Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.94 - 07. September 2015

Virtuelle Ausgabe Nr. 94 (711) vom 7. September 2015

25 Jahre Städtepartnerschaft

Wappen MeeraneWappen Lörrach

Am 6. September 1990 wurde im Lörracher Rathaus in einer Feierstunde im Beisein der Stadträte beider Städte und zahlreicher Gäste die Urkunde zur Städtepartnerschaft besiegelt.

Partnerschaftsurkunde

Im Willen, zu einer friedlichen Zukunft in Recht und Freiheit in einem geeinten Europa beizutragen, gründen die Städte MEERANE und LÖRRACH heute eine Städtepartnerschaft.

Beide Städte wünschen eine dauerhafte Verbindung, in deren Mittelpunkt das Wohl und die freundschaftliche Begegnung ihrer Bürgerinnen und Bürger stehen.

Auf dieser Grundlage verpflichten sich die Stadt Meerane und die Stadt Lörrach zu enger, vertrauensvoller Zusammenarbeit.

Lörrach, den 6. September 1990

Rainer Offergeld Dr. Peter Ohl
Oberbürgermeister der Stadt Lörrach Bürgermeister der Stadt Meeerane

 

Die Partnerschaft zwischen den Landkreisen Lörrach und Glauchau,

wurde danach durch Landrat Alois Rübsamen (+) und Landrat Frieder Ohl am 3. Oktober 1990, dem Tag des von Volkskammer beschlossenen Beitritts der DDR zur Bundesrepublik, heute „Tag der Deutschen Einheit“, im Glauchauer Landratsamt besiegelt.


Ohne diese Partnerschaften war 1990 und ist auch aus heutiger Sicht der Umbau unserer Verwaltungen zu einer kommunalen Selbstverwaltung nicht denkbar gewesen. 40 Jahre gaben Partei und Regierung vor, was die Gemeinden zu tun und zu lassen hatten. Jetzt galt es, eine Struktur zu finden, um in ungewohnter Freiheit über Personal, Finanzen und Planung im Rahmen der Gesetze (die für uns auch neu waren) vor Ort selbst zu entscheiden. Das war ebenso ein intensiver Lernprozess für die am 6. Mai 1990 demokratisch gewählten Stadt- und Kreisräte, wie für die Verwaltungen. Ein Teil der Mitarbeiter hatte eine Ausbildung „Staat und Recht“. Hier „die Kurve zu bekommen“, fiel nicht allen leicht.
So wurden die Partnerschaften in den ersten Jahren durch viele Hospitationen und Seminare in Lörrach und durch den zeitweisen Einsatz erfahrener Verwaltungsbeamter aus Lörrach bei uns dominiert. Drei junge Beamte aus dem Lörracher Rathaus, Matthias Becker, Thomas Fedrow und Rolf Koch, standen unseren Meeraner Mitarbeitern zur Seite, die sich ihrerseits über die Verwaltungsfachschulen in Mittweida und Meißen über die Jahre zum Verwaltungswirt qualifizierten. Das sind alles Geschichten, die die dabei Gewesenen nie vergessen werden.

Die Partnerschaft zwischen Lörrach und Meerane erfasste immer mehr Bereiche des gemeindlichen Lebens. Hier eine unvollständige Aufzählung aus den 90er Jahren:

Deutsches Rotes Kreuz, KV Lörrach - Deutsches Rotes Kreuz, 0V Meerane
Katholische Kirchgemelnde St. Peter Lörrach - Katholische Kirchgemeinde St. Marien Meerane
Polizeirevier Lörrach - Polizeiposten (Revier) Meerane, Feuerwache Lörrach – FFW Meerane
Museum Am Burghof — Heimatmuseum Meerane, Villa Aichele Lörrach - Galerie ART IN Meerane
Kaltenbachstiftung Lörrach – Vorbild für das Freizeitzentrum Annaparkhütte Meerane
Gartenanlage Lerchengrund Lörrach - Gartenanlage Obst- und Gartenbau Meerane
Lörracher Straßenfest Komitee - Stadtparkfest Organisatoren Meerane
Singgemeinschaft Lörrach - Chor des Meeraner Bürgervereins
Freie Wählervereinigung Lörrach - Freie Wähler Meerane
SAK Lörrach – Beverly Hills Jugendclub Meerane
Bloodere Clique Lörrach – MCV Meerane – Guggemusicken
Heute tragen vor allem persönliche Kontakte den Geist der Partnerschaft weiter.
Neue Freunde fanden vor 25 Jahren zueinander und sind bis heute herzlich verbunden.

