Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.83 - 29. September 2014

Virtuelle Ausgabe Nr. 83 vom 29. September 2014

 

Gründungsaufruf des Neuen Forums vom 10. September 1989

Gründungsaufruf

Original DIN A4 thermokopiert und landesweit in der DDR verbreitet

 

Aufbruch 89 - Neues Forum


In unserem Lande ist die Kommunikation zwischen Staat und Gesellschaft offensichtlich gestört. Belege dafür sind die weit verbreitete Verdrossenheit bis hin zum Rückzug in die private Nische oder zur massenhaften Auswanderung. Fluchtbewegungen diesen Ausmaßes sind anderswo durch Not, Hunger und Gewalt verursacht. Davon kann bei uns keine Rede sein.
Die gestörte Beziehung zwischen Staat und Gesellschaft lähmt die schöpferischen Potenzen unserer Gesellschaft und behindert die Lösung der anstehenden lokalen und globalen Aufgaben. Wir verzetteln uns in übelgelaunter Passivität und hätten doch Wichtigeres zu tun für unser Leben, unser Land und die Menschheit.
In Staat und Wirtschaft funktioniert der Interessenausgleich zwischen den Gruppen und Schichten nur mangelhaft. Auch die Kommunikation über die Situation und die Interessenlage ist gehemmt. Im privaten Kreis sagt jeder leichthin, wie seine Diagnose lautet und nennt die ihm wichtigsten Maßnahmen. Aber die Wünsche und Bestrebungen sind sehr verschieden und werden nicht rational gegeneinander gewichtet und auf Durchführbarkeit untersucht. Auf der einen Seite wünschen wir uns eine Erweiterung des Warenangebots und bessere Versorgung, andererseits sehen wir deren soziale und ökologische Kosten und plädieren für die Abkehr von ungehemmtem Wachstum. Wir wollen Spielraum für wirtschaftliche Initiative, aber keine Entartung in eine Ellenbogengesellschaft. Wir wollen das Bewährte erhalten und doch Platz für Erneuerung schaffen, um sparsamer und weniger naturfeindlich zu leben. Wir wollen geordnete Verhältnisse, aber keine Bevormundung. Wir wollen freie, selbstbewußte Menschen, die doch gemeinschaftsbewußt handeln. Wir wollen vor Gewalt geschützt sein und dabei nicht einen Staat von Bütteln und Spitzeln ertragen müssen. Faulpelze und Maulhelden sollen aus ihren Druckposten vertrieben werden, aber wir wollen dabei keine Nachteile für sozial Schwache und Wehrlose. Wir wollen ein wirksames Gesundheitswesen für jeden; aber niemand soll auf Kosten anderer krank feiern. Wir wollen an Export und Welthandel teilhaben, aber weder zum Schuldner und Diener der führenden Industriestaaten noch zum Ausbeuter und Gläubiger der wirtschaftlich schwachen Länder werden.
Um all diese Widersprüche zu erkennen, Meinungen und Argumente dazu anzuhören und zu bewerten, allgemeine von Sonderinteressen zu unterscheiden, bedarf es eines demokratischen Dialogs über die Aufgabe des Rechtsstaates, der Wirtschaft und der Kultur. Über diese Fragen müssen wir in aller Öffentlichkeit, gemeinsam und im ganzen Land, nachdenken und miteinander sprechen. Von der Bereitschaft und dem Wollen dazu wird es abhängen, ob wir in absehbarer Zeit Wege aus der gegenwärtigen krisenhaften Situation finden. Es kommt in der jetzigen gesellschaftlichen Entwicklung darauf an,
- daß eine größere Anzahl von Menschen am gesellschaftlichen Reformprozeß mitwirkt,
- daß die vielfältigen Einzel- und Gruppenaktivitäten zu einem Gesamthandeln finden.
Wir bilden deshalb gemeinsam eine politische Plattform für die ganze DDR, die es Menschen aus allen Berufen, Lebenskreisen, Parteien und Gruppen möglich macht, sich an der Diskussion und Bearbeitung lebenswichtiger Gesellschaftsprobleme in diesem Land zu beteiligen. Für eine solche übergreifende Initiative wählen wir den Namen

 

