Meeraner Blatt
Kommunikationsplattform für interessierte Bürger in und um Meerane
Ausgabe Nr.203 – 18. Oktober 2026 Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004

Das war der Tag des offenen Denkmals 2026 in Meerane

Meerane zeigte Geschichte, Kultur und besondere Orte – zahlreiche Gäste nutzten die vielfältigen Angebote

Der Shuttlebus verband die besonderen Orte.
Führung in der Stadtkirche St. Martin
Museumseingang im Alten Rathaus.
Skulpturenpark mit Wunderlich-Pavillon
Klänge in der Alten Kapelle
Details zur Architektur der Neuen Halle
Tafel zur Restaurierung

Meerane hat den Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 mit einer erfreulich großen Resonanz gefeiert. Weit über 400 Besucher nutzten die zahlreichen Angebote und machten sich auf den Weg, um historische Orte, Kunst und Stadtgeschichte neu zu entdecken. Unter dem diesjährigen Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ öffneten in Meerane zahlreiche Einrichtungen ihre Türen. Führungen und geöffnete Denkmalorte boten interessante Einblicke in die Geschichte der Stadt und ihrer Gebäude. Dazu gehörten unter anderem die Stadtkirche St. Martin, die Alte Kapelle auf dem Friedhof und die Neue Friedhofshalle. Dr. Peter Ohl und Heidi Ohl sowie Elisabeth Scholz vom Förderkreis freuten sich über das große Interesse der Besucher.

Auch das Städtische Museum im Alten Rathaus konnte zahlreiche Gäste begrüßen. Neben der Dauerausstellung zur Meeraner Stadtgeschichte und der Werner-Bochmann-Ausstellung war die Sonderausstellung „Zeitlos schön – Im Duett“ mit Arbeiten der Künstlerinnen Margitta Hempel und Ute Hebenstreit zu sehen. Ein besonderer Anziehungspunkt waren außerdem die Meeraner Höhler. Bei zwei Führungen vermittelte Siegfried Martin anschaulich Wissenswertes zur Geschichte der unterirdischen Anlagen und zur Meeraner Altstadt.

Eine weitere Station des Denkmaltages war der Skulpturenpark. Im historischen Wunderlich-Pavillon präsentierte Peter Paulitschke seine „Meeraner Ansichten“. Außerdem stellte sich der Malzirkel des Meeraner Kunstvereins vor.

In der Galerie ART IN im Kunsthaus konnten die Besucher die aktuelle Ausstellung „ANDREAS Wer?Ner!“ besichtigen. Ein Vortrag von Prof. Dr. Lothar Ungerer ergänzte das Programm.

Für eine bequeme Verbindung zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten sorgte am Nachmittag ein Shuttlebus der Firma Taxi-Lorenz mit Fahrerin Katrin Franke. Bereits um 13 Uhr startete die erste Fahrt von der Stadtkirche St. Martin zum Friedhof. Ab 14 Uhr wurden die einzelnen Stationen nach Bedarf angefahren. Damit konnten auch Besucher, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß unterwegs waren, mehrere Angebote des Denkmaltages bequem erreichen. Während der Fahrt gab „Marktfrau Martha“, alias Kerstin Zienert, Wissenswertes und manch unterhaltsame Anekdote aus der Meeraner Stadtgeschichte zum Besten.

Der Tag des offenen Denkmals zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Geschichte und wie viele Geschichten in unserer Stadt stecken. Besonders schön ist es, wenn Menschen dabei Orte entdecken, an denen sie vielleicht schon oft vorbeigegangen sind, ohne deren Geschichte zu kennen.

Der erfolgreiche Denkmaltag hat einmal mehr gezeigt, wie groß das Interesse an der eigenen Stadtgeschichte ist. Zugleich bot er eine gute Gelegenheit, die verschiedenen kulturellen Einrichtungen und historischen Orte miteinander zu verbinden. Geschichte wurde so nicht nur in Ausstellungen oder Büchern vermittelt, sondern unmittelbar an den Orten erlebbar, an denen sie stattgefunden hat.

Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden und ehrenamtlichen Helfern, die mit ihrem Engagement und ihrer Zeit zum Gelingen des Denkmaltages beigetragen haben.

