Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.76 - 05. Mai 2013

Virtuelle Ausgabe Nr. 76 vom 5. Mai 2013

 

Kloster Strahov zu Prag

Kloster Strahov zu Prag

Hier ruhen die Gebeine von König Wladislaw II, der 1175 in Meerane starb

 

Äußere Geschichte von Meerane

Von O. Phillipp
(Auszug aus dem Meeraner Heimatbuch von 1930, Seite 93/94)

„In Böhmen herrschte seit 1140 Herzog Wladislaw II., seit 1158 als König. Er war seit 1153 in zweiter Ehe vermählt mit Judith, der Schwester Landgraf Ludwigs des Eisernen von Thüringen. Häusliches Leid scheint den alternden und kränklichen König bewogen zu haben, die Krone seinem ältesten Sohne Friedrich zu übergeben, freilich ohne die Zustimmung der Böhmen und des Kaisers (Friedrich Rotbarts) einzuholen. Diese zwiefache Eigenmächtigkeit sollte sich rächen: der Hoftag zu Ermendorf belehnte Sobieslaw, den ältesten Sohn von Wladislaws Vorgänger, mit dem Herzogtum Böhmen. Der neue Herzog und sein Bruder versprachen zwar, für einen anständigen Unterhalt des alten Königs zu sorgen.
Wladislaw traute aber nicht und begab sich nach einem Besitztum seiner Gemahlin in Deutschland, namens „Mer“. Dort starb er schon nach vier Monaten, am 18. Januar 1175. Seine Gebeine ruhen im Kloster Strahov zu Prag.
Die für Meerane so bedeutsamen drei Angaben (Ort, Tag und Jahr von Wladislaws Tod) verdanken wir einem einzigen Gewärsmann, Gerlach, dem ersten Abte (seit 1187) des Klosters Mühlhausen westlich von Tabor in Südböhmen. Gestorben ist er um 1228. Sein Geschichtswerk, eine Fortsetzung der böhmischen Chronik des Vincentius von Prag, umfasst die Jahre 1167 – 98.“

Die genaue Lage der Grabstelle von Wladislaws II. ist heute nicht mehr in Erfahrung zu bringen. –o-


Delegation aus der Partnerstadt Lörrach zu Besuch in Meerane

Liebe Familie Ohl,
ich möchte Ihnen ein paar Worte über unseren Besuch vom 19. bis zum 21. April berichten:
Die Gruppe bestand aus 10 Stadträten, zum Teil mit Partner, Frau Oberbürgermeisterin Heute-Bluhm, unserem neuer Bürgermeister, Herrn Dr. Wilke, aus Verwaltungsangestellten und der Rektorin der Hellbergschule, Frau Sauer, die mit der Meeraner Tännichtschule sehr guten Kontakt hat - insgesamt 22 Personen.
Beim Abendessen im Hotel Meerane hatte ich schöne Gespräche mit Stadträten, mit den FW Kollegen Wolf Dieter Stöckl und Matthias Ulbricht, Herrn Lothar Schilling und anderen.
Auf dem Programm am Samstag stand der Besuch des Horch Museums in Zwickau, eine Rundfahrt durch ihre Stadt, ein Rundgang durch das Kunsthaus ( Werner Bochmann ), durch die Höhler im Burgberg und ein gemütlicher Ausklang in der "Alten Post"
Für mich persönlich war es beeindruckend, wie sich Meerane verändert hat seit meinem letzten Besuch.
Nicht alles ist positiv. So hat eben jede Stadt ihre Probleme.
Leider haben wir uns nicht gesehen, da Sie zur gleichen Zeit in Prag waren.
Mit lieben Grüßen und in alter Verbundenheit
Ihre Erika Brogle, Fraktion der Freien Wähler in Lörrach

 


 

