Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.78 - 13. September 2013

Virtuelle Ausgabe Nr. 78 vom 13. September 2013

 

 

Gruppenbild der Gäste mit Hot and Blue vor dem Schloss Ponitz

Gruppenbild der Gäste mit hot and blue vor dem Schloss PonitzFoto: Rico Bonitz



„50 Jahre happy Jazz – glücklich mit Musik“

Ein Bericht von Klaus Kirst, Leipzig, zum Jubiläum der hot & blue jazz band


Am 22.06.2013 feierten wir, die hot & blue jazz band, im wunderschönen Renaissanceschloss Ponitz unseren 40. Geburtstag. Unter dem oben stehenden Motto erinnerten wir gleichzeitig auch an die Gründung der jazz babies jena im Jahre 1963.
Von dieser Jenaer Studenten-Band waren vier ehemalige Mitglieder anwesend.
Daneben präsentierten sich alle sechs Gründungsmitglieder der hot & blue jazz band aus dem Jahre 1973. Natürlich war auch die aktuelle Besetzung von hot & blue dabei mit:
Klaus Kirst (tb, voc, ld seit 1973), Peter Ohl (bj seit 1973),
Götz Methfessel (ss, cl, voc, seit 1979), Volkmar Hesse (cl, as, seit 1989),
Wolfgang Schmidt (tuba, seit 2007), Henry Richter (dr, seit 2009).

Musikalisch präsentierten sich unsere Gäste mit originellen Geburtstagsgrüßen:
die Bourbon Jazzband aus Zwickau, die Inkspot Swingband aus Zeulenroda (nicht mit auf dem Foto), die Jazzcompany Chemnitz, die Old Factory Jazzband aus Niederwiesa, das Trio Spreading Joy, die Steep Wall Stompers und als jüngste Gratulantin Clara (8), die drei letzteren aus Meerane.
Wir durften zudem Vertreter von Porkie & Bass aus Radebeul, der legendären Roberts Jazzgesellschaft aus ehemals Karl-Marx-Stadt, der Leipziger Jazzenthusiasten, der Oldtime Company Leuna, der Uni Jazzband Halle, der Greenspan Jazzer aus Schefflenz, der Old Time Memory Jazzband Jena von 1962 und vom Blasmusikverein Meerane 1968 begrüßen.
Daneben waren auch weitere Musiker anwesend. Viele von ihnen fanden sich am späten Abend zu einer begeisternden Jam Session zusammen. Außer ihnen begrüßten wir zahlreiche Gäste, Freunde, Familienangehörige, Wegbegleiter und Fans und freuten uns, mit ihnen zu feiern.
Komplettiert wurde das Ganze durch eine von Peter Ohl gestaltete Ausstellung mit Plakaten, Fotos und Erinnerungsstücken aus der Bandgeschichte sowie ein Benefizkonzert für den Förderverein Renaissanceschloss Ponitz am 23.06.2013 vor vollem Haus mit begeistertem Publikum.

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Förderkreis Friedhof MeeraneFörderkreis Friedhof Meerane e.V. informiert

Die Fördermittelanträge für die Friedhofshalle konnten 2013 noch nicht berücksichtigt werden. Die Anträge wurden auf 2014 übertragen.
Aus diesem Grunde hat der Vorstand des Förderkreises beschlossen, die Erweiterung des Friedhofparkplatzes vorzuziehen.

Am 12. September 2013 konnte der Parkplatz am Friedhof nach einer Bauzeit von nur zwei Wochen der Öffentlichkeit übergeben werden. Auf einer Fläche von 850 m² entstanden 26 PKW-Stellplätze, womit ein lang bestehender Wunsch der Friedhofsbesucher erfüllt wurde.
Die Firma KIB aus Weidensdorf übernahm die Bauausführung auf der Grundlage der Planungen der Architektin Elisabeth Scholz. An den günstigen Kosten von knapp 20.000 € beteiligen sich der Förderkreis Friedhof Meerane e.V., die Kirchgemeinde St. Martin, der Friedhof Meerane und die Fördergemeinschaft „Mehr Meerane“ e.V. gemeinsam, wobei letztere den Anstoß zu dem Projekt gab. Laut Herrn Gräßler von KIB wurden 800 Tonnen Aushub bewegt und 500 Tonnen Material eingebaut. Den Abschluss bildet eine sandgeschlämmte Schotterdecke. Die noch ausstehende Abgrünung zum Feld und zur Friedhofstraße wird als landespflegerische Ersatzmaßnahme kostenlos später folgen.