- o -

Zu den Ereignissen der Wendezeit in Meerane und zur Städtepartnerschaft wurde im Lörracher Rathaus vom Dezember 2009 bis März 2010 eine aus dem Archiv von Dr. Peter Ohl gestaltete Ausstellung gezeigt. Siehe auch mb Nr. 45.


Ein für das Meeraner Blatt bedeutsamer Brief zur historischen Einordnung

Brief Zeitgeschichtliches Forum


 

Meerane bereitet sich auf Erstaufnahme von Flüchtlingen vor

Laut des Artikels in der Freien Presse, „Aufräumen für das neue Heim“ vom 27. August, sollen ab Herbst bis zu 200 Asylbewerber im ehemaligen Lehrlingswohnheim im Seiferitzer Schulweg untergebracht werden. Erfahrungen mit Flüchtlingen in großer Zahl bezieht unsere Stadt bisher nur aus zweiter Hand am abendlichen Bildschirm. Jetzt sind wir Meeraner selbst gefragt, uns der Aufgabe zu stellen, die Flüchtlinge in unserer Stadt mit dem zu versorgen, was mit Geld vom Staat allein nicht zu bewerkstelligen ist. Bedenken wir, dass die meisten von Ihnen aus Angst aus ihren Ländern geflohen sind und gefährliche Wege hinter sich haben. Ihre Berechtigung auf Asyl zu prüfen, ist nicht unsere Sache. Aber bis zur Entscheidung darüber ist es unsere Pflicht als deutsche Bürger, ihnen ein Gefühl der Sicherheit in unserer Stadt zu vermitteln und dumpfen Parolen keinen Raum zu geben. Wir werden völlig neue Erfahrungen machen, das aber nur, wenn wir uns auch um direkte Kontakte bemühen.
Es geht nicht um ein scheinheiliges Willkommen. Es geht um sinnvoll koordinierte Hilfen während des Aufenthalts in der geplanten Erstaufnahmeeinrichtung unter der Anleitung von bereits erfahrenen Mitarbeitern. Bei vollem Verständnis für die schwierige Lage braucht es aber auch klare Ansagen für Konfliktvermeidung bei dem zu erwartenden Nebeneinander verschiedener Volksgruppen und Religionen auf der Grundlage von bundesdeutschem Recht und Ordnung. Bereits gemachte Erfahrungen in anderen Städten mit den Auswirkungen der bisherigen Flüchtlingspolitik sind zu analysieren. Trotzdem kann alles bei uns in Meerane anders sein. Viel Zeit, sich darauf vorzubereiten bleibt nicht.
Wenn es in Meerane gelingt gemeinsam in dem Heim und außerhalb des Heimes keine Angst aufkommen zu lassen, dann sind wir auf dem richtigen Weg.   Peter Ohl

 


 

Schulanfang der Hummelklasse am 22. August 2015

 

schulanfaenger

Hummel Bommel braucht Mut und lernt fliegen

In diesem Schuljahr, dem 10. Jahr des Bestehens unserer Schule, kann das Team der Evangelischen Grundschule St. Martin 20 neue Grundschüler begrüßen.
Beginnend mit einem Gottesdienst in der St. Martins Kirche, ausgestaltet von Pfarrerin Sabrina Franke, den Schülern der Klassen 2 bis 4, einigen Eltern und den Pädagogen, lernten die Jüngsten der Schule viel über kleine geflügelte Insekten. Die kleine Hummel Bommel möchte fliegen, ist sich aber nicht sicher, ob ihre kleinen Flügel sie tragen können.
Doch mit der Hilfe ihrer Freunde gelingt ihr der erste Flugversuch. Nach diesem Erlebnis wird die kleine Hummel gleich ein bisschen reifer und mutiger und erzählt es stolz ihren Eltern. Sicher haben unsere Schulanfänger zu Hause auch viel über ihre ersten Schultage zu erzählen.
Jana Nürnberger


