Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.97 - 24. Dezember 2015

Virtuelle Ausgabe Nr. 97 (714) vom 24. Dezember 2015

Die Welt braucht doch Frieden

monatge

Fotomontage: Cuhle

Wir wissen zu wenig von einander

Aus diesem Grund besuchte ich durch Vermittlung von Udo Friedrich in der Adventszeit eine Flüchtlingsfamilie im Remser Weg. In ihrer Heimat Syrien herrscht Krieg, ihr Haus ist zerstört. Sie flüchteten aus Damaskus über die Türkei auf der Balkanroute, machten üble Erfahrungen insbesondere mit der Polizei in Ungarn, fanden dagegen gute Worte für die Hilfsbereitschaft der Deutschen Polizei und kamen über Bayern und Chemnitz zunächst in die Erstaufnahmeeinrichtung nach Heidenau. Dort erlebten sie die schweren Ausschreitungen der Asylgegner am Praktiker-Baumarkt am 22. August 2015. Dem Roten Kreuz verdankt die Familie, danach nicht in verschiedene Städte aufgeteilt worden zu sein. So kamen sie nach Meerane. Diesem ersten interessanten Gespräch in englischer Sprache, übersetzt von einem Freund, werden weitere folgen. Das wird dann zunehmend in Deutsch möglich sein. Unsere Sprache, bereits vermischt mit einigem Sächsischen erlernt der Sohn der Familie derzeit in Glauchau. Demonstrationen zum Thema „Asyl“, dagegen oder dafür, halte ich für völlig sinnlos, weil der einzelne Mensch mit seinem Schicksal dabei keine Rolle spielt.
Statt des (oft lauten) Meinungsaustauschs über die Asylanten sollte es um einen kultivierten Meinungsaustausch mit den Asylanten gehen. Sich kennen lernen baut Vorurteile ab. Ein einfacher Gruß auf der Straße oder im Haus kann der Anfang sein trotz der Sprachbarrieren.

Dass Meerane mit der geplanten Erstaufnahme in Seiferitz vor einer völlig neuen Herausforderung steht, ist unbestritten. Die Bundesregierung braucht hier die Kommunen und übernimmt damit aber die Verpflichtung, auftretende Probleme mit staatlichen Mitteln abzuwenden. Bürger, die selbst Gewalt anwenden, stehen neben dem deutschen Grundgesetz und schädigen das Ansehen unseres Landes. Peter Ohl

Zitat aus Spiegel online vom 14. 12, 15. Syrien befindet sich seit 2011 im Bürgerkrieg. Die Kämpfe zwischen Rebellen und den Truppen des Diktators Baschar al-Assad haben Schätzungen zufolge bislang mehr als 250.000 Menschen das Leben gekostet. Die Zustände im Land zwangen mehr als die Hälfte der rund 22 Millionen Syrer zur Flucht."Die Entführten werden meist in überfüllten Zellen unter entsetzlichen Bedingungen festgehalten", heißt es nun in dem knapp 70 Seiten langen Amnesty-Bericht. Viele sterben demnach an den Folgen von Folter und Krankheit oder werden ohne Prozess hingerichtet.


 

Auf der Sitzung des Stadtrates am 08. Dezember 2015 notiert

Sanierung der Stadthalle könnte 6,5 Millionen kosten

Obwohl mehr Besucherstühle als zu den vorangegangenen Sitzungen im Konferenzzimmer des Neuen Rathauses standen, reichten sie nicht und es wurde nachgebessert. Vor der eigentlichen Tagesordnung wurden junge Sportlerinnen und Sportler geehrt, die allerdings selbst nicht anwesend sein konnten. Thomas Sprunk (Kreissportbund Zwickau) überreichte im Namen des seit 4 Jahren bestehenden Fördervereins Nachwuchsleistungssport Schecks in Höhe von 150 € für Gina Biedermann, Eric Brauner, Janina Gallitzdörfer, Lars Killig, Daniel Kothe, Hanna und Marie Rothmund vom SV Motor Meerane (Hockey) und Laura Möckel vom Meeraner Pferdesport. Stefan Remus, Präsident von SV Motor Meerane, und Ute Feistel, Abteilungsleiterin Hockey, nahmen die Schecks entgegen. Seit 4 Jahren bestehe der Förderverein und auch die Kommune könne Mitglied werden, warb Thomas Sprunk im Interesse des Nachwuchssportes.