NEUES FORUM

Die Tätigkeit des NEUEN FORUM werden wir auf gesetzliche Grundlagen stellen. Wir berufen uns hierbei auf das in Art. 29 der Verfassung der DDR geregelte Grundrecht, durch gemeinsames Handeln in einer Vereinigung unser politisches Interesse zu verwirklichen. Wir werden die Gründung der Vereinigung bei den zuständigen Organen der DDR entsprechend der VO vom 6. 11.1975 über die "Gründung und Tätigkeit von Vereinigungen" (GB1I, Nr. 44, S. 723) anmelden.
Allen Bestrebungen, denen das NEUE FORUM Ausdruck und Stimme verleihen will, liegt der Wunsch nach Gerechtigkeit, Frieden und Demokratie sowie Schutz und Bewahrung der Natur zugrunde. Es ist dieser Impuls, den wir bei der kommenden Umgestaltung der Gesellschaft in allen Bereichen lebensvoll erfüllt wissen wollen. Wir rufen alle Bürger und Bürgerinnen der DDR, die an der Umgestaltung unserer Gesellschaft mitwirken wollen, auf, Mitglieder des NEUEN FORUM zu werden.
Die Zeit ist reif.


NEUES FORUM auch in Meerane

10. September 89 Grünheide Gründungsaufruf

für das NEUE FORUM in Grünheide:
„Aufbruch 89 – NEUES FORUM“

19. September 89 Anmeldung

das NEUE FORUM meldete die Gründung der Vereinigung entsprechend einer DDR-Verordnung in elf der 15 DDR-Bezirke an. Westsender berichteten. Der Aufruf verbreitet sich in Windeseile. Kontaktadressen wurden verteilt und erste Strukturen aufgebaut.

22. September 89 Ablehnung

Der Innenminister lehnt den Antrag zur Bildung dieser Vereinigung ab. Ihre Ziele widersprächen der Verfassung der DDR.

22. September 89 Kontaktaufnahme

Frieder Ohl erfragt telefonisch bei Bärbel Bohley in Berlin Kontakte zum NF in der Umgebung von Meerane.
Wolfram Weiß, Frieder und Dr. Peter Ohl fahren daraufhin zu Dr. Martin Böttger nach Cainsdorf bei Zwickau, einem der Erstunterzeichner des Aufrufs, und tragen sich in die Liste für das NF ein.
Die Nachricht darüber verbreitet sich rasch in der Stadt und findet weitere Unterzeichner. Bei Wolfram Weiß ist der Meeraner Anlaufpunkt.

24. September 89 Protest

Brief von Dr. Peter Ohl an den Ministerrat mit der Forderung, über den Zulassungsantrag des NEUEN FORUM besser zu entscheiden. (siehe unten)

Aufruf im WartezimmerAufruf im Wartezimmer Arztpraxis II Meerane
1. bis 4. Oktober 89 - dann auf Weisung entfernt

Original 50 mal 70 cm, Kreide auf schwarzem Karton

Brief vom 3. Oktober 89

Sehr geehrter Herr Kreisarzt Dr, Boehner!

Soeben erhielt ich die Ablehnung meines Besuchsantrags in die BRD. Damit sind für mich alle legalen Möglichkeiten einer Besuchsriese nach der BRD erschöpft. Ich werde keine derartigen Anträge mehr stellen und diesmal auch keine Eingaben nach Berlin schreiben oder im VPKA vorstellig werden. Das alles habe ich zur Genüge hinter mir.
Unter diesem Druck kann ich meine ärztliche Tätigkeit nicht mehr ausüben. Ich bitte um Ihr Verständnis.

Mit kollegialer Hochachtung – Dr. Peter Ohl
(daraufhin Reisegenehmigung 7. bis 15. Oktober 89)

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingabe

 

18. November 89 Basisgruppe Meerane

Im vollbesetzten Meeraner Kino wird die Meeraner Basisgruppe des NEUEN FORUM gegründet und Wolfram Weiß zum Vorsitzenden gewählt.Am gleichen Tag erscheint das erste MEERANER BLATT mit dem Arbeitspapier der Basisgruppe des NEUEN FORUM in Meerane. Auflage 2000 „Schwarz-Druck“ der Druckerei Schwarz Meerane.