Förderkreis Friedhof MeeraneFörderkreis Friedhof e. V. Meerane informiert
Stand der Baumaßnahmen:
Am 24. Juni war der offizielle Baubeginn für den 1. Bauabschnitt der Neuen Halle.
Eingeladen hierzu waren die am Bau finanziell Beteiligten. Carsten Körber, MdB, CDU,
würdigte in seiner Ansprache, dass es den Bemühungen vor Ort, insbesondere des Förderkreises Friedhof Meerane zuzuschreiben ist, dass die Meeraner Friedhofshallen von der Bundesregierung und vom Freistaat Sachsen in das Denkmalschutz-Sonderprogramm aufgenommen worden sind. Zusammen mit der Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, den Eigenmitteln der Kirchgemeinde und den Spenden der Bürger stehen rund 250.000 € zur Verfügung. Inzwischen wurde die Putzerneuerung am Rundgang der Aufbahrung von der Firma Behrendt & Petzold abgeschlossen. Für die Arbeiten am großen ovalen Hallendach wurde ein riesiges Gerüst von der Firma Söll aus Chemnitz z. T. mit Autokran montiert. Die Zimmerei Klaus Reinhardt aus Oberwiera entfernte die alte Schieferdeckung samt Unterbau und erneuerte die längengradartige Lattung, die an in die Betonkuppel eingegossenen Holzkeile verschraubt ist und die Schalung hält. Dachpappe bildet den vorläufigen AbschlussDie Betonsimse und das ovale Fenster wurden repariert. Die Firma Thomas Singer aus Zwönitz hat am 19. August die aufwendige Schiefer-Neudeckung des großen Daches begonnen. Dafür musste am Gerüst noch eine vierte Ebene eingebaut werden.
Zeitgleich stellte die Firma Gerüstbau Thomas Becher aus Johanngeorgenstadt an der Alten Halle das Außengerüst für die Erhaltungsarbeiten am Dach und Mauerwerk. Innen rüstete Gerüstbau Jacob aus Niederschindmaas ein. Insgesamt stehen dafür 180.000 € bereit.

Neue Halle ArbeitsstandAlte Halle Arbeitsstand
Arbeitsstand Mitte August am Dach der Neuen HalleEinrüsten der Alten Halle

Wie geht es weiter?
Nach dem guten Start vom 1. Bauabschnitte müssen für den 2. Bauabschnitt der Neuen Halle (Arbeiten unterhalb der Kuppel) weitere 285.000 € aufgebracht werden. Die Fördermittelanträge dafür sind gestellt und werden für das nächsten Denkmalschutz-Sonderprogramm aufrecht erhalten. Das bedeutet für uns als Förderkreis, im Bemühen um Spenden nicht nachzulassen!!! Unser Engagement vor Ort ist für die Fördermittelgeber ein wichtiges Signal.

Fortsetzung der Spenderliste (Spender 597 – 624) Gesamtsumme jetzt 61.237 €
Gottfried und Margit Dombrowski, Marianne Gimpel, Freie Wähler e. V. Meerane, Horst und Isolde Ranft, Waltraud und Manfred Lau, Klaus und Karin Walther, Horst Herold, Liane Möbius, Paul und Marita Richtsteiger, Dr. Sybil Kittler, (Glauchau), Gemeinschaftspraxis Dr. Mathias Stake und Regina Liebetrau, Rosemarie Mazanek, Rudolf und Charlotte Majunke, Elfriede Lorenz, Erhard Scheerer, Christel Köblitz (Rheinsberg), B. Schmidt, Frank und Karin Preuss, Ingolf und Gabriele Leistner, Stephan und Inge Richter, Candida Berger (Aalen), Elke Hilgenfeld, Susann Schade (Ponitz OT Grünberg), Ullrich Rothe, Inge Stephan, Dr. Angelika Otto (Ponitz), Ulrich und Gerlinde Otto, Werner und Brigitte Rabe