Einweihung Parkplatz Friedhof

Rechte Fotos von rechts: E.Scholz, M.Gräßler, Dr. Teubner, Dr. Ohl, A. Friedrich, L. Lüpfert

Der Parkplatz am Tag nach der Einweihung während einer Trauerfeier in der Friedhofshalle

 


 

Die Arbeiten am Rundgang der Halle wurden Anfang September abgeschlossen, so dass eine gute Möglichkeit für geeignete Ausstellungen geschaffen wurde. Das Schmieder-Grabmal ist komplett saniert und die Fläche gestaltet.
Zur nächsten Mitgliederversammlung des Förderkreises am 9. November 2013, 10.00 Uhr in der Friedhofshalle werden die nächsten Aufgaben festgelegt. Hierzu werden schon jetzt Mitglieder und Interessierte herzlich eingeladen. Dr. Ohl, Vorsitzender

Fortsetzung der Spenderliste:
Nachstehend die Namen Spender 319 bis 361, die Sie jeweils auch aktuell dem Schaukasten an der Friedhofsverwaltung entnehmen können. Bisherige Spendensumme 44.113 € Herzlichen Dank!

Erna Veit, Alexander und Natalia Meier, Wolfgang und Gabriele Veit, Erika und Karl-Heinz Liebezeit, Ilse Hanna Meyer, Ingeburg Gebhardt, Bärbel Bertleff, Dr. Udo Müller,(Quakenbrück), Hellmut Päßler, Manfred und Waltraud Lau, Andreas und Jana Weinberg, Ingrid Hagedorn, Ruth Sachse, Christa Vogel, Dieter und Ursula Kunze, Rudolf und Maria Frotscher, Candida Berger (Aalen), Dr. med. Ludwig Erler, Brigitte Windisch, Helga Päßler, Inge Schmieder (Münchberg), Lieselotte Bergmann, Rechtsanwalt Dirk Noack, Hubert und Maria Kriebel, Ernst und Christine Elstner, Gabriele Kästner, Renate Schubert, Renate Opitz, Dieter und Ursula Hauschild, Ralph Schmid (Ludwigsburg), Lothar Riedel, Horst und Doris Nicolaus, Sieglinde Gentsch, Hannelore Töpel, Manfred und Isolde Märsch, Fördergemeinschaft „Mehr Meerane“, Peter und Sonja Rauner, Heidemarie Meinhardt, Ingrid Kuchs, Dipl. Ing Ulrich Otto, Reiner Patzig, Günter Schröter, Besucher zum Tag des offenen Denkmals

Zahlungsempfänger: Förderkreis Friedhof Meerane e. V. Konto-Nr. 0710011091,
BLZ 87050000, Sparkasse Chemnitz. Verwendungszweck: Friedhofshalle
Bitte geben Sie für die Spendenbescheinigung ihre Postadresse an.

 


 

„Entdecke Deine Stadt“ eine Ausstellung vom 08. bis 30. September 2013

In der Galerie der Friedhofshalle wurde zum Tag des offenen Denkmals eine Ausstellung zum Thema „Entdecke Deine Stadt“ eröffnet. Schüler der Klasse 8b und Schüler der AG „Kreatives Gestalten“ der Internationalen Mittelschule Meerane machten mit ihrer Lehrerin, Frau Steffi Neuhaus, auf Einladung des Förderkreises im Mai einen Rundgang über unseren Friedhof. Was sich die Schüler danach künstlerisch einfallen ließen, war ganz erstaunlich und unerwartet. Viele Ausstellungsbesucher fühlten sich emotional stark angesprochen. Das wurde von ihnen auch im Gästebuch zum Ausdruck gebracht. Mit der Ausstellung, eröffnet vom Friedhofsverwalter Uwe Horn (im Bild links), konnte der von Malermeister Volker Bergmann aufwändig renovierte Rundgang freigegeben werde.
Leider hat Tage zuvor jemand Unvernünftiges seinen Rollator trotz Absperrung über den noch nicht ausgehärteten Fußboden geschoben und bleibende Spuren hinterlassen.

Ausstellung Entdecke Deine StadtAusstellung Entdecke Deine Stadt
Friedhofverwalter Uwe Horn eröffnet die Ausstellung mit den ersten von 50 BesuchernH.-J. Neuhaus, Heidi Ohl, Steffi Neuhaus, Peter Ohl, Klaus Kirst, Pfarrer Christian Freyer


Warum zwei Schornsteine an der Friedhofskapelle?

Dieser Frage wurde schon mehrfach nachgegangen, zumal die Meeraner Halle nicht, wie zu vermuten wäre, über eine Krematoriumsanlage verfügt. Aber bei der Aufgabenstellung zur Planung der Halle war die Möglichkeit des Einbaus eines Verbrennungsofens vom Kirchenvorstand gefordert worden. Warum es nicht dazu kam, ist nicht belegt. Es könnten die Kosten oder auch der beginnende Erste Weltkrieg dafür Grund gewesen sein. So gibt es heute nur einen funktionierenden Schornstein für die Heizung.