 


Förderkreis Friedhof Meerane informiert

Kapelle Friedhof MeeraneZum Tag des offenen Denkmals am 14. September konnte erstmalig auch die Alte Friedhofshalle von 1873 besichtigt werden. Über 100 interessierte Besucher nutzten diese seltene Gelegenheit und waren zugleich aufgerufen, sich Gedanken zu machen, ob das Gebäude erhalten werden sollte und was für eine künftige Nutzung denkbar wäre. 80 Besucher votierten für einen Erhalt. Drei Stimmen hielten aufgrund der Bauschäden dagegen. Diese Vorschläge wurden anonym (teils mehrfach) aufgeschrieben (Galerie, Ausstellungen, kleine Konzerthalle für Hausmusik, Raum der Besinnung, Café und Treff auch nach Trauerfeiern, zur Wohnung ausbauen, Urnenaufbewahrung, Raum der Begegnung, Andachtsraum, Gedenkstätte für Friedhofskultur, Hochzeitshaus, Alternative für kleinere Trauerfeiern, Ausstellung berühmter Personen von Meerane, kleiner Ballsaal, kleines Schulplanetarium, Malzirkel oder andere Vereine - nicht störendes Gewerbe - ohne Maschinenpark - (Holz- oder Bilderrestauration)).

Wenn das Gebäude für eine künftige Nutzung erhalten werden soll, ist eine Notsicherung des Daches dringend erforderlich. Für die folgenden denkmalpflegerischen Maßnahmen wurde ein
Kosten- und Finanzierungsplan über 186.000 € erstellt. Die Finanzierung wäre durch Eigenmittel der Kirchgemeinde, Landesdenkmalmittel und das Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes
abzusichern. Spendenmittel des Förderkreises für die Neue Halle werden hier nicht eingesetzt.
Die Fördermittelanträge wurden für drei Bauabschnitte eingereicht, zwei für die Neue Halle und einer für die Alte Halle. Die Entscheidung von Bund und Land wird im November 2014 erwartet.
Zur Mitgliederversammlung des Förderkreises am 15. November, 10.00 Uhr Neue Friedhofshalle wird darüber berichtet.

Fortsetzung der Spenderliste (540 bis 556 ) Stand 30. Sept. 2014 Gesamtsumme 55.345 €

Hannelore Töpel, Christine Honsa, Christa Krämer, Kunz Pinther (Homberg/Ohm), Fritz und Gisela Habicht, Peter Scheffel, Brigitta Börnert, Joachim Barkow (Berlin), Hans-Jürgen und Uta Illing, U. Lippold, Elfriede Schmidt, Inge und Stephan Richter, Michael Knoll, Matthias Ulbricht, Birgit Gerth, Dr. Dietmar Walter
Herzlichen Dank allen Spendern! Vollständige Spenderliste im Schaukasten der Friedhofsverwaltung.
Spendenkonto für Ihre Spende: Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Sparkasse Chemnitz, IBAN: DE02 87050000 0710 0110 91 Kennwort: Spende Friedhofshalle
Dr. Peter Ohl – Vorsitzender

Für Interessenten für die Festschrift zum 100. Jubiläum der Neuen Friedhofshalle sind nur noch wenige Exemplare im Pfarramt, der Friedhofsverwaltung und der Buchhandlung Goerke vorrätig. Die Festschrift wurde von der Sächsischen Landesbibliothek Dresden und der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig und Frankfurt angefordert und in deren Bestand aufgenommen.

 

Leserbriefe

 

Zum Bericht in der Freien Presse, Glauchauer Zeitung vom 24.09.2014 von Michael Stellner
„Stadt setzt Rotstift an“

