Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.82 - 01. August 2014

Virtuelle Ausgabe Nr. 82 vom 1. August 2014


 

Aus dem Fotoalbum meines Großvaters vom Ersten Weltkrieg

 

Fotos Erster Weltkrieg

Kein Ende in Sicht

 


Buchempfehlung


Jörn Leonhard, Die Büchse der Pandora, Geschichte des Ersten Weltkriegs, Verlag C. H. Beck
1157 Seiten, 38 €, ISBN 3978 3 406 66191 4
Das Buch zeigt, wie die Welt in den Krieg hineinging und wie sie aus ihm als eine völlig andere wieder herauskam. Leonhard beschreibt den neuen, industrialisierten Krieg und seziert die Hintergründe bei allen Beteiligten. Bemerkenswert, alle Entscheidungen zum Krieg wurden von Männern getroffen.

 



Abschiedsgruß an Oberbürgermeisterin Heute-Bluhm in Lörrach

Die im September 1990 begründete Städtepartnerschaft zwischen Lörrach und Meerane war für uns beim Aufbau der völlig neuen Strukturen einer kommunalen Selbstverwaltung in Sachsen damals, wie auch aus heutiger Sicht unverzichtbar.
Das Lörracher Rathaus unter dem damaligen OB Rainer Offergeld wurde für mich und viele Meeraner Verwaltungsmitarbeiter regelmäßige Hospitationsstätte. Dadurch und durch gegenseitige Besuche der Gemeinderäte wurde es uns leicht gemacht, uns in Lörrach schnell wohl zu fühlen und herzliche persönliche Kontakte zu finden. Die Ossi-Wessi Klischees gab es zwischen Lörrach und Meerane nie.

Heute-Bluhm
Foto: Gudrun Heute-Bluhm 1999 zu Besuch in den
Stadtwerken Meerane

Dieses angenehme zwischenmenschliche Klima setzte sich nach der Wahl von Frau Gudrun Heute-Bluhm 1995 fort. Neben dem weiteren Austausch über kommunalpolitische Fragen wurden die neuen Freundschaften gepflegt, so zwischen den Kirchgemeinden St. Marien und St. Peter, der Polizei, Feuerwehr und dem DRK unserer Städte, zwischen Jugendgruppen, dem Bürgervereinchor Meerane und der Singegemeinschaft von Lörrach oder den Garten- und Sportvereinen. Die Aufzählung kann nur beispielhaft sein.

Die Neujahrsempfänge hier wie da, das Strooßefescht und Lörracher Stimmenfestival oder das Meeraner Parkfest gaben Jahr für Jahr Anlässe zu gemeinsamen Erlebnissen.
Der Funke der Guggemusig sprang nach Meerane über.

Bei allem aber standen die persönlichen Kontakte im Vordergrund. Höhepunkte der Zusammentreffen mit Frau Heute-Bluhm während meiner Amtszeit (bis 2001) waren die 825-Jahrfeier 1999 in Meerane und die Feierlichkeiten anlässlich 10 Jahre Deutsche Einheit am 3. Oktober 2000 in unserer Stadt. Zum 20. Jahrestag der Wende, konnte ich im Lörracher Rathaus vor Freunden und Bekannten eine Ausstellung über diese Zeit aus Meeraner Sicht mit Frau OB Heute-Bluhm und Herrn Alt-OB Offergeld eröffnen.

All das wird in guter und dankbarer Erinnerung bleiben. Nach fast 20 Jahren als OB von Lörrach wechselt Frau Heute-Bluhm am 1. August 2004 zum Städtetag in Baden-Württemberg. Ihr Nachfolger, Jörg Lutz, findet eine gut bestellte Stadt vor, die in den letzten 25 Jahren um rund 10.000 Einwohner gewachsen ist. Beiden meine guten Wünsche für ihre neuen Aufgaben.

Dr. med. Peter Ohl, Altbürgermeister



 

Der Förderkreis Friedhof Meerane e. V. informiert

Nachdem der Bundeshaushalt 2014 am 18. Juli in Kraft getreten ist, konnten die Förderanträge zum Denkmalschutz-Sonderprogramm gut vorbereitet auf den Weg zur Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gebracht werden. Der Vorstand des Förderkreises hofft, bis zur Mitgliederversammlung 8. November 2014 Ergebnisse vorlegen zu können, wie die Erhaltungsarbeiten an der Neuen Halle und die Sicherung der Alten Halle realisiert werden können. Für uns in Meerane steht so nach wie vor die Aufgabe, durch das weitere Sammeln von Spenden den Eigenanteil so weit wie möglich zu erhöhen.

Die hohe Zahl der Spender ist für die Fördermittelstelle der Bundesregierung ein wichtiges Indiz für das große Interesse der Bürger an diesem Projekt, dem nationale Bedeutung zugemessen wird.