Meeraner Friedhof erhält Unterstützung durch Bundestagsabgeordneten

Auf der Suche nach neuen Wegen zur finanziellen Unterstützung der Erhaltungsmaßnahmen am Meeraner Friedhof, insbesondere der Friedhofshalle aus dem Jahre 1914, fand am 3. Mai ein Treffen mit dem Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz (CDU) und dem Direktkandidaten für die Bundestags-wahl 2013 im Wahlkreis Zwickau, Carsten Körber (CDU), auf dem Meeraner Friedhof statt.
Bei einem ausführlichen Rundgang wurden die bisherigen Arbeiten an der Friedhofshalle begutachtet und der nun anstehende größte Bauabschnitt (Hallendach und Mauern) besprochen.
Große Anerkennung fand die bisherige Spendenbereitschaft der Meeraner für die Erhaltung der Halle. Dagegen führte auf Nachfrage zur Verwunderung, dass sich das Meeraner Rathaus bisher an diesem Vorhaben nicht finanziell beteiligt. Bei solchen für eine Stadt herausragenden Projekten gehe es nicht nur um die reine Geldsumme, sondern, damit verbunden, auch um das Bekenntnis, persönlich dahinter zu stehen.
Das Resümee von Marco Wanderwitz, Mitglied des Bundestagsausschusses für Medien und Kultur, nach dem Treffen war: „Gehen wir es an!“. (Siehe auch Artikel in der Freien Presse vom 4. Mai) –o-

Gruppenbild

Pfarrer Dr. M. Teubner, Architektin E. Scholz, Dr. P. Ohl, M. Wanderwitz, C. Köber, U.Horn

 

Fortsetzung der Spenderveröffentlichung Spender 253 bis 287-
aktuelle Spendensumme 40.195 €


Hertha Rockstroh, Christa Ritter, Harry und Gisela Hänsel, Paschold Hans Jürgen, Kurt Dau, Martha Vogel, Irmgard Stein, Wolfgang Meinhardt, Hermann und Christine Rödiger, Ulrike Winzig (Freiburg/Brsg.), Helmut und Elfriede Gneipel, Gertraude Mertens, Helmut Flöter, Christian und Regina Cramer, Wolfgang und Hannelore Ruhs, Rudolf Gelbrich, Günther Kirchner, Helene Martin, Christa Müller, Rainer und Andrea Menge, Ilse Strohbach, Käthe Speck, Horst und Monika Lambert, Marianne Süß, Siegfried und Ute Wolfram, Christa Gudrian, Wolfram und Rosemarie Lenk, Kurt Hoffmann, Frank und Renate Weber, Rosmarie Mazanek, Jürgen und Susanne Schmidt, Manfred und Eliese Ebert
Marion Gilmer, Johannes Köhler, Bernhard und Viola Kratzmann, Christine Knappe


Herzlichen Dank!


Weitere Spenden bitte auf das Konto des Förderkreises:
Zahlungsempfänger: Förderkreis Friedhof Meerane e. V. Sparkasse Chemnitz
Konto-Nr. 0710011091 BLZ 87050000 Kennwort: Spende Friedhofshalle

Bitte geben Sie Ihre Adresse für die Spendenbescheinigung auf dem Einzahlungsbeleg an.

 

 


 

 

Treffen von Ärzten und Schwestern der ehemaligen Poliklinik Meerane

 

Treffen Ehemaliger Poliklinik MeeraneTreffen Ehemaliger Poliklinik MeeraneTreffen Ehemaliger Poliklinik Meerane
Treffen Ehemaliger Poliklinik MeeraneTreffen Ehemaliger Poliklinik MeeraneTreffen Ehemaliger Poliklinik Meerane

Die alte Verbundenheit wurde wieder lebendig, als sich am 4. Mai knapp 60 ehemalige Mitarbeiter der ehemaligen Meeraner Polikliniken und staatlichen Arztpraxen, darunter zwölf Ärzte, im Parkhotel trafen.