Es ist richtig, wenn sich die Stadt Meerane wieder auf ein Sparkonzept besinnt. Nur hätte es zehn Jahre früher einsetzen müssen. Es sind zum Teil die gleichen Maßnahmen, die schon in einem Konsolisierungsprogramm vom Stadtrat im Jahr 2001 angedacht oder beschlossen waren, wie z.B. Stellenabbau und Gewerbesteuererhöhung. Sie wurden vom danach neu gewählten Bürgermeister Ungerer aber nicht weiter verfolgt und der Stadtrat hat es hlngenommen. Damals war schon berücksichtigt, dass die Gewerbesteuern ab etwa 2004 sich immer mehr erhöhen werden, nachdem die Betriebe im Gewerbegebiet ihre Investitionen nach und nach abgeschrleben haben.
Die Euphorie über die hohen Gewerbesteuereinnahmen ist nun verraucht.
Bei den Stellen war damals ein Abbau von bis zu 49 Stellen vorgesehen und zur großen Teil auch machbar gewesen; natürlich mit Schwierigkeiten, aber die kommen jetzt verstärkt.
Als die Stadt im Jahr 2007 die sog. "Stadttechnik" ausgeglledert hat, musste einer Verwaltungsfachkraft schon bewusst sein, dass Einsparungen im Finanzbereich nicht zu erwarten sind, wenn eine wirtschaftliche Betätigung außerhalb der kommunalen
Aufgaben nicht erfolgt, und dies ist bel einem städtischen Eigenbetrieb und in einer so kleinen und schrumpfenden Stadt wie Meerane auch nicht möglich. Die organisatorischen Erleichterungen sind ohne Belang und hätten durch Übertragung von Zuständigkeiten ohne Ausgliederung erreicht werden können. Wenn jetzt durch die Rücküberführung in die Stadtverwaltung 230.000 € jährlich eingespart werden sollen, muss man sich fragen, wie viel hunderttausend Euro seit 2007 in den Sand gesetzt wurden.
Dass der Schuldenabbau Priorität haben soll, ist lobenswert. Interessant wäre dabei, welcher Anteil an den 21 Millionen noch auf die Kredite für das Gewerbegebiet entfällt, nachdem zwischenzeitlich ein Mehrfaches der damaligen Kredite durch Steuereinnahmen (Gewerbesteuer und Anteil an der Einkommenssteuer) und aus Grundstücksverkäufen vom Gewerbegebiet in die Stadtkasse geflossen sind.

Ralph Schmid, Kreisverwaltungsdirektor i. R., Ludwigsburg

 



 

Zum Freie Presse-Artikel: Meerane setzt den Rotstift an – Stadtratssitzung vom 23.09.2014


1. Schuldenstand
Um diesen Punkt bewerten zu können, muss zunächst die Stadtverwaltung der Öffentlichkeit offen legen, um welche Kredite, Laufzeit, Tilgung und Zinslast es sich handelt.

2. Gewerbegebiet
Bis dato ist immer noch nicht schlüssig dargelegt worden, warum eine Erweiterung des Meeraner Gewerbegebietes notwendig ist, und wenn man schon von Seiten der Stadtverwaltung in Größenordnungen Mittel einsparen will, kann man das ohne Probleme mit dem Verzicht auf diese Erweiterung tun. Es gibt in Meeranes Umgebung genug erschlossene Gewerbeansiedlungsflächen und damit auch die Möglichkeit, Investoren darauf hinzuweisen, um auf diese Art und Weise eine kommunale Zusammenarbeit nicht nur auf dem Papier zu demonstrieren.

3. Schwimmbad
Selbst wenn der Fördermittelantrag für 2015 bewilligt wird, muss die Stadt Meerane mindestens weitere 4 Mio. Euro aufbringen, die sie offensichtlich nicht hat, von den jährlichen Betriebskosten ganz zu schweigen.

ecds, Meerane (Verfasser ist der Redaktion bekannt)




 

Betroffenes Nachdenken 1914
Foto: Trauerndes Kind, Emil Börner (1888-1970), Meissner Porzellan 1929