Zum Auftakt der Einwohnerfragestunde wies der Bürgermeister Lothar Ungerer auf Paragraf 44 Abs. 3 der Sächsischen Gemeindeordnung hin, wonach es allein um Gemeindeangelegenheiten gehen dürfe, politische Statements nicht gestattet sind und Rederecht nur Einwohner besitzen. Ein Bürger, dem das Verteilen von Unterlagen untersagt wurde, wollte wissen, wann, wo und von wem der Wettiner Platz als Flächendenkmal unter Schutz gestellt wurde. Dies sei 1992 gewesen, lautete die Antwort des Bürgermeisters. Den Fragesteller interessierte später noch, ob die Verursacher von Flurschäden zu Rechenschaft gezogen würden.
Eine schriftliche Antwort wurde einem Meeraner zugesagt, der sich bereits mehrfach in vorangegangenen Einwohnerfragestunden nach der Investpauschale im Bürgerheim Meerane erkundigt hatte und nicht zufrieden war mit dem Hinweis, dass es sich um ein Privatunternehmen handele und man daher keine Auskunft erteilen könne.
Frager Nummer 3 - ein Hausbesitzer vom Altmarkt, der monierte, dass weder sein Brief vom Mai an Klaus Pietsch (Untere Bauaufsicht), noch die E-Mail vom Oktober an den Bürgermeister und auch nicht der Brief, den er am 17.11.2015 im Bürgermeister-Büro abgegeben habe, beantwortet worden seien. Durch schlechte Sanierung nach Abriss eines Hauses in der Kirchgasse gehe sein Grundstück kaputt. Er habe dazu ein Gutachten anfertigen lassen. Klaus Pietsch gab sich überzeugt, dass eine Antwort bereits im Mai erfolgte. Die Stadt habe mit dem Abriss eine Ersatzvornahme durchgeführt, an den privaten Eigentümer komme man nicht ran. Dem Bürger wurde der gewünschte Vor-Ort-Termin in Aussicht gestellt.
Erhaltung eines denkmalgeschützten Gebäudes nannte sich die Informationsvorlage unter Tagesordnungspunkt 4. Bereits im April 2015 ging es um die Sanierung und künftige Nutzung der Stadthalle. Damals war nach intensiver Diskussion der Beschluss gefasst worden, dass die Verwaltung gemäß einem Antrag von Meeraner Bündnis, Freien Wählern, CDU und FDP bis September eine Kostenschätzung und Nutzungsvarianten vorlegen solle. Seit 2008 wurden 280 000 € investiert, erläuterte einleitend der Bürgermeister, für 2016 ist u. a. die Dachsanierung im Haushalt eingeplant. Für den Kegelverein gebe es eine feste vertragliche Bindung.
Der Pachtvertrag für die Gaststätte ende am 31.12.2017, es werde 2016 eine Ausschreibung geben.

Rund eine Stunde referierte dann detailreich Ralf Michel vom Bauplanungs- und Sachverständigenbüro List & Partner Meerane zur Bestandsituation, öffentlich-rechtlichen Bedingungen, Bauzustandsanalyse und Nutzungsvarianten. Das 1928 im Bauhausstil als Haus der Turngemeinde erbaute Haus, erfuhr 1964 als Karl-Liebknecht-Haus (Karlihaus) eine Nutzungsänderung als hauptsächlich Kulturstätte. 1992 erfolgte nach Modernisierung die Wiedereröffnung.

Hinsichtlich der Sanierung bestehe quasi an allen Ecken und Enden Handlungsbedarf: Dacheindeckung, Fenster (nur die bereits erneuerten in den Sälen seien in Ordnung), Westfassade, Teilunterkellerung, Türanlage (teilweise brandschutztechnische Mängel), Heizung, Haustechnik, Elektrotechnik und und und.… Ralf Michel konstatierte immer wieder trocken – technisch und moralisch verschlissen. Im Folgenden erläuterte er Sanierungs- und Nutzungsmöglichkeiten. Dabei ging es nicht zuletzt um den Werner-Bochmann-Saal, der dem Wunsch der Stadträte entsprechend vielfältiger nutzbar sein sollte nicht nur für Kultur, sondern auch für Sport-Aktivitäten. In dem Fall müsste die Schräge entfernt werden, damit Turnen, Tanzen und Kultur möglich wäre. Für Ballsportarten käme der Raum nicht infrage. Durch mobile Einbauten könne der Saal ähnlich wie jetzt genutzt werden. Verschiedene Möglichkeiten der Bestuhlung seien denkbar, so bei bestimmten Veranstaltungen die Aufstellung von Tischen. In Nutz- und Nebenflächen könnten als Abstellräume für Stühle und Geräte dienen. Die Vorschläge reichten u. a. von Erhalt der Empore bis zu deren Rückbau und die Verwendung einer Teleskoptribüne.