Broschuere FriedhofshalleWer sich über die Geschichte und Bedeutung unserer hundertjährigen
Friedhofshalle informieren möchte, dem sei die reich bebilderte, 90-seitige Festschrift empfohlen, die zu nur 10 € im Buchladen Goerke, dem Pfarramt und der Friedhofsverwaltung sowie im Bürgerbüro erhältlich ist. Der niedrige Preis ist nur möglich, weil die Herstellung dieser Publikation vom Meeraner Dampfkesselbau, der Sparkasse Chemnitz, vom Schwarz Medien-Center und der Stadt Meerane unterstützt wurde. Dafür herzlichen Dank! Hingewiesen sei auch auf die schöne Ausstellung, „Der Friedhof als Parklandschaft“, von Foto-Augsten im hinteren Rundgang der Friedhofshalle. Ein Gästebuch liegt aus.
Zum Tag des Denkmals, am 14, September werden die Alte und Neue Friedhofshalle von 14 – 17 Uhr für Interessierte geöffnet sein.

Fortsetzung der Spenderliste bis Juli 2014 (Spender 418 bis 539)
Gesamtspendensumme jetzt 54.465 €

Erich Lorenz (Hamburg), Günter Naunapper, Dr. Martin und Dominika Teubner, Augenoptiker Schmiedel, Ute Schäfer (Waldsachsen), Thomas Mehlhorn, Irene Krause, Werner und Hannelore Heinzelmann, Paul und Marita Richtsteiger, Pfarrer Clemens Baumert, Wolfgang und Jutta Krause, Astrid Sommer, Sonja Thiele, Blumenhaus Voigt, Johannes und Ilse Richter, Irene Kleeberg, Lorelies Labs, Petra Paulitschke, Harry und Gisela Hänsel, Elisabeth Rosin, Ilse Gerth, Gabriele Schulze, Fritz und Gisela Habicht, Gottfried Kahnt, Candida Berger (Aalen), Erika Laurinat, Antonie Duschika, Ingeborg Hille, Irene Geissler, Johannes Köhler, Kurt und Isolde Dau, Jutta Rothe, Alexander und Natalia Meier, Käthe Speck, Heinz Malz, Jochen und Maria Böl, Wilfried Ordnung, Elke Bauer, Klaus Pohle, Hansjochen Sachs, Edith Thomä, Christa Glossmann, Manfred Panknin, Johanna Linke, Ingeburg Zimmermann, Anneliese Claus, Dieter Wondraczek, hot and blue jazzband, Johannes, Rothe, Ursula Weckner, Werner und Thuy Winkler, Hans Kühn, Günther Kirchner,
Elke Susa, Christa Pistak, Ines Springer (Glauchau), Eva Jacob, Ute Oettler, Waltraud Beuchold, Helmut Müller, Steinmetzbetrieb - Matthias Hesse (Glauchau), Rainer Hassmann, Ilona Nitzsche, Lothar und Hannelore Forberig, Roland Kuchs, Wolfgang und Charlotte Markert, Fliesen Kunze, Hanna Pätzold, Dieter Lutz Hübner (Dresden), Erich Jochen und Johanna Ryssel, Marga Röhner, Ingeburg Schnabel, Jens und Elke Hilgenfeld, Bernd und Christa Schendel, Irene Siedlaczek, Karin Hochwald, Gisbert Siedlaczek, Helmut und Christine Gnauck, Birgit Schrankel (Waldsachsen), Adelheid Lihs, Marieluise Schlott (500.Spende), Irene Güldner, Ingolf und Gabriele Leistner, Peter und Brigitte Metzner, Steinmetzbetrieb Daniel Brumme, Brigitte Haber, Reinald und Renate Klein, Inge Lorenz, Arndt und Christa Winter, Frank Sommerschuh, Klaus Schnabel, Steffi Berger, Christa Schmalfuß , Claudia Kapferer (Chikago), Sabine Kapferer (London), Lothar und Edith Kluge, Horst-Ulrich und H. Reumuth, Gertrud Schuster, Johanna Zelm, Anita Winkler, Rainer und C. Majunke, Johanna Post, Kurt und Magdalene Friese, Rudolf Speck, Klaus Wunner, Wolfram Lenk, Horst Sieber (Leonberg), Schulshop Hirtreiter Birgit, Ingolf Eichler und Susanne Kleinert, Frank und Renate Weber, Hannelore Werler, Helga Päßler, Elisabeth Lange, Horst und Erika Kretschmar, Rosemarie Karnahl, Hermann Sachs, Manfred und Anneliese Ebert, Frank Müller, Heinz Seidel, Isolde Böhme

Herzlichen Dank allen Spendern! Große Spenderliste im Schaukasten der Friedhofsverwaltung.
Spendenkonto für Ihre Spende: Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Sparkasse Chemnitz, IBAN: DE02 87050000 0710 0110 91 Kennwort: Spende Friedhofshalle

