Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.75 - 15. April 2013

Virtuelle Ausgabe Nr. 75 vom 15. April 2013

 

Unter Druck


"Unter Druck"
Die Zeitungen der Friedlichen Revolution - Aufatmen nach Jahrzehnten andauernder Pressezensur

Diese Wanderausstellung des Martin-Luther-King-Zentrums Werdau wurde am

8. April 2013 im Rathaus in Zwickau (1.Etage)

durch Dr. Martin Böttger und Georg Meusel, Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des King-Zentrums, eröffnet und ist bis zum 03.Mai 2013 zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

Auf 22 Rollwänden behandelt die Exposition in einem Vorspann die Geschichte der Presse und den Kampf um Pressefreiheit.
Schwerpunktmäßig werden die Zensurgeschichte, einschließlich der "Schere im Kopf", die Behinderung der Kirchenzeitungen und das Samisdat in der DDR dokumentiert sowie die Entstehung der parteiunabhängigen Zeitungen im Verlauf der Friedlichen Revolution und in den Monaten der Demokratisierung seit Ende 1989.
Im Schlussteil werden das Ost-West-Leserverhalten sowie Chancen, Grenzen und Gefahren von Pressefreiheit in der Gegenwart kritisch beleuchtet.

Der Ruf nach Pressefreiheit und SED-unabhängigen Zeitungen nach jahrzehntelanger Gleichschaltung und verfassungswidriger Zensur gehörte im Herbst der Friedlichen Revolution 1989 zu den ersten Forderungen in den politischen Friedensgebeten, während der Demonstrationen und an den Runden Tischen in der DDR.
Pressefreiheit als wesentlicher Bestandteil öffentlicher Meinungsfreiheit und Meinungsbildung ist seit Erscheinen der ersten Zeitung 1605 in einem Jahrhunderte währenden Prozess gewachsen und erstritten worden. In Deutschland erlitt dieses elementare Recht während des Nationalsozialismus und anschließend im östlichen Teil unter der „führenden Rolle“ der SED schwere Rückschläge.
Im Blick auf die Wende zur Gewaltfreiheit (Plauen-Dresden-Leipzig) spielte Sachsen im Verlauf der Friedlichen Revolution eine Vorreiterrolle. Sachsen kann auch den Anspruch erheben, dass die Bürgerbewegung hier im Verlauf der Friedlichen Revolution aus den Friedensgebeten, Demonstrationen und Runden Tischen heraus mit Forderungen nach SED-unabhängigen Zeitungen auch im Blick auf Pressefreiheit nach Jahrzehnten Zensur der Metropole Berlin voraus war. Hier wurden parteiunabhängige Periodika z.B. schon vor der ersten zentralen Berliner Wende-Zeitung "Die Andere" initiiert und auf den Weg gebracht. So gab es als Zeitungs-Vorläufer bereits Ende 1989 das „Meeraner Blatt“ und als erste SED-unabhängige DDR-Zeitung in Sachsen ab 5. Januar 1990 das „Werdau-Crimmitschauer Wochenblatt“.

Die Stadt Zwickau und das Martin-Luther-King-Zentrum laden alle Interessierten herzlich ein.

Der Eintritt ist frei.

 

 

mb


 

Der Förderkreis Friedhof Meerane e. V. informiert

Das Ziel des 2011 gegründeten Förderkreises war es, die Kirchgemeinde dabei zu unterstützen, die neue Friedhofshalle bis zu ihrem 100-jährigen Jubiläum im Juni 2014 komplett instand setzen zu können. Nach den Forschungen des Vereins zur Geschichte des Bauwerkes stuften das sächsische Landesamt für Denkmalpflege und die Fakultät für Architektur an der TU Dresden die Halle als architektonisches Denkmal von nationaler Bedeutung ein.
Die Meeraner Bürgerschaft und viele ehemalige Meeraner wurden durch Aufrufe des Förderkreises auf die Geschichte des Friedhofs und seiner Halle aufmerksam. Eine große Spendenbereitschaft für die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen setzte ein.
Doch unser Fördermittelantrag bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für 2013 wurde wegen zu vieler Anträge nicht berücksichtigt. Das bringt unseren Zeitplan durcheinander. Die Arbeiten am Hauptbaukörper der Halle (Dach und Fassaden) können erst begonnen werden, wenn die Gesamtsumme von 250.000 Euro gesichert ist. Darum hat der Vorstand am 12. April 2013 beschlossen, umgehend Fördermittel aus einem anderen Programm für die komplette Sanierung zu beantragen. Dabei kommt den Spenden als Eigenmitteln weiterhin eine große Bedeutung zu. Es wird damit gerechnet, dass das Jubiläum im Juni 2014 damit nicht zum Endpunkt, sondern zum Startpunkt der Hauptarbeiten wird. Bis dahin sollen nur kleinere Arbeiten an der Halle, wie das Gitter zum Schmuckhof und Verbesserungen an den Toiletten erledigt werden.