Aus den diversen Varianten und notwendigen Sanierungsmaßnahmen ergab sich schließlich die Kostenschätzung von 6,5 Millionen €. „Das Geld haben wir natürlich nicht“, sagte der Bürgermeister. Die Präsentation von List & Partner sei auch ohne Abstimmung mit dem Denkmalschutz erfolgt. Die kompletten Unterlagen der „sehr guten Bestandsaufnahme“, so der Bürgermeister, werden den Stadträten zugestellt, damit in den Fraktionen beraten und dann eine nächste Runde zum Thema stattfinden könne. Eine abgespeckte Variante werde es für die Bürger geben.

Nach diesem Tagesordnungspunkt verließ ein Großteil der Besucher die Stadtratssitzung, auf der dann Kämmerin Kerstin Eis zu Eckdaten des Haushaltsjahres 2016 informierte. Nach entsprechenden Beratungen könne der Haushält am 26. Januar bzw. am 01. März 2016 beschlossen werden. Im Zusammenhang mit der zu erwartenden Erhöhung der Kreisumlage sagte der Bürgermeister, als einzige Alternative könne diese über einen Kassenkredit finanziert werden.

Zum Tagesordnungspunkt Beteiligungsbericht 2014 wurde auf die Internetseite der Stadt Meerane verwiesen, wo der Beteiligungsbericht auf 51 Seiten nachzulesen ist. Zu den unmittelbaren Beteiligungen zählen Eigenbetriebe (Eigenbetrieb Meeraner Stadttechnik), Gesellschaften (Städtische Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Bürgerheim Meerane gGmbH, Stadtwerke Meerane GmbH), Genossenschaften (Westsächsische Wohnungsbaugenossenschaft eG Meerane) und Zweckverbände (Abwasserzweckverband Götzenthal, Regionaler Zweckverband Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau, Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen, Zweckverband Studieninstitut Kommunale Verwaltung Südsachsen), zu den mittelbaren Beteiligungen die Beteiligungen der Stadtwerke Meerane GmbH (Kom9 GmbH & Co. KG, Freiburg im Breisgau, SYNECO GmbH & Co. KG, München, CONERGOS GmbH & Co. KG, München, Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co.KG, München). jw.


Herzliche Gratulation zum 80. Geburtstag von Herrn Ralph Schmid, Ludwigsburg

schmidAm 26. 12. begeht Ralph Schmid seinen 80. Geburtstag.
Dazu gratuliert auch das Meeraner Blatt ganz herzlich mit vielen guten Wünschen. Ralph Schmid ist unseren Lesern durch seine kommunalpolitischen Beiträge bestens bekannt. Als Kreisverwaltungsdirektor brachte er schon 1990 seine Erfahrungen beim Aufbau der neuen Verwaltungsstrukturen in Sachsen ein. 2001 kam er als Beauftragter für Finanzwesen nach Meerane und behob mit einem strengen Sparprogramm die festgefahrene Haushaltsituation. Seitdem verfolgt er die positive Entwicklung unserer Stadt als guter Freund.
Foto: Henry Richter


Jahreskonzert des Blasmusikvereins Meerane

blasmusikvereinSamstag, 12.12.2015, 19.30 Uhr, die – bis auf den letzten Sitzplatz gefüllte- Stadthalle Meerane und das traditionelle „Jingle Bells“ der Bläserklasse 5 gab den Startschuss für das Jahreskonzert des Blasmusikvereins Meerane.