Herzlichen Dank allen Spendern! Vollständige Spenderliste im Schaukasten der Friedhofsverwaltung.
Spendenkonto für Ihre Spende: Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Sparkasse Chemnitz, IBAN: DE02 87050000 0710 0110 91 Kennwort: Spende Friedhofshalle

Dr. Peter Ohl – Vorsitzender

 

Erinnerungen des Malermeisters Manfred Bauer , Meerane
Anfang der achtziger Jahre wurde von der Kirche die Renovierung der neuen Friedhofshalle angestrebt. Nach dem Scheitern von Gesprächen zwischen Pfarrer Zimmermann und zwei Produktionsgenossenschaften des Malerhandwerks, wurde ich gebeten, diesen Auftrag zu übernehmen. Zu renovieren waren Kuppeldecke, Wände, Holzverkleidungen, Türen und Fenster. Als Einmannbetrieb war die umfangreiche Malerarbeit nicht zu schaffen. Deshalb bat ich meinen Berufskollegen Malermeister G. Börnichen und meinen Sohn Jens um Mithilfe. Problematisch war die Beschaffung der benötigten Materialmenge für Decken und Wände -- zirka 1,2 Tonnen Dispersionsfarbe .Die Bereitstellung des Antrichstoffes erfolgte durch die Einkaufs - und Liefergenossenschaft, welche durch den Rat des Kreises bilanziert wurde. Durch Ansparung meines Kontingentes über zwei Jahre und der Mithilfe der Firma Farben - Fiedler konnte diese Menge bereitgestellt werden. Das erforderliche Gerüst erstellte Maurermeister Dieter Thümmler aus Waldsachsen. Doch bis in die Kuppel ging es auf schwankenden Malerleitern. Die Arbeiten begannen Ende November 1985 bei frostigen Temperaturen. Die Heizung in der Halle fiel aus, keiner wusste warum !! Wir froren einige Tage bei der Arbeit, da Kuppel und Wände von Hand mit Pinsel, Bürste und Wasser vom starken Schmutz gereinigt werden mussten. Es stellte sich dann heraus, dass der FUCHS, der vom Kessel zum Schornstein führt, mit Flugasche verstopft und damit der Grund für den Heizungsausfall war. Im Dezember konnten wir die Arbeiten vollenden und bekamen viel Lob von Pfarrer Zimmermann und dem Friedhofsverwalter Christhard Kaube -- und ein Sträußchen Alpenveilchen.
Dies war vor 30 Jahren . Ende gut --- alles gut.

Tag des offene Denkmals 2015 auf dem Meeraner Friedhof
Am Sonntag, dem 13. September wird Kantor Norbert Ranft-Knopfe von 15 – 16.00 Uhr für die Besucher der Neuen Friedhofshalle ein „Wandelkonzert“ auf der Jehmlich Orgel geben. Zudem besteht die Möglichkeit, sich vom Stand der Erhaltungsarbeiten an der Alten und Neuen Friedhofshalle ein Bild zu verschaffen.

Leserbriefe

Leserbrief zum Artikel in der FP „Wirbel um des Gewerbegebiet"

Den Wlrbei um das Gewerbegebiet konnte man auch als Dorfposse oder Lachnummer über einen Bürgermeister bezeichnen. Zu den angesprochenen Sachbereichen einige Anmerkungen aus kommunalrechtlicher Sicht:

1. Anfrage
Ein Stadtrat erkundigt sich nach den bei der Stadt angefallenen Kosten und vor allem für die seitdem zurückgeflossenen Erträge für das im Jahr 1991 in Meerane gebaute Gewerbegebiet. Dies ist das Recht eines Einzelstadtrates und wird auch nicht bestritten. Im Rahmen seines Kontroll- und Informationsrechtes gehört es mit zu seinen Pflichten. Die Fragen sind vom Bürgermeister zu beantworten. Die Antwort muss der Fragestellung gerecht sein, was hier nicht der Fall ist, wenn nur ein allgemeiner Überblick über Schulden und Steuereinnahmen der Stedt Meerane mitgeteilt werden. Wie soll ein Stadtrat seine Aufgabe erfüllen, wenn er keine sachgerechten Antworten erhält? Weitere Möglichkeiten wären gewesen, dass ein Viertel der Mitglieder des Stadtrates die Information erzwingt Ein Fünftel der Mitglieder kann verlangen, dass dies spätestens in der übernächsten Sitzung des Stadtrates behandelt wird.

