Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004Ausgabe Nr.53 - 02. Februar 2011

Virtuelle Ausgabe Nr. 53 vom 2. Februar 2011

 

 

Nachruf für Herrn Andreas Kuhn

geboren 4. April 1950Andreas Kuhngestorben 21. Januar 2011

Mit Andreas Kuhn verliert die Stadt Meerane einen außergewöhnlichen Menschen, der seiner Geburtsstadt, ihrer Geschichte und Kultur eng verbunden war. Sein plötzlicher Tod ist kein Ende. Sein ruhiges Wesen, seine angenehme Umgangsart hinterlassen Spuren, die uns begleiten und nachdenklich machen. 

Wir fühlen mit seiner Familie in ihrer tiefen Trauer. 

Andreas Kuhn war persönlicher Referent des Bürgermeisters von 1990 bis 2001 und Redaktionsmitglied vom Meeraner Blatt in fast 600 Ausgaben.
Er hat so den Weg der Stadt in die neue Zeit begleitet und festgehalten.
Mit der Leitung des Meeraner Heimatmuseums setzte er diese Arbeit fort und verband sie in der Tradition seiner Vorgänger mit der Geschichte der Stadt. Mehrere historische Publikationen tragen seine Handschrift. 

Als Vertrauter und Freund bleibt er uns in lieber Erinnerung. 

Dr. med. Peter Ohl – Altbürgermeister der Stadt Meerane

 

Stadtbilder aus Meerane
Bildband erschienen 1993
  
Andreas Kuhn pflegte all die Jahre noch die Kunst der selbst gestalteten Neujahrskarte und erfreute mit den Sprüchen auf kleinen Linolschnitten
Linolschnitte Kuhn
für 2010für 2011

 

Andreas Kuhn 1999 im GesprächAndreas Kuhn 1999 im Gespräch

mit dem 1. Preisträger des Architektenwettbewerbs
für das neue Rathaus am Markt,
Prof. Dipl. Ing. Arch. G. Staib, Stuttgart/Dresden, links
und G. Geidel, rechts,
von der Freien Presse.

Die Ausstellung der über 80 Entwürfe konnten die Bürger in der Teppichwelt
betrachten. Das Ergebnis der Jury wurde vom Stadtrat öffentlich bestätigt.

 

 

 

 

 

Meeraner Kaleidoskop

 

TeichplatzTeichplatz
Projektansicht nach BürgermeisterwillenAusgangssituation

 

Über dem Bauvorhaben der Stadt am Teichplatz liegt winterliche Ruhe.

Waren die freiwilligen Informationen darüber aus dem Rathaus im alten Jahr mehr als spärlich, hört man nun gar nichts mehr.
Ob die bisherigen Reaktionen von Bürgern auf die bekannt gewordene Planung des Gebäudes, unabhängig davon, ob es bei dem bisherigen Verfahren Formfehler gab oder nicht, in der Verwaltung ernst genommen werden, wird sich herausstellen. –o-

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Andrea Tannert neue Direktorin des Kursana-Domizils Meerane

Meerane. Das Kursana-Domizil Meerane hat eine neue Direktorin. Seit Januar 2011 führt Andrea Tannert die Einrichtung mit ihren drei Häusern Oststrasse, Höhenweg und Hirschgrundstrasse. Sie ist 53 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Kindern.
Nach Abitur und Berufsausbildung in der damaligen Damenkonfektion Plauen startete sie ihre berufliche Laufbahn als Referentin beim dortigen Rat der Stadt.
Von 1983 bis 1988 absolvierte sie ein Fernstudium an der Fachschule in Weimar, das sie als Diplom-Verwaltungswirtin (FH) beendete. Es folgten dann verschiedene verantwortliche Funktionen, so unter anderem als Geschäftsführerin von BESETA e.V., Chemnitz, einem Verein für die psychologische, sozialpädagogische und juristische Beratung und Betreuung psychisch Kranker.