Nebenstehendes Foto fängt die Stimmung ein

 

 

 

 

Die Bläserkinder der Klassen 5 und 6 der Tännichtschule stellten sich mit einigen Musikstücken vor und wurden dann von den „Crazy Monkeys“ auf der Bühne abgelöst. Sie sind das Nachwuchsorchester des Blasmusikvereins und haben sich den Titel „Crazy Monkeys“ in diesem Jahr verdient, indem sie bei der Teilnahme an Wertungsspielen im Juni und Juli jeweils den ersten Platz belegten. 25 junge Musiker begeisterten das Publikum mit dem „Baby Elephant Walk“, Musik aus dem Film „Piraten der Karibik“, dem Stück „My secret Lovesong“ – mit den Solisten Marvin Korndörfer und Emilia Brudek- , einem Weihnachtslied und „Speedy Gonzales“. Tosender Applaus und „Zugabe“-Rufe zeigten, dass das junge Orchester unter der Leitung von Wolfgang Uhlig sein Publikum begeistern kann.
Mit „Stop the Cavalery“ und dem „Concerto d´Amore” begann nun das Stammorchester sein Konzert. Das wurde auch Zeit, denn neben der Bühne warteten kleine Kätzchen und Mäuse – die Minis vom Meeraner Tanzboden – ganz gespannt auf ihren Auftritt zu „Vielen Dank für die Blumen“. Auch die jungen Damen des Tanzbodens erfreuten das Publikum mit einem optischen Augenschmaus zu „Lord oft he Dance“. Abgerundet wurde der erste Teil des Programmes durch ein temperamentvolles lateinamerikanisches „Tico Tico“ der Saxophone des Orchesters und der „Borsicka-Polka“, bevor Udo Schnabel mit einem heiter-besinnlichen Meeraner Weihnachtsgedicht das Publikum und die Musiker in die Pause entließ.
Der zweite Teil startete mit einer Schlagzeugchoreografie von Udo Schnabel und Max Fischer zu dem Titel „Sing Sing Sing“.
Andreas Arlt und Julia Weiß rührten sicher so manchen Zuschauer zu Tränen mit ihrem Solostück „Say you, say me“, bevor Jakob Keller auf seiner Schreibmaschine zusammen mit dem Orchester mit dem Typewriter-Song einen musikalischen Gruß schreib. „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ sang Luise Mehl und begeisterte das Publikum ebenso wie Stefan Rauh mit seinem Solo-Baritonsaxophon im „Holiday Swing“. Mit der „South Rampert Street Parade“ und den Solisten Jakob, Karsten, Luise und Martin und einem weiteren Weihnachtslied verabschiedete sich das Orchester . Natürlich durften die „Alten Kameraden“ als Zugabe nicht fehlen.
Tosender Applaus und weitere vom Publikum geforderte Zugaben zeigten dem Blasmusikverein unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Uhlig und Steffen Bartel, dass sich die intensive Probenarbeit der letzten Monate gelohnt hat.
Durch das Programm führten in gewohnt witzig-charmanter Weise Udo Schnabel und Babette Mehl.

 

Förderkreis Friedhof Meerane e.V. informiert

 

logo Das Jahr 2015 geht zu Ende. Dank der Fördermittel über das Denkmalschutz-Sonderprogramm der Bundesregierung, des Freistaats Sachsen und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie Eigenmitteln des Friedhofs und ihrer Spenden konnte der erste Bauabschnitt an der Neuen Halle von 1914 für 254.000 € abgeschlossen werden. 2016 ist der zweite Bauabschnitt für 265.000 € geplant. Auch hierfür sind Ihre Spenden wieder von großer Bedeutung für die Bewilligung von Fördermitteln.

Auch an der Alten Halle von 1873 ist die Fortführung der Erhaltungsarbeiten 2016 vorgesehen. Der Förderkreis begleitet dieses Vorhaben tatkräftig, setzt aber hier noch keine Spendengelder ein.

Doch mit dem150-jährigen Jubiläum unseres Friedhofs im Jahr 2018 wächst dieser Kapelle eine besondere Bedeutung zu. Kenner und Interessierte der Geschichte unseres Friedhofs bitte ich, sich mit mir in Verbindung zu setzen (Ohl,Tel. 3959).

Am Friedhofsparkplatz, der auch ein Projekt des Förderkreises ist, steht die Pflanzung von Sträuchern und Bäumen zur Abgrenzung hin zum Feld bevor. Hinzu kommt ein Vogelturm auf Empfehlung des Kreisumweltamtes. Das gilt als landespflegerische Ersatzmaßnahme für einen Bau von Windkrafträdern bei Zwickau und ist damit für uns kostenlos.

 

friedhofshalle

Herzlichen Dank an Wiegand Sturm für diese schöne Innenaufnahme der Alten Halle.
Siehe auch Artikel von Michael Stellner in der Freien Presse vom 17.12. „Alte Meeraner Friedhofshalle wird zu neuem Schmuckstück“.