Antje-Gesine KerlFotos: Antje-Gesine Kerl


Meeraner Nachtwächterwanderung

Am Abend vor dem Tag des offenen Denkmals sammelten sich rund 80 Interessierte gegen 19 Uhr am Reformhaus auf dem Neumarkt zur traditionellen Nachtwächterführung durch die Altstadt bis zum Friedhof. Unterwegs vor dem Schlagbaum am Pfarrberg ein betrunkener Franzose. Dahinter rechts verbrüdern sich Zwei. Traditionell beleuchteten Fackeln den Weg zur Neuen Friedhofshalle mit Imbiss, kleiner Ausstellung zur Geschichte unseres Friedhofs und des Bestattungswesens. Das Ende war dann gegen Mitternacht. –o–


Der Mythos Steile Wand

European Peace Ride in Meerane – Sonntag, 13. September 2026
Ausführlicher Bericht bei www.meerane.de unter Aktuelles vom 15. Sept. 2026

Jan Ulrich winkt und Torsten (mit Helm) sagt: „Wegen dem hab ich mit dem Radsport angefangen.“
Fotos: privat

„Steile Wand – Steile Geschichte“

Neue Sonderausstellung im Museum im Alten Rathaus

Sie ist die wohl bekannteste Straße Meeranes und längst mehr als nur eine steile Herausforderung für Radfahrer: Die „Steile Wand“. Einer neuen Sonderausstellung im Erdgeschoss des Alten Rathauses ist sie nun in all ihren Facetten gewidmet. Unter dem Titel „Steile Wand – Steile Geschichte“ lädt das Museum ab Samstag, dem 24. Oktober, zu einer abwechslungsreichen Zeitreise ein.

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die legendären Radrennen im Rahmen der Friedensfahrt, die die Meeraner Steigung weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machten. Die Ausstellung erzählt ebenso von historischen Gebäuden und besonderen Ereignissen, von kulturellen Veranstaltungen, Oldtimertreffen und natürlich vom traditionellen Straßenfasching, der die „Steile Wand“ jedes Jahr in eine ganz besondere Festmeile verwandelt.

Historische und aktuelle Fotografien treffen auf Gemälde und ausgewählte Exponate. So entsteht ein vielseitiges Bild eines Meeraner Ortes, der sich im Laufe der Jahrzehnte verändert hat und dennoch unverwechselbar geblieben ist. Die Ausstellung richtet den Blick dabei auf die „Steile Wand“ gestern, heute und morgen – auf Erinnerungen, Gegenwart und die Frage, was diesen besonderen Ort auch künftig ausmachen wird.

Zur Eröffnung sind alle Interessierten herzlich ins Museum im Alten Rathaus eingeladen.

Antje-Gesine Kerl

„Steile Wand – Steile Geschichte“
Sonderausstellung im Erdgeschoss des Museums im Alten Rathaus
Eröffnung: Samstag, 24. Oktober 2026, 14 Uhr


„Gartenstadt“ Meerane

Gedanken zur Verteidigung des Blumenschmucks in unserer Stadt, den unlängst einige Bürger dem Sparen opfern wollten.- Dank an unsere Stadttechnik, Stadtrat und Rathaus!

Foto: Peter Ohl, BB Christian Uhle

Erinnerung an Albert Zschorsch, geboren 1906 in der Meeraner Promenadenstraße.
Er erlernte das Zimmerhandwerk bei der Fa. Salzbrenner in der Wilhelmstraße und studierte Architektur an der Gewerbeakademie Chemnitz. Anstellung bei Tischlermeister Max Winter in der Häßlers Reihe. Etwa ab 1934 Stadtverwaltung Meerane. Er war beteiligt am Bahnhofumbau und den Planungen im Quartier Kantstraße/Emil-Schleicher Straße (noch in Recherche). Von Meister Zschorsch erfuhr ich bei Arbeiten in unserem kleinen Haus, dass es in Meerane vor fast hundert Jahren Überlegung für eine „Gartenstadt“ nach dem Vorbild von Hellerau gab. Er hat viele Spuren in Meerane hinterlassen. 1988 ist er gestorben. -o-


Der Förderkreis Friedhof Meerane e. V. informiert
Bauprojekte auf unsrem Friedhof gemeinsam geschafft