Liebe Leser, das Jahr 1914 mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ist in aller Munde. Zu Recht. Vier Jahre dauerte er und hinterließ bis dahin Betroffenes Nachdenkennicht vorstellbares großes Leid. Mit Hurra und mit Begeisterung zog man ins Feld und zerrieben von industrieller Todesmaschinerie waren alle Werte ins Wanken geraten. Wo war Gott? Schrecklich verzerrt war der Mensch, die Krone seiner Schöpfung. In diesen Tagen habe ich mich dem Nachdenken ausgesetzt. Ich habe mich in die Nikolaikirche gesetzt. Kostbares, zerbrechliches Porzellan wurde verwendet. Die Wahl dieses edlen Materials ist wie eine Provokation. Das glänzende Weiß, Farbe der Unschuld! Auf 39 Tafeln mit oberen Halbrundabschluss und je 46 Feldern sind mit Korallenrot die Nahmen der Dahingestorbenen verzeichnet. Ich fühle mich an die Gesetzestafeln erinnert. In Zweier-, Dreier- und Vierergruppen sind sie angeordnet. Zwischen den Tafeln angebracht rührt mich die Trauergemeinde beweinender Kinder an. Acht mit geneigtem Kopf Kerzen tragende Frauenfiguren und rechts und links neben dem Altar stehend verzweifelte Mütter mit je zwei Kindern erweitern die das Elend nicht fassende Gruppe. Ich fühle mich bedrückt von den hoffnungslos erscheinenden Überlebenden. Nirgends ist etwas vom „Dank des Vaterlandes“ zu spüren. Kein Ehrenkranz. Aber auch kein Gotteswort. Nur unter den Kerzenträgerinnen je ein zerbrochenes Schwert. Es lässt sich beim besten Willen nicht vorstellen, man könne es in eine Pflugschaar um schmieden. Auf dem Altar stehen ebenfalls aus Porzellan gefertigte Leuchter mit von Schmerz gezeichneten Masken versehen. Im Mittelteil des Altars ist der Auferstandene dargestellt; segnend aber mit Zeichen zugefügter Gewalt erhebt er sich unglaublich traurig. Ich gehe still.

Georg Krause jun., Meissen

 

PS:
Wir gedenken unseres Vaters, Georg Krause, Oberpfarrer und Ehrenbürger der Stadt Meerane, gestorben 1992. Er wäre am 1. Oktober 2014 105 Jahre alt geworden.

 


 

Zur Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Friedhofshalle Meerane

Bedingt durch Urlaub und Krankenhausaufenthalt, konnten wir die Festwoche nicht direkt erleben und haben uns zur Information die Festschrift gekauft. Diese Festschrift macht ihrem Titel alle Ehre und ist sehr informativ. Mit einer großen Bandbreite von Gedanken ambitionierter Autoren wird den Lesern die Halle in ihrem architektonischen und historischen Bezug nahe gebracht. Zudem erfährt der Leser viel Wissenswertes zu unserem Friedhof und der Begräbniskultur.
Ausgezeichnet sind die Gestaltung der Festschrift und die vielen dem Anlass gerecht werdenden Fotos und historischen Kopien.
Wohl wissend, dass die Einschätzung von mir subjektiv sein muss, möchte ich es nicht versäumen, auch dem Verfasser des Logos für den „Förderkreis Friedhof Meerane e.V. „ ein ganz großes Lob auszusprechen, denn es ist einfach gelungen.
Man kann nur jedem an der Entwicklung und Erhaltung der Meeraner Friedhofshalle Interessierten empfehlen, diese Festschrift zu erwerben.

Gottfried Dombrowski, Meerane

 


 

Nachtrag zu den Sommerferien 2014 im Hort der ev. Grundschule St. Martin Meerane

Viele Kinder freuten sich auf die Hortzeit in den Sommerferien, da tolle Überraschungen, aber auch ein besonderes Programm auf die Kinder wartete. So gab es viele Wandertage und Ausflüge in die nähere Umgebung, die bei bestem Wetter und guter Laune durchgeführt werden konnten. Wir besuchten den Bauernhof in Ponitz, wo viele Tiere zu sehen waren sowie die Annaparkhütte und gestalteten aus Gips dort kreative Kunstwerke. Der Besuch im Karl May Museum Hohenstein war für viele kleine und große Winnetoufans ein Highlight und wird sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Bei zahlreichen Waldexkursionen erlebten die Kinder als Walddetektive die Natur von einer ganz anderen Seite. Die dicksten Baumstämme, das größte Tier wurden entdeckt oder das kreativste Naturmandala wurde gestaltet. Beim mexikanischen Tag im Hort bekamen wir Besuch von einem Mexikaner, der mit den Kindern landestypische Mahlzeiten zubereitete. Das Mittagessen kochten die Kinder manchmal selber, so gab es selbstgemachte Hot Dogs, Döner oder Nudeln - alle wurden satt und es war sehr, sehr lecker.