 

Post aus Berlin an den Förderkreis

 

brief körber

Für Interessierte zur Erinnerung an 2014/15

dachschiefer100 originale alte Dachschiefer der Friedhofshalle von 1914 als limitierte und nummerierte Sonderedition mit Gravur in Lasertechnik. Für 10 € pro Stück erhältlich in Meerane der Friedhofsverwaltung, im Pfarramt und in der Buchhandlung Goercke am Markt. Originalgröße ca. DIN A5

Fortsetzung der Spenderliste (651 - 663 ) Gesamtsumme 69.382 €

Irene Günther, Christel Frommelt, Uwe Hartfiel, Candida Berger (Aalen), Khac Dung Nguyen, Frank Sommerschuh, Robert Walter, Heidi und Dr. Peter Ohl, Arno und Dora Teubner, Hildegard Tautenhahn, Frank und Karin Preuss, Helga Päßler, Margot Eger (Coburg)

Herzlichen Dank allen Spendern! Vollständige Spenderliste, jetzt alphabetisch geordnet, im Schaukasten der Friedhofsverwaltung.

Spendenaufruf zum Jahreswechsel 2015/16

Mit jedem Euro können Sie helfen, ein bedeutendes Meeraner Denkmal zu erhalten.Firmen und steuerpflichtige Privatpersonen erhalten für ihre Spende umgehend die Bescheinigung § 10b EStG für das Finanzamt. (Ihre Adresse auf der Überweisung bitte nicht vergessen.)
Auch Zuwendungen aus größerem Vermögen sind möglich. Lassen Sie sich bitte von Ihrer Sparkasse oder Bank beraten.

Spendenkonto für Ihre Spende: Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Sparkasse Chemnitz, IBAN: DE02 87050000 0710 0110 91
Kennwort: Spende Friedhofshalle

Vorbereitete Überweisungsträger liegen in der Friedhofsverwaltung. Dr. Peter Ohl – Vorsitzender


Glauchaus Imker feiern 111-jähriges Bestehen – 2015 war ertragreiches Honigjahr

Der Imkerverein Glauchau und Umgebung e.V. blickt nunmehr auf eine 111-jährige Geschichte zurück und hat das Schnapszahl-Jubiläum am Freitagabend mit Ehrengästen gebührend gefeiert. Zum Auftakt ließ Schriftführer Mirko Hummel in einer Festrede die Vereinsgeschichte Revue passieren und hatte dabei manches Kuriosum parat. Etwa dass 1915 beschlossen wurde, für jedes Mitglied eine Maulbeerpflanze zu beschaffen, um eine Seidenraupenzucht in der Gegend anzustoßen und die Futtersituation für die Bienen zu verbessern. Oder die Übergabe von im Krieg erbeuteten Bienenvölkern an hiesige Imker. Und immer wieder spielten auch in der Vergangenheit ungünstige Witterungen den Imkern übel mit oder hatten sie mit Bienenkrankheiten und massenhaftem Bienensterben etwa durch Industrieabgase zu kämpfen.
Mit einem Dutzend Bienenfreunden fing 1904 alles an: Am 11. Dezember wurde damals der „Bienenzüchterverein Glauchau und Umgegend“ von zwölf Imkern gegründet. Initiator war der Oberschullehrer und Bienenfreund Max Grieseler. Schon im darauffolgenden Jahr hatte sich die Zahl der Mitglieder mehr als verdreifacht – mit weiter steigender Tendenz. Zeitweise waren es weit mehr als 100! Einen Tiefpunkt erlitt das Vereinsleben nach der Wiedervereinigung. Damals fiel der in der DDR staatlich organisierte Aufkauf von Honig weg, so dass die Imker die Vermarktung ihres Honigs selbst in die Hand nehmen mussten. Außerdem hatten sie in dieser Zeit massiv mit der Varroamilbe zu kämpfen, und etliche Imker gaben ihr Hobby auf. So sank die Mitgliederzahl Mitte der 90er Jahre auf nur noch zwölf. „Damit waren es nur noch so viele wie zur Gründung 1904“, betonte Hummel.