Parkplatz Friedhof MeeraneIn der Überlegung ist auch die dringende Erweiterung und Befestigung des Parkplatzes am Friedhof zwischen Franzenweg und Grüner Höhe. Daran wird sich der Förderkreis im Rahmen seiner Möglichkeiten beteiligen. Auch bei der Stadt Meerane wird man um finanzielle Unterstützung bitten, sobald die fertigen Planungen vorliegen.

 

 

 

 

 

Fortsetzung der Spenderliste
(Spender 179 bis 252)
Erhard Rüster, Hildegard Bothe, Regina Weidlich, Jutta Linke, Renate Barth, Marianne Graefe, Angelika Kahnt (Gößnitz), Inge Stephan, Renate Thieme-Hedrich, Hans-Jochen und Ursula Lorenz (Düsseldorf), Erika Rudolph, Maria Göpfert-Stößel, Christine Frei, Wolfgang und Jutta Krause, Christian und Ursula Staude, Erika Runst, Margita Arlt, Günter und Erna Queck, Gerhard Liebold, Klaus und Karin Walther, Stephan Frank, Irene Krause, Gabriele Schulze, Gisela Börngen-Schmidt, Astrid Sommer, Dipl. Stom. Gabriela Bauer, Wolfgang Markert, Charlotte Schreiber (Wendeburg), Frank und Ingrid Heinig, Hans und Renate Georgi, Klaus und Barbara Eger, Anita Roder, Werner und Hannelore Heinzelmann, Rudolf und Irmgard Landgraf, Stephan und Inge Richter, Dr. med. Eckhard Beyer, Peter Wittig, Christa Pistak, Irene Kreuzer, Dipl. Med. Annelie Walter, Birgit Schrankel, Herbert und Brigitte Brunzel, Eckart und Brunhilde Springer, Johanna Zelm, Siegfried Walf, Jutta Rothe, Lothar und Erika Urban, Siegfried und Ursula Kosmehl, Joachim und Sieglinde Thomä, Erhard Scheerer, Herta Beck, Bärbel Raabe, Regina und Dr. Roland Matthes, Erika Schuster, Heinz Malz, Johannes Köhler, Irmgard Richter (Leipzig), Gunter und Evelyne Thomaß, Liesbeth Frank, Christa Krämer, Reinald und Renate Klein, Christine Honsa, Renate Schnabel, Hanna Hofmann, Elfriede Tetzner, Ilse Gerth, Hanna Petzold, Johanna Linke, Dr. Wilfried und Dr. Renate Busse, Wolfgang Nicolaus, Gudrun Latzke, Hans Kühn, Lothar Schöberl, Ingeburg Zimmermann, Irene Güldner


Herzlichen Dank!


Zahlungsempfänger: Förderkreis Friedhof Meerane e. V. Sparkasse Chemnitz
Konto-Nr. 0710011091 BLZ 87050000 Kennwort: Spende Friedhofshalle

Für Spendenbescheinigungen bitte unbedingt die Adresse des Spenders angeben. Dr.Ohl

 

Krause-Kalender

Der besondere Kalender für Meerane

Zwölf Monatsblätter mit schönen Meeraner Motiven, gezeichnet von Ludwig Krause, Berlin, vom Juli 2013 bis zum 100-jährigen Jubiläum der Meeraner Friedhofshalle im Juni 2014.
Erhältlich in den Kirchen St. Martin, St. Marien und Waldsachsen, im ev. Pfarramt, in der Friedhofsverwaltung sowie in der Buchhandlung Goerke. Preis 5 € inklusive 3.50 € für die Erhaltung der Friedhofshalle

 

 

Kontakt und Impressum

 

Zuschriften an das Meeraner Blatt senden Sie bitte an: Redaktion Meeraner Blatt, Moeschlerweg 1 a, 08393 Meerane oder per e-Mail: post@meeranerblatt.de, Fax 03764/796764. Weiterverbreitung durch e-Mail oder Ausdruck erwünscht.
Verantwortlich und Herausgeber: Dr. med. Peter Ohl. Erscheinungsweise kostenlos unter www.meeranerblatt.de in loser Folge.
Information über eine neue Ausgabe jeweils durch Rundmail an die dem mb bekannten Adressen.