Andrea TannertIn den letzten Jahren war Andrea Tannert, die in Mittweida ein Magisterstudium für Sozialmanagement erfolgreich abschloss, als Leiterin von Seniorenhäusern in den alten Bundesländern tätig.
"Kursana hat mir nun die Möglichkeit gegeben, dass ich als gebürtige Sächsin sozusagen wieder zu Hause bin. Darüber freue ich mich sehr, und ich werde alles daransetzen, den Bewohnern des Domizils Meerane ein behütetes, individuelles und sicheres Leben zu gestalten. Eine gute ärztliche Versorgung sowie niveauvolle Betreuungs- und Veranstaltungsangebote für unsere älteren Bürger spielen dabei für mich eine besondere Rolle."

 

 

 

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FW-Logo

 

 

 

Informationen unter www.freie-wähler-meerane.de

 

 

 

 

Kultur - Veranstaltungen - Buchempfehlungen - Bitte vormerken

 

Liebes Redaktionsteam vom Meeraner Blatt,
wir möchten Ihnen gerne unser Kunstprojekt Visitor-Aktion ankündigen.
Am Freitag, den 11. Februar werden wir 30 weiße Visitor-Figuren an markanten Stellen in Meerane aufstellen (aussetzen).
Die 5 bis 25 cm großen Alabastergipsunikate können dann von den Passanten in Meerane gesehen und gefunden werden. Mitnehmen ist bei dieser Kunstaktion ausdrücklich erwünscht. Die Figuren sind fortlaufend nummeriert. Ein Etikett mit Emailkontakt und Homepage zur Kunstaktion befindet sich auf der Unterseite der Figuren.
Zum 10-jährigen Visitor-Jubiläum werden wir im Februar die beiden thüringischen Städte Treffurt und Weimar sowie die sächsischen Städte Meerane und Glauchau besuchen.
Herzliche Grüße
Ragnhild Becker und Gunar Seitz
D-88048 Friedrichshafen e-mail: visitor@art-3.info Internet: www.visitor-aktion.de

Visitor-FigurenVisitor-Figuren
Aspendos ViaduktCorbau Frankreich
Visitor-Figuren
"Visitors" für die Aktion in Meerane am 11. Februar ab 15.00 Uhr

 

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hot & blue jazzbandHerzliche Einladung

Wie nebenstehendes Bild zeigt,
findet am Sonntag, d. 27. Februar
Im Kirchgemeindehaus Meerane,
ein gemeinsames Konzert der
Meeraner hot and blue jazz band
mit den Posaunenbläsern
von St. Martin und St. Marien
unter Leitung von Kantor N. Ranft statt.

Beginn ist 17.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei

 

 

 

 

 

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Buchempfehlung

Pascale Hugues, Marthe & Mathilde
Rowohlt Taschenbuch Verlag 2010, 287 Seiten, 8,95 € ISBN 978 3 499 624155
Eine Familie zwischen Deutschland und Frankreich. Zwei Großmütter erleben die wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts im Elsass und sterben beide fast 100-jährig im Jahr 2002. "Eine faszinierendes Stück Zeitgeschichte" Aachener Zeitung

 

Leserbriefe

 