„In Glauchau hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel getan“, betonte Hendrik Roloff, Vize-Vorsitzender des Landesverbandes Sächsischer Imker und würdigte damit die Vereinsarbeit der vergangenen Jahre. Denn seit 2009 hat sich der Verein neu aufgestellt und geht verstärkt in die Öffentlichkeit. So haben die Imker einen Schaugarten in der Gartenanlage „Gartenfreunde“ aufgebaut, wo sich Besucher über das Leben im Bienenvolk und die Arbeit des Imkers informieren können und Neuimker im Umgang mit Bienen geschult werden. Auch präsentiert sich der Verein regelmäßig auf Festen und Märkten in der Region, organisiert Weiterbildungen und lädt zu Imkerstammtischen, die auch Interessierten offen stehen, die nicht Mitglied sind.
In Kooperation mit der Lehngrundschule ist zudem eine AG Junge Imker entstanden – eine von nur zwölf in ganz Sachsen.
So wächst die Zahl der Bienenfreunde in Glauchau und Umgebung wieder stetig: Seit 2010 hat sich die Mitgliederzahl auf aktuell 52 mehr als verdoppelt. Sie betreuen inzwischen wieder fast 400 Bienenvölker und haben dieses Jahr so viel Honig geerntet wie lange nicht – insgesamt rund 8,7 Tonnen! Und die Mitglieder kommen längst nicht nur aus Glauchau, sondern es haben auch Imker aus umliegenden Orten wie Meerane, Lichtenstein, Dennheritz und Crimmitschau im Verein eine Heimat gefunden. Hummel

holzskulptur

Die von der Künstlerin für Holzgestaltung, Susann Schade, aus Ponitz OT Grünberg und Thomas Fanghänel geschaffene Klotzbeute wurde dem Verein im Juni 2015 von der Fleischerei Streu und der Dachdeckerei Klemm, beide aus Meerane, gespendet. Volkmar Streu (sitzend), selbst Imker, verkauft Honig in seiner Fleischerei
Foto: Torsten Franz, Vereinsvorsitzender

So hatte Vereinsmitglied Jens Zipfel zur Jubiläumsfeier auch eine kleine Ausstellung zum früheren Meeraner Imkerverein vorbereitet, der 1990 wegen einem damals nachlassenden Interesse an der Bienenhaltung und Überalterung der Mitglieder aufgelöst wurde. Der Verein war im Oktober 1907 u.a. von Otto Jerchel und Max Orzschig gegründet worden und hatte zeitweilig bis zu 66 Mitglieder. Laut Zipfel, selbst Meeraner, trafen sie sich über viele Jahre im Hotel „Stadt Wien“. Der Imker mit den meisten Bienenvölkern war Otto Jerchel, der 1938 105 Völker besaß. Andreas Hummel

Internet: http://www.imkerverein-glauchau.de/


Freie Wähler Meerane e. V. wählten neuen Vorstand

Zur Mitgliederversammlung am 25. November stand u. a. die turnusmäßige Wahl des Vorstandes an. Entsprechend der geänderten Satzung besteht das Gremium nur noch aus drei Personen. Matthias Ulbricht (Mitte) wurde einstimmig als Vorsitzender bestätigt. Thomas Funke (rechts) löst den langjährigen Schatzmeister Michael Zindler ab. Neu im Vorstand ist nun Udo Friedrich (links) als stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer. Matthias Ulbricht kandidierte zur letzten Bürgermeisterwahl gegen den Amtsinhaber Ungerer und holte beachtliche 27%. Mit dem Jahr 2015 machen die Freien Wähler das 25. Jahr in der Kommunalpolitik für Meerane voll. Das Jubiläum wird für Anfang 2016 vorbereitet. Dazu wünscht das mb schon jetzt eine gute Resonanz.

 

vorstand fw

Am Rande

 

Ratgeber in neuem Outfit

Als Ratlos-Ratgeber wurde im MB Nr. 86 vom 19.12.2014 der Abfallratgeber des Landkreises Zwickau für 2015 apostrophiert, da es zwar jede Menge Tipps, Termine und Adressen in Sachen Abfall gab, aber der Tourenplan nicht - wie in den Vorgängerausgaben - enthalten war, sondern ein Hinweis auf den Internetauftritt des Landkreises Zwickau.