2. Öffentlichkeit
Wenn der Bürgermeister die erbetene Information nur nichtöffentlich behandeln will, ist dies ein klarer Verstoß gegen die gesetzliche Verpflichtung zur Öffentlichkeit Es gibt hier keine Ausnahme, denn es werden bei den Antworten zu diesen Fragen weder Einzelintereseen noch der Schutz des öffentlichen Wohles tangiert. Die immmer wieder propagierte Transparenz für die Steuerzahler und Bürger verlangt geradezu eine öffentliche Behandung. Der Stadtrat kann dies verlangen.
Wenn der Bürgermeister aber behauptet, dass die Anfrage gar nicht in nichtöffentlicher Sitzung behandelt worden ist, kann es auch keine Verschwiegenheitspflicht darüber für Stadträte geben. Und damit können Stadträte auch darüber reden ohne rechtliche Konsequenzen tragen zu müssen. Wann aber -wie von der FP in Erfahrung gebracht- der Bürgermeister in nichtöffentlicher Sitzung Informationen gegeben hat (Über welche Fragen?) und damit gegen das gesetzliche Gebot der Öffentlichkeit verstoßen hat, muss man sich fragen, ob es hierzu eine Verschwiegenheitsverpflichtung geben kann. Die Geschäftsordnung ist keine Rechtsnorm, sondern nur eine Arbeitsrichtlinie.

3. Allgemeine Finanzdaten der Stadt
Wenn der Bürgenmelster die gestellten Fragen nicht beantwortet, sondern nur Finanzdaten mitteilt, können diese mit Vorsicht analysiert werden:
- Wenn die Verschuldung der Stadt vom Jahr 2000 mit 44 Mio € im Jahr 2014 auf 21 Mio € abgebaut wurde und nur die für den Rathausneubau und die Tännlchtschule neu aufgenommenen Darlehen von rd. ca. 5 bis 7 Mio € berücksichtigt werden, sind die für das Gewerbegebiet Anfang der 90er-Jahre aufgenommenen Darlehen von 25 Mio € und die aufgewendeten Zinsen längst eingenommen, überwiegend dank der Gewerbesteuereinnahmen aus dem Gewerbegebiet.
- Wenn die aus den Daten des statistischen Landesamtes sich ergebende Steuerkraftsumme der Stadt Meerane vom Jahr 2000 von 4,7 Mio € auf 10,8 Mio € im Jahr 2014 gestiegen ist, und zwischendurch sogar 14 Mio € erreicht hat, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Einnahmemöglichkeiten der Stadt sich mehr als verdoppelt haben. Da die Werte der Grundsteuer verhältnismäßig gleichmäßig bleiben, kann der Anstieg überwiegend auf die Gewerbesteuer zurückgeführt werden. Und dies dank des 1990 beschlossenen Gewerbegebietes. Wohl der Stadt, die dies geschaffen hat.
Bei der Bürgerversammlung im April 2001 hatte ich zum Ausdruck gebracht, dass die Steuerkraft und damit die Steuereinnahmen der Stadt in den darauffolgenden beiden Jahren steigen werden und eine Konsolidierung der Finanzen der Stadt nach und nach eintreten wird; dies ist schneller eingetreten als damals erwartet. Das ist den weisen Entscheidungen der Stadt im Jahr 1990 zu verdanken. Sicherlich waren damit zuerst durch magere Jahre finanzielle Schwierigkeiten zu überwinden.

Ich kann nur hoffen, dass der Stadtrat seine an den Bürgermeister gestellten Fragen mit genau berechneten Zahlen noch erhärtet bekommt und sich nicht mit unzureichenden Antworten begnügt.

Ralph Schmid, Kreisverwaltungsdirektor i. R., Ludwigsburg, 05.09.2015

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