Vom Meerchenwald und anderen Märchen

Eine Meeraner Polit-Posse

Die Geschichte beginnt vor zirka anderthalb Jahren. Der Meeraner Hochzeitswald platzte aus den Nähten und ein neuer Standort musste her. Viel Schweiß scheint bei den Überlegungen für die künftige Baumpflanzoase nicht geflossen zu sein. Ein städtisches Grundstück, seit 20 Jahren brachliegend, damals überhastet gekauft und seitdem mehrfach mit verschiedenen Nutzungen belegt. Einzig die Nutzung durch eine Agrargenossenschaft als Futterweide machte in all den Jahren Sinn. Das ist jetzt vorbei. Die Viehzüchter stehen vor vollendeten Tatsachen. Ob eine Nutzung der Flächen trotz Baumbepflanzung weiterhin möglich ist, die Stadt hüllt sich in Schweigen.
Doch der neue "Meerchenwald" hat ein weiteres Problem. Der einzig sinnvolle Zugang führt über ein Privatgrundstück.
Die Politgenies der Stadt haben einen Plan. Im Amtsblatt der Stadt soll der Weg über das private Grundstück durch eine öffentliche Widmung quasi zwangsenteignet werden. Leider liest der Grundstückseigner zufällig den Artikel und erhebt Einspruch innerhalb der vierwöchigen Frist. Daraufhin nimmt die Stadt erstmals telefonisch Kontakt auf. Wie kann ich es auch wagen…ich Rebell.
Dann monatelanges Schweigen, ich denke, die Stadtverwaltung ist ein öffentliches Organ, es muss sich etwas tun, denn im November 2009 ist eine Baumpflanzung geplant. Ich irre, niemand nimmt Kontakt auf, keiner fragt, ob man zu diesem Anlass einmalig über mein Grundstück darf, bis zur endgültigen Klärung.
Stattdessen komme ich am Morgen der Pflanzung zu meiner Firma und sehe Hinweisschilder "Zur Baumpflanzung", die geradewegs über meinen Grund und Boden leiten, aufgestellt durch Mitarbeiter des städtischen Werkhofes.
Hurra, der Sozialismus ist zurück, denke ich…
Mitte 2010 kommt die Stadt durch Vermittlung eines anderen Immobilienbesitzers erstmals konkret auf mich zu. Man wolle kaufen, ich habe und hatte nie etwas dagegen…wenn der Preis stimmt. Die Stadt macht ein Angebot über 5 Euro pro Quadratmeter, das entspräche einer Summe von 2200,- €. Mir ist der Preis pro Quadratmeter egal, ich will eine feste Summe von 10000 Euro, über die Fläche kann man verhandeln, es ist genug Grundstück vorhanden. Ich finde, für weniger sollte man sich den Staat nicht ins Nest holen, ist doch jederzeit Ärger vorprogrammiert. Die Stadt sieht das anders.
Zur Stadtratssitzung am 21. Dezember stell ich den Bürgermeister zur Rede. Wie soll der Zugang zum Meerchenwald abschließend geklärt werden? Wurde doch im November 2010 zum zweiten Mal die Baumpflanzung durchgeführt. Trotz von mir aufgestellter Schilder und erfolgter Absperrung liefen nicht nur unwissende Bürger, sondern auch Angestellte der Stadt bedenkenlos an mir vorbei!
Aber unser Bürgermeister ist Politiker durch und durch, er versteht es, Fragen auszuweichen und sich in Szene zu setzen. Da wird schnell mal die Terminologie verschoben. Immer wieder wurde das Gespräch in Richtung Grundstückspreise gelenkt.
67 Cent/m² wäre mein Grundstück wert, da man es als landwirtschaftliche Nutzfläche bei der Stadt einstuft. Großzügig hätte man 5 Euro geboten. Dazu kann ich nur folgendes sagen. Seit 16 Jahren hab ich meine Firma auf diesem Flurstück und ich habe in der gesamten Zeit niemals Rüben, Kartoffeln oder anderes darauf angebaut. So lange ich lebe und weit davor, war dort immer ein befestigter Weg. Aber ich kann dem Bürgermeister ein Gebiet nennen, was 100%ig landwirtschaftliche Nutzfläche war und die Stadt nicht gehindert hat, es für dutzende Euros pro Quadratmeter zu kaufen und wieder zu verkaufen - das gesamte Meeraner Gewerbegebiet.
Aber der Staat misst bekanntlich immer mit zweierlei Maß.
Nebenbei, falls die Stadt noch Grundstücke zum Verkauf anbietet, für 67 Cent würde ich immer was zukaufen! Meine Kontaktdaten sind ja bekannt.
Als Fazit lässt sich sagen: 8800 Euro liegen die Vorstellungen auseinander.
Ich muß nicht verkaufen, aber es wäre mein Beitrag zum planlosen Planen der Stadtverwaltung. Jeder private Bauherr weiß, welche Auflagen man erfüllen muss, wenn man nicht Staat ist. Anders herum werden die einfachsten Grundrechte missachtet.
Seit über einem Jahr werden Steuergelder im Meerchenwald sinnlos verballert. Da wird eiligst vor Baumpflanzungen ein Behelfsweg vom Parkplatz Nelkenweg angelegt. Die Baumaschinen dafür fahren natürlich über mein Grundstück, ungefragt…
Jetzt soll es eine Brücke über das Meerchen werden, samt Zubringerwegen, und alles billiger als 8800 Euro?
Was kostet die Welt, Herr Ungerer, wenn man nur seinen Kopf durchsetzen kann. Für einen Monarchen sollte in einer Demokratie eigentlich kein Platz mehr sein. Denken sie mal darüber nach.
Für alle Meeraner Bürger kann ich sagen, der Durchgang ist auch weiterhin frei für jeden, selbstverständlich auf eigene Gefahr. Für städtische Anlässe und Mitarbeiter der Stadt in Ausübung ihres Dienstes verbitte ich mir dies jedoch solange, bis abschließende Klärung erfolgt ist.