In neuer Aufmachung und als Abfallkalender (mit Kalendarium) präsentiert sich das 36 Seiten umfassende Nachschlagewerk für 2016, das in einer Auflage von 210 000 Stück verteilt wird. Landrat Dr. Christoph Scheurer weist in seinem Vorwort darauf hin, die Abfallwirtschaft des Landkreises betrete neue Wege: „Aktuell sieht sie ihre Aufgabe darin, sich in den kommenden Jahren immer mehr weg von der Abfallwirtschaft hin zur Wertstoffwirtschaft zu entwickeln.“

Unter http://www.landkreis-Zwickau.de/Tourenplan/tourenplan.aspx erfährt man nach Eintrag von Ort und Straße in das vorgesehene Feld, ob Restabfall, Gelbe und Blaue Tonne in der geraden oder ungeraden Woche dran sind, dass Bioabfall nach Vereinbarung entsorgt wird und wann das Schadstoffmobil kommt. Nützlich ist auch der Hinweis ganz vorn auf dem Abfallkalender, dass die Tourenpläne für das Jahr 2016 unverändert weiter gelten. jw.


Buchen-Schicksal

Ganz unterschiedliche Schicksale erleiden schöne Buchen in Meerane. So hat es das Exemplar im Wilhelm-Wunderlich-Garten an der August-Bebel-Straße gerade nicht leicht, der Stamm ist mit Brettern geschützt vor der Bautätigkeit im Zusammenhang mit der entstehenden Roßmann-Drogerie. An einigen Ästen lassen sich frische Spuren der Säge nicht übersehen. Bleibt zu hoffen, dass es dem Baum nicht so geht wie der 1935 gepflanzten Buche am Bürgerheim Meerane, die im März 2012 wegen eines Erweiterungsbaus gefällt wurde. Ein gleiches Schicksal erlitt 2012 eine sehr schöne Buche im Villengrundstück Leipziger Straße / Gerberstraße. Das Haus stand lange leer und in der Zeit besaß der Baum noch seine Äste, die bis zum Boden reichten und mit darunter blühenden Blausternchen ein wunderbares Bild ergaben. Das Haus wurde saniert, die unteren Äste gekappt, aber die Buche wirkte noch eindrucksvoll. Im Juli 2012 war dann aber nur noch ein Stumpf vom Prachtbaum geblieben, den jetzt eine Art „Brunnen“ kaschiert. Aber wenigstens die herrliche Buche neben dem Axa-Parkplatz bleibt erhalten und wird sogar als Naturdenkmal unter Schutz gestellt. jw.

 

Publikation liegt vor

In der neuesten Ausgabe des „Landtagskuriers“ (herausgegeben vom Sächsischen Landtag) wird hingewiesen, dass die Dokumentation zum Festakt am 3. Oktober im Sächsischen Landtag vorliegt. In der Festveranstaltung sprachen auch Sir Christopher Clark, Professor an der Universität Cambridge, und Frank Richter, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung. Die Dokumentation und weitere Publikationen kann man kostenlos bestellen:

www.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

 

Kontakt und Impressum

MEERANER BLATT
Verantwortlich für Herausgabe und Redaktion: Dr. med. Peter Ohl, Bürgermeister a. D. Moeschlerweg 1 a, 08393 Meerane. T. 03764/3959, F. 03764/796764, post@meeranerblatt.de,
Kürzel der Redaktion: jw Juliane Weiss, -o- Peter Ohl
Weiterverbreitung durch e-Mail oder Ausdruck erwünscht. Alle Ausgaben ab Nr. 1 (2004) aufrufbar. Die Ausgaben erscheinen in loser Folge unter www.meeranerblatt.de . Sie sind kostenlos.
Information zu neuen Ausgaben jeweils durch Rundmail an die dem mb bekannten Adressen.
Zuschriften bitte per Mail oder Fax. Leserbriefe geben die persönliche Meinung der Verfassers wider. Sie dienen der Kommunikation.


Gedanken zum Weihnachtsfest


Projekt Weltethos
von Hans Küng


„Kein Überleben ohne Weltethos
Kein Weltfriede ohne Religionsfriede
Kein Religionsfriede ohne Religionsdialog und
Verständigung zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen“

 

Die zunehmend weltweite Vernetzung wird nach dem System der verbundenen Röhren zu heute noch unvorstellbaren Entwicklungen führen. Wir alle tragen die Verantwortung für einen guten Ausgang - weltweit.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nachdenkliche Weihnachtstage und Zuversicht für die kommenden Jahre. Unsere Erfahrungen zwingen zur tätigen Hoffnung. Peter Ohl