Für die Veränderung der Bestattungskultur Ende des 19. Jahrhunderts von der traditionellen christlichen Erdbestattung hin zur Feuerbestattung kann durchaus die zunehmende Säkularisierung und Technikeuphorie verantwortlich sein.

Schornsteine FriedhofskapelleUnd hier lässt sich ein Bogen spannen von der Stadt Meerane zu August Bebel. Er war ein technikbegeisterter Verfechter der Feuerbestattung und ließ sich nach seinem Tod am 13. August 1913, also vor hundert Jahren, in Zürich einäschern. Das Königreich Sachsen und hier Meerane-Glauchau waren eine Hochburg der sich entwickelnden Sozialdemokratie. Hier war der Wahlkreis von August Bebel. Ich nehme an, dass das bei den Planungen der Meeraner Friedhofshalle 1913 eine Rolle gespielt haben könnte.

Für Interessierte sei auf die Publikation von Norbert Fischer „Vom Gottesacker zum Krematorium“ Kap. 5 hingewiesen. Auf diese Arbeit machte mich Dr. des. Ulrich Hübner, Mitarbeiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden, aufmerksam. Seine Dissertation über Krematorien in Sachsen wird Ende des Jahres veröffentlicht und auch für uns in Meerane von großem Interesse sein.

 

 

 

 

 

Leserbriefe

Auf den Artikel „Die große Vereinfachung“ im mb Nr. 77 gab es zahlreiche Reaktionen. Unter anderen schrieb Herr Siegfried Jordan aus Berlin: …“Man musste sehen, wie man durchkommt, ohne sich verbiegen zu müssen, aber auch ohne sich zu gefährden“…Jeder hat seine Geschichte.

Siegfried Jordan, Musiker und gebürtiger Meeraner, lebt in Berlin. Jahrelang moderierte er die Schlagerrevue mit Heinz Quermann. Inzwischen hat er ein eigenes kleines Studio, wo er mit Galina Baida die Schlagerrevue produziert, die am 11. September 2013 bei dem Berliner Sender ALEX ihr 60-jähriges Jubiläum begeht. Näheres unter www.siegfriedjordan.de www.schlagerrevue.info

Der mehrfache deutsche Billard-Seniorenmeister Lutz Lüpfert schrieb aus Meerane: „Ich habe mich bei zentralen Sportveranstaltungen in den alten Bundesländern viele Male vergeblich bemüht, meinen westdeutschen Sportfreunden Einblicke in den früheren DDR-Alltag zu vermitteln; - in breiten Bereichen erwies sich das als völlig aussichtslos.

Grundtenor: Wenn es so war wie du schilderst, warum hast du dir denn das gefallenlassen?“

 

Kultur - Buchempfehlung

Hans Küng, Klaus Leisinger, Josef Wieland, Manifest Weltwirtschaftsethos, Veranstaltung an den Vereinten Nationen in New York, 6. Oktober 2009, deutsch/englisch, ISBN 978 3 423 34628 3
Wie kann es gelingen, die wirtschaftliche Globalisierung der Welt in Zukunft auf der Basis auch transkulturell akzeptierter rechtlicher und moralischer Spielregeln zu gestalten?

FlORIAN ILLIES, 1913 Der Sommer des Jahrhunderts, Verlag S. Fischer, ISBN 978-3-10-036801-0
Das Portrait von Kunst und Gesellschaft dieses außergewöhnlichen Jahres vor dem Ersten Weltkrieg von Florian Illies zu lesen macht großes Vergnügen. Doch auch mit dem Abstand von 100 Jahren spürt man ganz nah ein Gefühl vom Tanz auf dem Vulkan.

 


 

Nachruf

 

Plötzlich und unerwartet verstarb am 11. September 2013 im Alter von 71 Jahren

Herr Winfried Schulze, Bürgermeister a. D.

Ab 1990 leitete er als Bürgermeister 18 Jahre lang die Geschicke der Gemeinde Schönberg, die unter ihm eine gute Entwicklung nahm. Über den Weg in eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Meerane konnte er trotz der Gemeindegebietsreform die Eigenständigkeit von Schönberg erhalten. Die gute Zusammenarbeit mit ihm wird in guter Erinnerung bleiben.

Seiner Familie und der Gemeinde Schönberg spreche ich mein herzliches Beileid aus

Dr. med. Peter Ohl, Bürgermeister der Stadt Meerane a. D.

 

 

 

PflanzungPflanzungPflanzung
Pflanzung am 3.10.1992BM Winfried Schulze und BM Dr. Peter Ohl
bekräftigen Vertrag zur Verwaltunggemeinschaft
Schönberger und Meeraner setzen eine Linde
Schönberger Linde Sept. 2013


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