Dr. Peter Ohl - Vorsitzender

 



Beschaffung von Sportmaterial
aus der Chronik von Billardmeister Lutz Lüpfert

Im Jahre 1976 wurde mir in einer ärztlichen Beratung empfohlen außer der von mir sehr intensiv betriebenen Billardspielerei mich zum Ausgleich möglichst noch anderweitig körperlich sportlich zu betätigen.
Schon immer interessierte ich mich sehr für Radsport ( siehe „Steile Wand“ von Meerane )
und ich entschloss mich im Straßenradsport aktiv zu werden.
Leider war es in der damaligen DDR unmöglich im Fachhandel ein Rennrad zu erwerben da die Rennradproduktion des VEB Elite-Diamant Chemnitz (später Karl-Marx-Stadt) ausschließlich an die Spitzen-Sportklubs verteilt wurde.
Eines Tages gelang es mir jedoch auf Grund einer Zeitungsannonce ein altes gebrauchtes Diamantrennrad zu erwerben,
Ich schloss mich der Sektion Radsport der BSG Fortschritt Meerane an und konnte mitfahren.
Bei zahlreichen Aktivitäten wurden Sportkontakte geknüpft und langsam ergaben sich Möglichkeiten durch dabei entstehende „Geschäftsbeziehungen“ Teile zu erwerben und das Rad neu aufzubauen.
Als Klempnermeister im väterlichen Geschäft konnte ich u. a. das damals unsagbar schwierige Schlauchreifenproblem lösen indem ich den Verkaufsstellenleiter im HO-Fahrzeug-Handel ein Porzellanwaschbecken beschaffte und installierte, fortan gab es also kein Reifenflicken mehr.
Leider wurde ich 1980 Opfer eines unverschuldeten Verkehrsunfalls, kam zwar körperlich mit dem Schrecken davon aber das Rennrad erlitt Totalschaden.
Was nun ?
In meiner Notlage schrieb ich einen Brief an das Generalsekretariat des Deutschen Turn- und Sportbundes ( DTSB) zu Hdn. des Präsidenten Sportfreund Manfred Ewald und bat um Unterstützung bei der Beschaffung eines neuen Rades.
Ich schilderte meinen Wunsch und verwies auf meine bisherigen sportlichen Aktivitäten und Erfolge im Billardsport (mehrfacher DDR-Meister, Mitglied der Nationalmannschaft usw.). Nach wenigen Tagen erhielt ich ein Schreiben mich im zuständigen Versorgungskontor für Maschinenbauerzeugnisse in Zwickau zu melden. Dort würden die Rennradkontingente verteilt, ich könnte dort die gewünschten techn. Parameter aufgeben und dann würde ein neues Rad über den örtlichen Fachhandel an mich freigegeben und ausgeliefert.
Ich sprach dort vor, erntete ungläubiges Staunen, wurde aber sehr wohlwollend kontaktiert.
Nach einigen Wochen wurde ein fabrikneues Diamant-Straßenrennrad, blickdicht verpackt, nach Geschäftsschluss in der publikumsfreien HO-Verkaufsstelle zum subventionierten Preis von 635.—Ostmark an mich ausgeliefert, die Rechnung lautete : 1 Diamant-Rennrad für Billard-Lüpfert Meerane.
Dieses von mir sehr gepflegte Rad war auch nach der Wende mit mir noch am Start, allerdings wurde ich zu Veranstaltungen angesprochen wann ich mich denn nun endlich auf Grund des nunmehr vorhandenen modernen internationalen Angebotes von der „Ostmühle“ trennen würde. Ich folgte diesen „Anspielungen“ 1991; das Diamantrad erwies sich trotz Bestzustandes als veraltetes sozialistisches Wirtschaftsgut unverkäuflich und wurde von mir in einem Kinderheim einem elternlosen Jugendlichen als „Nikolausgeschenk“ übergeben.

Leserzuschrift


3. Ponitzer Park-Rock am Schloss ,15. August mit „Four Roses“ und am 16. August mit Don Simon Band. Beginn jeweils 19.00 Uhr. Eintritt frei. Organisation: Cadillac Bar


Mit dieser Veranstaltung wird in dem kleinen Thüringer Nachbardorf von Meerane wieder einmal demonstriert, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Mit seinem Renaissance Schloss und der Silbermannorgel in der Kirche ist Ponitz für seinen anspruchsvollen Veranstaltungskalender weitum bekannt. Mit dem Park-Rock findet dieses Angebot eine mutige Erweiterung.

 

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Verantwortlich und Herausgeber: Dr. med. Peter Ohl. Erscheinungsweise kostenlos unter www.meeranerblatt.de in loser Folge.
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