Zu Beginn wurde unseres verehrten Chefs der Poliklinik, MR Dr. Manfred Bressau (1935-2008,)gedacht.
Er hatte nach der Verselbständigung und Abtrennung des ambulanten Bereichs vom stationären Sektor den Geist der Kollegialität und die Maxime: „Salus Aegroti suprema lex“ (Das Wohl des Kranken sei das höchstes Gesetz) gemeinsam mit den ihm Unterstellten immer hochgehalten. Auch ohne die heutigen marktwirtschaftlichen Zwänge war uns verantwortungsbewusster Umgang mit den Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie selbstverständlich. Wenig belastet durch Bürokratie und Dokumentation stand der Hauptteil der Arbeitszeit für die Behandlung der Patienten zur Verfügung. Da alle Gehaltsempfänger waren, waren Leistung und Entlohnung entkoppelt. Leistungsanreiz war die Zufriedenheit des Patienten. In diesem System hatte die Kollegialität unter den Ärzten und Mitarbeitern einen hohen Wert, der nicht zuletzt auch den Patienten zugute kam und Versorgungsschwierigkeiten überbrücken half.
Heute erfordert die rasante Entwicklung der Medizin zu allererst die Beachtung der Kosten. Dass aber trotz Marktwirtschaft und Konkurrenz alte Grundsätze im Gesundheitswesen nicht verloren gehen müssen, wurde in vielen Gesprächen an diesem Abend deutlich.
Für die Organisation des Treffens sei Frau DM Annelie Walter herzlich gedankt. Dr. Ohl

 

Kultur

 

Calmus-PlakatDem Lions-Club Glauchau ist es gelungen die Gruppe „Calmus“ für ein Benefizkonzert in der St. Georgenkirche Glauchau zu gewinnen. Der Kontakt ist über unseren Club Mitglied Superintendent Jenichen zustande gekommen.
Das Leipziger a capella Vocal Ensemble Calmus- eine Sängerin und vier Sänger- besteht seit 1999. Die Wurzeln liegen im Thomanerchor Leipzig. Die Gruppe hat sich zu einer der erfolgreichsten Vocalgruppen Deutschlands entwickelt, ist international hoch angesehen und gab Konzerte in fast allen Ländern Europas, in den USA, in Südamerika. Die fünf Leipziger haben eine ganze Reihe internationaler Preise und Wettbewerbe gewonnen, unter anderem 2008 den Klassik Echo in Deutschland für die Volkslied CD „Lied:gut!“.
Das Repertoire ist vielseitig, neben der Vokalmusik des Barock und der Romantik singen sie auch Pop, Folk und Jazz sowie Evergreens der 20 er Jahre.
Die breite Palette an Klangfarben, die Musizierfreude und die abwechslungsreichen Programme werden in der Presse immer wieder hervorgehoben.
Zum Konzert am 12.05.2013 17Uhr in der St.-Georgenkirche Glauchau bringt das Ensemble Calmus ein gemischtes Programm unter dem Titel „Zeitlos-500 Jahre Musik aus Leipzig“ unter anderem mit Musik von Johann Sebastian Bach, Max Reger, Kurt Thomas, Georg Kreisler sowie ein wunderschönes Singspiel frei nach Mozart von Fredo Jung geb. 1949.
Die Gruppe Calmus ist in der ganzen Welt unterwegs und hat sich entschieden den Erlös für ein internationales Hilfsprojekt zu spenden. So viel die Wahl auf das augenärztliche Hilfsprojekt von Dr. Klaus Schiller aus Glauchau in Puma/Tanzania.

 

 

 


 

RiverboatRiverboat-Sonderfahrt

Salonschiff „Gräfin Cosel“
Freitag, 17.Mai 13, 19.30 Uhr
Ende gegen 24.00 Uhr

Mit den Bands:
Steamboat Stompers, Prag CZ
Hot and Blue Jazzband, Meerane D
Jackpot D

43. Internationales Dixieland Festival Dresden 2013

 

 

 

 

 

 


Unendliches Partiturgeflecht aus Vogelgesang – Meerane am 5. 5. 5 Uhr


Buchempfehlung:
Elizabeth Harvey, „Der Osten braucht dich!“, Frauen und nationalsozialistische Germanisierungspolitik
Verlag: Hamburger Edition, aus dem Englischen, 480 Seiten, 35 €, ISBN 978-3-86854-218-9

Kontakt und Impressum

 

Zuschriften an das Meeraner Blatt senden Sie bitte an: Redaktion Meeraner Blatt, Moeschlerweg 1 a, 08393 Meerane oder per e-Mail: post@meeranerblatt.de, Fax 03764/796764. Weiterverbreitung durch e-Mail oder Ausdruck erwünscht.
Verantwortlich und Herausgeber: Dr. med. Peter Ohl. Erscheinungsweise kostenlos unter www.meeranerblatt.de in loser Folge.
Information über eine neue Ausgabe jeweils durch Rundmail an die dem mb bekannten Adressen.