VON PETER OHL

2011 bis 2019 Sanierung der Neuen Friedhofshalle von 1914
2020 bis 2023 Rettung und Sanierung der Alten Kapelle von 1873
2021 bis 2022 Erneuerung Friedhofseingang mit Tor und Säulen
Seit 2023 denkmalpflegerische Instandsetzung historischer Grabanlagen
2024 grundhafte Erneuerung des Schmuckhofs

Die Bürgerinnen und Bürger haben mit ihren Spenden die Voraussetzung dafür geschaffen, dass der Kirchgemeinde (Träger des Friedhofs) die erforderlichen Eigenmittel für Denkmalprogramme von Bund und Land zur Verfügung stehen. Und es geht weiter…

Im Eingangsbereich des Friedhofs sind z.Zt. Fassadenarbeiten am Mittelteil des alten Gebäudes zu beobachten. Früher waren dort die Aufbahrungen und andere Nutzung.
Jetzt versucht die Kirchgemeinde die schon lange unansehnliche Fassade zu sanieren.
Förderung gibt es nur für den Mittelteil mit denkmalwürdigen Bereichen. Das Gerüst steht.
Die Kirchgemeinde „kratzt“ den erforderlichen Eigenanteil zusammen. Für die Fassaden recht und links (siehe Fassadenansicht) reicht das Geld nicht. Es geht um 21.000 €. 
Der Förderkreis sieht hier noch einmal eine wichtige Aufgabe im Eingangsbereich.
Wenn auch hier viele Bürgerinnen und Bürger mithelfen, schaffen wir das.

Für die laufende Spendenaktion bleibt der Zweck: 
„Erhalt historischen Anklagen auf unserem Friedhof/Fassade“.
Spendenkonto: Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Sparkasse Chemnitz, IBAN DE02 87050000 0710 0110 91


Fortsetzung der Spendernamen für Denkmal- Projekte auf unserem Friedhof
(Siehe auch Schaukasten an der FH-Verwaltung und Meeraner Blatt, Ausgabe 202)

Elfriede Johanna Schmidt (Moritzburg), Horst und Isolde Ranft, Werner und Brigitte Rabe,
Petra und Ulrich Lorenz, Eva Jacob-v. Wolffersdorff, Manfred Ebert, Lothar und Erika Urban,
Sabine Müller, Freie Wähler Meerane e.V., Christine Frei, Reimund und Jutta Linke, Mario und Ute Oettler, Marion Haßmann

Herzlichen Dank allen Spendern und dem Team des Cafés in der Alten Kapelle.

„DAS EINSCHREIBEN DES NAMENS DIENT DER DAUERHAFTEN ANWESENHEIIT DES SPENDERS AM ORT SEINER SPENDE.“ Inschrift auf den Steinsäulen des indischen Herrschers Ashoka, gestorben 232 v. Chr. (Dazu ein Buch im Kröner Verlag)


Ankündigung/Erinnerung

Laubbesentag am Sonnabend, 24. Oktober, ab 10 Uhr auf dem FH
Mitgliederversammlung des Förderkreises, 7. Nov. 10 Uhr, in der Alten KapelleGäste sind willkommen.

Förderkreis Friedhof Meerane e. V., Moeschlerweg 1a, 08393 Meerane, Mail: fkfm@enviatel.net
Vorstand: Dr. med. Peter Ohl, Bürgermeister a. D., Dipl.-Ing. Elisabeth Scholz, Kirchenvorstand; Holger Köhler, Sparkasse; Uwe Horn, Friedhofsverwalter; Fachärztin Kathleen Dittrich-Ueberfeld, Erforschung und Bewahrung von Familiengräbern der Meeraner Geschichte


Rückblick in eigener Sache – 60 Jahre in Meerane


Kontakt und Impressum

MEERANER BLATT
Herausgeber: Dr. med. Peter Ohl, Bürgermeister a. D. Moeschlerweg 1 a, 08393 Meerane
T.: 03764/3959, Mail: post@meeranerblatt.de, Redaktion: Peter Ohl (-o-), Layout: Max Werler.
Fotos, soweit nicht extra kenntlich gemacht, stammen aus Zuschriften oder dem eigenen Fundus der Redaktion. Weiterverbreitung durch E-Mail oder Ausdruck erwünscht. Ihre Leserbriefe senden Sie bitte an obige Adresse. Die Ausgaben erscheinen in loser Folge unter www.meeranerblatt.de. Sie sind kostenlos.