Ein großes Lob und Dankeschön an das Team der Küche des Kirchgemeindehauses für die tollen leckeren Mittagsüberraschungen und Unterstützung. Eine besondere Überraschung war das Eisauto, das genau vor unserer Tür hielt und Dank eines lieben Spenders an alle Kinder und Mitarbeiter leckere Eiskugeln verteilte. Vielen Dank für die süße Abkühlung. Natürlich freuten sich die Kinder auch darauf, mit ihren Freunden zu spielen oder bei der Hortdisco zu tanzen. Bei der Stadtrallye durch Meerane erkundeten die Kinder die Stadt und erfuhren an verschiedenen Stationen ganz besondere Geheimnisse. Vielen Dank an die Mitarbeiter der Stadtverwaltung für die Auskünfte.

In der letzten Ferienwoche freuten sich die Kinder auf den Schulanfang und alle probten fleißig für den Festgottesdienst zum Schulanfang am 30.8.14 in der Sankt Martins Kirche. Mit unserer Elternband, einem Schattenspiel der Pädagogen und natürlich den 21 lachenden Schulanfängern und ihren Familien und Freunden war es für alle ein wunderbares Ereignis und nach der ersten Schulstunde für die neuen Erstklässler in ihrem Klassenzimmer wurden die Zuckertüten auf dem Schulhof endlich geerntet.
Wir bedanken uns bei allen herzlich für die Unterstützung und wünschen einen guten und gesegneten Start ins neue Schuljahr.
Jana Nürnberger

 



Termin der Buddhistischen Klosterschule Ganden Tashi Choeling e.V. (gemeinnütziger Verein)
Traditionelle Buddhistische Meditation mit dem Mönch Losang Kyabchok
Mo., 06.10.2014, 19.00 Uhr
Freizeitheim Annaparkhütte, Promenadenweg 21, 08393 Meerane
Info: 033838/30985; 7,- Euro, Erm. mögl.

Losang Gamo, Meerane

Buchempfehlungen

 

Per Leo – Flut und Boden – Klett-Cotta Verlag, Stuttgart, 2014, ISBN 9783608980172
Per Leo beschreibt in faszinierender Weise als promovierter Historiker in diesem Familienroman wie geistiger Idealismus seinen Großvater aktiv in die SS eintreten und agieren ließ.

Helga Schütz – Sepia – Aufbau Verlag, Berlin, 2012, ISBN 9783351035051
Ein leiser und zurückhaltender Roman über die Sechziger Jahre der DDR als Autobiographie über das Leben einer jungen Frau in Berlin mit knappem und dadurch sehr reizvollem Erzählstil.


Uns erreichte die Nachricht, dass unser langjähriger Leser und Verfasser etlicher Beiträge

Herr Manfred Eger, Coburg,
am 12. September 2014 mit 85 Jahren verstorben ist.

Er war einer der Meeraner, die nach 1945 im NKWD- Speziallager Mühlberg gefangen waren.
Seiner Heimatstadt blieb er später auch vom Westen aus treu und unterstützte nach dem Mauerfall aktiv den Neubeginn in der Stadt- und Kirchgemeinde von Meerane.
Seiner Familie und seinen Freunden gilt unsere Anteilnahme.


Kontakt und Impressum

 

Zuschriften an das Meeraner Blatt bitte an: Redaktion Meeraner Blatt, Moeschlerweg 1 a, 08393 Meerane oder per e-Mail post@meeranerblatt.de, Fax 03764 / 796764. Weiterverbreitung durch e-Mail oder Ausdruck erwünscht. Demnächst Internetausgabe ab Nr. 1 auch als PDF-Format und über die Sächsiche Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden.
Verantwortlich / Herausgeber: Dr. med. Peter Ohl. Erscheint im Internet kostenlos unter www.meeranerblatt.de in loser Folge. Ankündigung neuer Ausgaben jeweils durch Rundmail an die dem mb bekannten Adressen.


Dieses 83. Meeraner Blatt im Internet ist zusammen mit den vorherigen 617 Druckausgaben nun das 700. Meeraner Blatt seit dem 18. November 1989. Es gehört damit zu den frühesten unzensierten Publikationen am Ende der DDR und ist vermutlich das einzigste Blatt aus dieser Zeit mit so langem Bestand. Den Lesern dafür einen herzlichen Dank.