Uwe Frommelt
Metallbaumeister aus Meerane


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An das Meeraner Blatt

Seit man sich intensiv mit dem Stadtpark beschäftigt, sieht dieser schon ordentlich aus. Die derzeitig beschäftigten Waldarbeiter leisteten gute Arbeit.
Aber was sich derzeit abspielt, erschreckt nicht nur mich, auch viele andere Spaziergänger sind über die derzeitigen Maßnahmen entsetzt. Frau Stäuber war bisher um jedes noch so ein kleines Bäumchen "besorgt"; aber was ist jetzt da los?
Nichts dagegen zu sagen, dass man kranke Bäume beseitigt, aber hier fallen mehr gesunde als kranke Bäume der Kettensäge zum Opfer.
Die ersten beiden Bilder zeigen den jetzigen Zustand des Parks kurz nach dem Eingang von der Parkschänke her.
Solche Bäume, wie auf der letzten Aufnahme, wären doch wichtiger zu fällen, da dieser bald auf den Weg stürzt.
Man soll nur so weitermachen, dann hat man auch weniger zu pflegen. Vielleicht betoniert man noch die Waldwege, damit man besser mit dem Auto durchfahren kann und man sich das Spazierengehen erspart.

Mit freundlichen Grüßen

G. Bauch

Wunderlich-Park Meerane

Stellungnahme der Stadtverwaltung angefragt

 

Kontakt

 

Ihre Zuschriften an das Meeraner Blatt senden Sie bitte an:

Redaktion Meeraner Blatt, Moeschlerweg 1 a, 08393 Meerane
e-mail post@meeranerblatt.de Fax 03764 / 796764

 

Impressum

 

Verantwortlich: Dr. med. Peter Ohl
MEERANER BLATT
Redaktion 08393 Meerane
Moeschlerweg 1 a
Erscheint kostenlos unter www.meeranerblatt.de über Internet in loser Folge

 

Aktuell berichtet

 

03. Februar 2011

Lieber Herr Ohl,

Danke für die neueste Ausgabe des Meeraner Blattes. Vor allem freute ich mich über die Würdigung von Andreas Kuhn. Sein plötzlicher Tod machte uns sehr traurig. Persönlich kannte ich ihn fast seit den Anfängen der Städtepartnerschaft Lörrach-Meerane. Als Journalist und Redaktionsleiter der Badischen Zeitung schätzte ich ihn als aufgeschlossenen und hilfsbereiten Kontaktmann, der mir in den ersten Jahren manche Türe öffnete. Er zählte außerdem zu den aktiven Förderern der Partnerschaft zwischen den beiden katholischen Pfarrgemeinden St. Marien und St. Peter. Unter der Partnerschaftsgruppe in Lörrach hat sein Tod tiefe Trauer und Anteilnahme ausgelöst.
Wir werden ihn als liebenswerten Menschen in Erinnerung behalten.

herzliche Grüße
Ihr Horst Donner, Lörrach