Kirchgemeinde St. Martin, Friedhof Meerane und Förderkreis Friedhof Meerane

 

Der Förderkreis Friedhof Meerane e. V. informiert
„Der Blick geht nach vorn“

Nach dem feierlichen Abschluss der Hauptarbeiten an der Neuen Friedhofshalle am 2. Juli stehen noch weitere wichtige Arbeiten an, die nicht von Fördermitteln abgedeckt sind. Dazu gehören das Beleuchtungskonzept und die dringende Verbesserung der Akustik in der Halle.
Des Weiteren müssen der Innenhof und das Umfeld gestaltet werden. Für all das benötigt der Friedhof die weitere finanzielle Unterstützung der Bürger.
Auch Sachspenden helfen weiter:
Der OBI Bau- und Heimwerkermarkt übergab einen Textilbelag für den Mittelgang der Halle.
Der Elektro-Discount in der Marienstraße 25 spendete dazu den erforderlichen Staubsauger.
Beiden Firmen unseren herzlichen Dank!

Vor uns liegt der Tag des offenen Denkmals am 7. und 8. September. Programm: siehe oben.
Dort werden weitere 10 Friedensnägel von Schmiedemeister Oertel angeboten. Die Erwerber
können vor Ort ihr Monogramm in den Nagel einschlagen. Der Erlös (mindestens 30 € für einen kleinen, bzw. 50 € für einen großen Nagel) geht wieder in die Sanierung.

Am 9. November – ein denkwürdiges Datum findet die Jahresversammlung des Förderkreises Friedhof Meerane e. V. in der Neuen Friedhofshalle statt. Dort wird beraten, wie im kommenden Jahr die Fortsetzung der Sanierung der Alten Kapelle vom Verein unterstützt werden kann.
Im Anschluss Finisage der Ausstellung  „Meerane im Umbruch“  in der Alten Kapelle.  –o–

Fortsetzung der Spenderliste von Spende 1687- 1702

Christa Schendel, Christel Frommelt, Helga Arnold, Mechthild Winter, Gisela Wurzbacher, Manfred und Monika Höbald, Elfriede Weigelt, Heinz und Ingrid Kalbe, Ruth und Siegfried Götz + (Schlattingen, Schweiz), Marita Richtsteiger, RUCKS Maschinenbau GmbH (Glauchau), Andrea und Wolfram Illgen, Jürgen und Annelie Hofmann, Christoph Lorenz, Hans-Werner Grotefendt (Lörrach), Hannelore Töpel

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung der Hallensanierung!
Bisherige Spendensumme 177.593 €
Stand 14. August 2019

Konto für Ihre Spende: Förderkreis Friedhof Meerane e. V.  Sparkasse Chemnitz, IBAN: DE02 87050000 0710 0110 91 BIC: CHEKDE81XXX Zweck: Friedhofshalle.
Vorbereitete Formulare liegen in der Friedhofsverwaltung, im Pfarramt und in der Sparkasse. Der Verein ist anerkannt gemeinnützig. St. Nr. 227/141/07376, FA Zwickau, Bescheid vom 06.12.2018.


hot and blue jazzband läd ein zum
jenaer jazzmeeting No. VI
 
Weihertalmühle, 07646 Quirla/Möckern, Zum Weihertal 13

21. Sept. 2019 ab 16.00 Uhr Konzert mit Gästen
22. Sept. 2019 ab 11.00 Uhr Jazzbrunch
 
Eintritt frei

Die Weihertalmühle bei Stadtroda war in den 1950er / 60er Jahren ein beliebter Treffpunkt Jenaer Jazzmusiker um den Klarinettisten Klaus Schneider.
Die hot and blue jazz band möchte mit dieser Veranstaltung an zurückliegende Ereignisse erinnern und damit gleichzeitig eine Tradition fortsetzen. Klaus Kirst


Versuch eines Nachrufs für Waltraud Weber

geb.16.09.1929 –– gest. 25.02.2019

Es ist nicht selbstverständlich, dass man im Alter von 42 Jahren immer noch in jedem Jahr am Tag seines Geburtstags einen Glückwunschbrief seiner ehemaligen Flötenlehrerin im Briefkasten vorfindet.

Und doch war das so.
Wenn viele andere im Laufe der Jahre diesen Tag vergessen hatten, mit einem Brief von Frl. Weber, verpackt in einem vergilbten A6 Umschlag, mit bunten Blümchen und Schmetterlingsaufklebern versehen, die nicht weniger jung waren als man selbst, konnte ich immer rechnen. Im Brief befanden sich dann meist durchnummerierte Postkarten mit Motiven, die alle noch die Signatur des VEB trugen. Dazwischen legte sie oft Zeitungsausschnitte mit Witzen.
Mein Geburtstag ist am 5.März. Als ich in diesem Jahr keinen Brief fand, war ich nicht enttäuscht, sondern besorgt und rief sogleich meine Eltern an. 
Den Einwand meiner Mutter „ Christiane, sie sieht doch kaum noch etwas“, wollte ich nicht gelten lassen. Es stimmt, in den letzten Jahren wurde die schöne Schnörkelschrift, die meine Übungshefte der Kinderzeit füllte, zu einer Druckschrift, bei der der Abstand zwischen den einzelnen Buchstaben jedes Jahr größer wurde. Aber, selbst wenn sie nur noch fähig gewesen wäre, jeweils einen Buchstaben auf eine A6 Karte zu setzen, der Glückwunsch wäre angekommen.
So war sie, das Frl. Weber, die ich seit meinem 5. Lebensjahr kannte und die viele Kinder wie mir, noch bevor sie lesen und schreiben konnten, mit der Sprache der Musik vertraut gemacht hatte.
Dass man als Kind dann dabei blieb, war mehr der Hartnäckigkeit der Eltern zu verdanken, denn einer älteren Dame mit Dutt, die 5-Jährige dazu bringt, vor 20 anderen Kindern und deren Eltern ihren Namen zu singen und dabei einen Knicks zu machen, war schon außergewöhnlich und eine Herausforderung für eine kleine Kinderseele.
Eine Herausforderung waren dann auch die darauffolgenden 12 Jahre, in denen sie mich bis zum Oberstufenabschluss im Fach Flöte brachte.

Ihr persönlicher Anspruch an uns Schüler war oft erschreckend hoch und Lob gab es selten. Dafür aber von vielen anderen, die erkannten, dass Frl. Weber das Beste aus uns herausholte. Aber sie hatte auch Sinn für Spiel und Spass. Ich erinnere mich an die selbst gebastelten Eichelkreisel, die wir über den Flügel flitzen ließen oder wie einmal beim Abendessen 5 Weingläser exakt auf einen Dreiklang gestimmt wurden und musiziert wurde.
Foto von links: Frl. Weber, Ulrike Gattel, Christiane Illing

Ihr Leben waren die Musik, ihre Schüler und die Natur.
Danke, Fräulein Weber!

Ich mache auch heute noch Musik, mit etwas weniger Anspruch, was mich in Gedanken an Sie, was Sie dazu sagen würden, regelmäßig zum Schmunzeln bringt.

Ihre Christiane.


Zur Urnenbeisetzung auf dem Meeraner Friedhof am 2. August 2019 würdigte eine große Gruppe von Freunden ihre Bedeutung für die jahrzehntelange musische Ausbildung vieler Meeraner Kinder.


Buchempfehlung

Steven Levitsky / Daniel Ziblatt, „WIE DEMOKRATIEN STERBEN“  Und was wir dagegen tun können, Deutsche Verlagsanstalt, 2018,320 Seiten, 14 €, ISBN 978-3-421-04810-3
„Öffentliche Entrüstung gibt es im Übermaß – doch was wir dringend brauchen, ist eine nüchterne, klare Einschätzung der aktuellen Lage.“ THE WASHINGTON POST

FRANK BÖSCH, Zeitenwende 1979, Als die Welt von heute begann, Verlag C. H. Beck,
512 Seiten, 28 €, ISBN 978-3- 406 -733086
Frank Bösch schildert in seinem brillanten Panorama, wie die von Ereignisse 1979 die Weltgeschichte bis heute beeinflussen (Chinas Aufstieg, sowjetischer Afghanistan Einmarsch, Iranische Revolution, Papstbesuch in Polen, Margaret Thatcher …)

In der Buchhandlung Goercke am Markt 1 bestellen,  Tel. 4673, morgen abholen.


Rückblick

20 Jahre Landesverband Freie Wähler Sachsen e. V.
Festveranstaltung im Kirchgemeindehaus Meerane am 3. November 2012
Bericht und Fotos von Dr. med. Peter Ohl, Ehrenvorsitzender der Freien Wähler e. V. in  Sachsen und Meerane
– Auszug aus dem MEERANER BLATT Nr. 72, vom 15.11.2012

Unter den Gratulanten:
Die Festsitzung
Michael Kretschmer
CDU Generalsekretär
Martin Dulig
Vors. sächs. SPD

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